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Stefan Sohm Soldatengesetz
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[52]
OVG NRW, Urt. v. 28.6.2018 – 6 A 2014/17, ZBR 2019, 135 (138) m.w.N.
[53]
BVerwGE 73, 235; BVerwG (EA) 2 C 12.11 Rn. 12 = BVerwGE 147, 244. Möglich bleibt die gerichtl. Kontrolle auf Ermessensfehler bei Einzelfallentscheidungen, z.B. bei Zugrundelegen eines unrichtigen Sachverhalts.
[54]
Steege, NZWehrr 1978, 41 (46).
[55]
So wird eine geringere Anforderung an die körperliche Leistungsfähigkeit von Frauen in den SK deshalb, weil dies körperlich konstitutionell bedingt sei, hier als unzulässige Begründung erachtet, da dadurch das Qualitätsziel von Abs. 1 – die Funktionsfähigkeit der Streitkräfte – zugunsten einer sachfremden Erwägung ignoriert wird. Zulässig wäre vielmehr eine allgemein geringere Anforderung infolge fehlender Notwendigkeit für die Funktionsfähigkeit, dann aber wiederum ist das Geschlecht unerheblich; vgl. OVG Saarlouis, Beschl. v. 25.3.2019 – 1 B 2/19, NVwZ-RR 2019, 568 (569); a.A. Eichen in der 3. Aufl.
[56]
BVerfGE 44, 211 (215); Plog/Wiedow/Lemhöfer, BBG 2009, § 9 Rn. 39 m.w.N., vgl. auch die Komm. zu § 44 Rn. 36.
[57]
Auch wenn die Zusage der erneuten Einladung zum Eignungstest eher auf einen Realakt (nicht, wie in § 38 Abs. 1 Satz 1 VwVfG gefordert, auf einen VA) gerichtet ist, sollte § 38 VwVfG als Ausdruck eines allg. Rechtsgedankens hier entspr. anwendbar sein; vgl. allg. Kopp/Ramsauer, VwVfG, § 38 Rn. 5.
[58]
Vgl. entspr. § 6 des Mutterschutzgesetzes u. § 5 MuSchSoldV.
[59]
Vgl. BVerwG NJW 1996, 474 = ZBR 1996, 20 im Fall einer Bewerberin für ein Wehrdienstverhältnis.
[60]
Vgl. entspr. für Beamte GKÖD I L, § 9 Rn. 70. Das Problem ist eher ein theoretisches, weil die Bewerberin rechtl. nicht verpflichtet werden kann, sich vor der Berufung festzulegen.
[61]
Obwohl diese Pflicht auf § 13 Abs. 2 gestützt wird, ist sie entspr. § 5 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes als Sollvorschrift ausgestaltet. Eine Ausnahme von der Meldepflicht besteht, wenn der Soldatin im Einzelfall die Meldung nicht zumutbar ist (vgl. hierzu Zentralerl. B-1420/30 „Mutterschutz für Soldatinnen“).
[62]
Vgl. auch GKÖD I L, § 9 Rn. 33.
[63]
BVerwG IÖD 1993, 266 = BWV 1994, 262.
[64]
BVerwGE 83, 90 (94); BVerwG NZWehrr 1998, 249 m.w.N.
[65]
BVerwGE 103, 182 = NZWehrr 1995, 27. Vgl. SchAPL, SG, § 3 Rn. 90.
[66]
Vgl. zum Folgenden BVerfG 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 Rn. 75 ff. m.w.N. (juris).
[67]
Vgl. BVerfG 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 Rn. 76 a.E. (juris).
[68]
Ebd.
[69]
Vgl. §§ 11 Abs. 1 Nr. 1, 15 Abs. 1 Nr. 1, 23 Abs. 1 Nr. 1, 30 Abs. 1 Nr. 1, 34 Abs. 1 Nr. 1 SLV.
[70]
Vgl. die Komm. zu § 87 Rn. 32.
[71]
Vgl. BVerfG NVwZ 2011, 746 (747); BVerwGE 122, 147 (149 f.); 124, 99 (102).
[72]
Vgl. BVerwG (EA) 2 C 76.10 Rn. 16 = BVerwGE 142, 59 Ls 2: „Die Rechtswirksamkeit einer Höchstaltersgrenze für den Zugang zum Beamtenverhältnis setzt voraus, dass ihrer Festlegung ein angemessener Ausgleich zwischen der durch Art. 33 Abs. 2 GG geschützten Zugangschance nach unmittelbar leistungsbezogenen Kriterien und dem in Art. 33 Abs. 5 GG angelegten Interesse des Dienstherrn an einer langen Lebensdienstzeit zugrunde liegt.“ (ebenso BVerwGE 133, 143).
[73]
So BVerfG 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 Rn. 80 (juris).
[74]
So grds. BVerwG (EA) 2 C 76.10 Rn. 40 = BVerwGE 142, 59.
[75]
BVerfG 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 Rn. 91 (juris) unter Bezugnahme auf BVerwGE 133, 143 (150).
[76]
Vgl. z.B. BVerfGE 16, 94 (110 f.).
[77]
Für Einstellungen als SaZ in die Laufbahnen der Mannschaften sieht § 8 SLV kein Einstellungshöchstalter mehr vor.
[78]
Art. 87a Abs. 1 Satz 1 GG enthält eine verfassungsrechtl. Grundentscheidung für eine wirksame mil. Landesverteidigung (BVerfGE 69, 1). Dieser Verfassungsauftrag umfasst das Gebot, das innere Gefüge der aufzustellenden SK so zu gestalten, dass sie ihren mil. Aufgaben gewachsen sind (BVerfGE 28, 36 [47]).
[79]
Das BVerwG spricht dem auf dem Verteidigungsauftrag beruhenden Ziel, eine ausgewogene Altersstruktur der SK zu sichern, die Berechtigung zur Einschränkung des Art. 33 Abs. 2 GG nicht ab, soweit dies durch (Einstellungs-)Höchstaltersgrenzen erreicht werden soll. Als unzulässig sieht es dieses Ziel nur an, wenn es durch jahrgangsbezogene, d.h. durch auf bestimmte Geburtsjahrgänge festgelegte Übernahmequoten geregelt wird (vgl. BVerwGE 145, 237 = BVerwG [EA] 2 C 11.11 Ls 2 [„Das Aufrufen einzelner Geburtsjahrgänge ist kein leistungsbezogenes Auswahlkriterium i.S.v. Art. 33 Abs. 2 GG für die Bewerberauswahl.“] u. Rn. 27; BVerwG (EA) 1 WB 51.12 Ls 2 u. Rn. 32 = DÖV 2014, 539.
[80]
Vgl. für den Beamtenbereich BVerwG (EA) 2 C 18.07 = BVerwGE 133, 143.
[81]
Vgl. BVerwG (EA) 1 WB 48.10 Rn. 31 ff. = BVerwGE 140, 342; BVerwG (EA) 1 WB 51.12 Rn. 25 ff. = DÖV 2014, 539; BVerwG (EA) 2 C 11.11 = BVerwGE 145, 237. Vgl. auch OVG Münster openJur 2012, 88731 (http://openjur.de/u/462398.html).
[82]
Z.B. in §§ 11 Abs. 1 Nr. 1, 15 Abs. 1 Nr. 1, 23 Abs. 1 Nr. 1 SLV.
[83]
BVerfG 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 Rn. 54 m.w.N. (juris).
[84]
Dies gilt auch für Soldaten, soweit es um die Förderung innerhalb einer Laufbahn geht, vgl. BVerwGE 86, 169. S.a. BVerwGE 113, 76 = NZWehrr 1997, 160.
[85]
BVerfG NJW 1970, 1268; BVerwGE 73, 182 (184).
[86]
BVerwGE 83, 262 = NZWehrr 1987, 253; vgl. auch BVerwG ZBR 1981, 228. BVerwGE 133, 143, verlangt eine ausdrückliche gesetzl. Grundlage.
[87]
Vgl. VG Karlsruhe openJur 2013, 14910 (http://openjur.de/u/608115.html); OVG Münster openJur 2012, 88731 (http://openjur.de/u/462398.html); BVerwG (EA) 2 C 11.11 = BVerwGE 145, 237. S. auch Finger, NZWehrr 2011, 163.
[88]
NZWehrr 2011, 163 (166). Zu Einzelheiten vgl. die dortigen Ausführungen.
[89]
Vgl. die Komm. zu § 45 Rn. 6.
[90]
Vgl. BVerwG Buchholz 236.1 § 3 SG Nr. 10; BVerwGE 86, 169; BVerwGE 138, 70 = ZBR 2010, 201 (etwa drei Jahre Restdienstzeit ausreichend); anders BVerfGE 117, 372 = ZBR 2007, 204: auch eine Tätigkeit von weniger als drei Jahren vor Erreichen der gesetzl. Altersgrenze gebe ausreichend Möglichkeit, das höhere Amt u. die damit verbundenen Aufgaben effektiv zum Nutzen des Dienstherrn wahrzunehmen.
[91]
BVerwG, Beschl. v. 9.4.2014 – (EA) 1 WDS-VR 23.13, Ls u. Rn. 35 ff., DokBer 2014, 295.
[92]
Auch als „Aktion Abendsonne“ bekannt. OVG Münster IÖD 2008, 30, unterstreicht, dass die Eignung für die Wahrnehmung eines Beförderungsamtes fehlt, wenn im zeitlich engen Anschluss an die Beförderung die Zurruhesetzung erfolgen soll. Vgl. BVerwGE 86, 169; BVerwGE 102, 33 (35).
[93]
Vgl. JB des WBeauftr 2003, BT-Drs. 15/2600, 10. Der WBeauftr verkennt die verfassungsrechtl. Tragweite u. die enorme finanzpolit. Dimension dieser Verfahrensweise. Wer in dieser Weise öff. Laufbahnziele propagiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sich auf Kollisionskurs mit dem verfassungsrechtl. Leistungsgrds. befindet. Es mag aus Sicht des DBwV als Soldatengewerkschaft vertretbar sein, für Thesen wie den von Gertz (NZWehrr 1987, 203 [207]) für die „Masse gut durchschnittlich beurteilter Soldaten“ entwickelten Vorschlag („Gesichtspunkte in Auswahlverfahren, die die Erhaltung der Leistungsbereitschaft der Masse der Soldaten sichern sollen, sind grds. sachgerechte Differenzierungskriterien.“) zu werben. Verfassungs- u. dienstrechtl., aber auch aus Sicht junger, leistungsstarker Soldaten sind sie unakzeptabel. Vgl. Plog/Wiedow/Lemhöfer, BBG 2009, § 22 Rn. 3.
[94]
BVerwG IÖD 1994, 74 f.
[95]
Zum Grenzalter der Verwendung als BtlKdr BVerwG ZBR 1980, 324.
[96]
BVerwG, Beschl. v. 23.8.1994 – 1 WB 30.94.
[97]
VG Köln openJur 2014, 24269 (http://openjur.de/u/747655.html).
[98]
Vgl. die berechtigte Kritik an dem Erl. im JB 2014 des WBeauftr, BT-Drs. 18/3750, 51 f. Zur Ehrenrettung der Rechtsabteilung des BMVg sei angemerkt, dass deren Zustimmung zum Erl. durch unzutr. Angaben seitens der mil. Personalführung erwirkt worden ist, weil nur die Rede von kurzen Abwicklungszeiten (wenigen Monaten) war (vgl. zu dieser rechtl. atypischen Problematik der sog. zweiten Beförderungsauswahl bereits Plog/Wiedow/Lemhöfer, BBG 2009, § 22 Rn. 16).
[99]
Vgl. Eichen, SoldGG, § 1 Rn. 7.
[100]
S. Rn. 5, 49.
[101]
Vgl. allg. Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 3 Rn. 123 m.w.N.
[102]
So allg. BVerfGE 39, 334 (368 f.) zu den in Art. 33 GG für alle Berufe, die öff. Dienst sind, enthaltenen Sonderregelungen gegenüber Art. 3 Abs. 3 GG.
[103]
NJW 2000, 497 (Fall Kreil) = NZWehrr 2000, 28; dazu Eichen, Klaus, Erosion der deutschen Wehrverfassung durch sekundäres Gemeinschaftsrechts?, NZWehrr 2000, 45.
[104]
BVerwGE 103, 301; BVerwG NZWehrr 1999, 161.
[105]
Unzutr. Dollinger/Umbach, in: Umbach/Clemens (Hrsg.), GG, Band I, 2002, Art. 33 Rn. 53.
[106]
Ohne dass hier bei der Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit Frauen eine günstigere Behandlung als Männer erfahren, vgl. Rn. 18.
[107]
Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 3 Rn. 93 ff. m.w.N.
[108]
BVerfGE 85, 191 (207).
[109]
Vgl. die mutterschutzrechtl. Best., die auch für Soldatinnen gelten.
[110]
S. Heun, in: Dreier I, Art. 3 Rn. 113.
[111]
Vgl. Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 3 Rn. 94.
[112]
Die hierfür maßgeblichen Quoten legt § 4 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 SGleiG fest. Vgl. zu Einzelheiten Eichen UBwV 2005, 6 (9 ff.).
[113]
Kunig, in: v. Münch/Kunig, GGK I, Art. 33 Rn. 34, Stichwort „Frauenförderung“; Masing, in: Dreier II, Art. 33 Rn. 22, 52, jew. m.w.N.
[114]
EuGH NJW 1995, 3109 (Fall Kalanke).
[115]
EuGH NJW 1997, 3429 (Fall Marschall).
[116]
Vgl. auch grds. Heun, in: Dreier I, Art. 3 Rn. 113.
[117]
Vgl. Eichen, SoldGG, § 1 Rn. 15 m.w.N.; BT-Drs. 16/1780, 31 zum SoldGG.
[118]
BVerwG NZWehrr 1998, 164.
[119]
Vgl. die Komm. zu § 37 Rn. 36.
[120]
BVerfGE 9, 124 (128).
[121]
Vgl. Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 3 Rn. 121 m.w.N.
[122]
Vgl. bei Beamten GKÖD I L, § 9 Rn. 87.
[123]
Heun, in: Dreier I, Art. 3 Rn. 129.
[124]
Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 3 Rn. 122. Nach Jarass ist Rasse ein Unterfall der Abstammung. Vgl. auch GKÖD I Yk, § 3 Rn. 14a.
[125]
Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 4 Rn. 7.
[126]
Heun, in: Dreier I, Art. 3 Rn. 133.
[127]
Zum Folgenden vgl. Eichen, SoldGG, § 1 Rn. 10 ff. m.w.N.
[128]
BVerfGE 32, 98 (108) = NJW 1972, 327; BVerwGE 90, 112 (115) = NJW 1992, 2496.
[129]
Vgl. BVerfGE 105, 279 (294) = NJW 2002, 2626.
[130]
BVerfGE 41, 29 (50) = NJW 1976, 947.
[131]
So bereits Rittau, SG, 74.
[132]
Jarass, in Jarass/Pieroth, GG, Art. 4 Rn. 11.
[133]
Vgl. für den Beamtenbereich Battis, BBG, § 9 Rn. 4; GKÖD I L, § 9 Rn. 96 ff., jew. m.w.N.
[134]
So ausdrücklich BVerwGE 128, 329 Ls 3 = DokBer B 2007, 231 Ls 3. Hierzu Franz, DÖV 2009, 1141.
[135]
Die in Teilen unterschiedliche Handhabung der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand zeigt sich darin, dass § 50 den Kreis der Betroffenen nicht wie im Beamtenbereich von der Dienststellung, sondern vom Dienstgrad her beschreibt u. dass Generale/Admirale auch aus strukturellen Gründen in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden, vgl. die Komm. zu § 50 Rn. 4, 21.
[136]
Vgl. GKÖD I L, § 9 Rn. 97.
[137]
GKÖD I L, § 9 Rn. 98.
[138]
BVerfGE 102, 41 (53); s.a. BVerfGE 5, 17 (22).
[139]
Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 3 Rn. 124 m.w.N.
[140]
BVerfGE 92, 26 (50 m.w.N.); BVerfGE 102, 41 (53 f.).
[141]
BVerfGE 51, 1 (30); Boysen, in: v. Münch/Kunig, GGK I, Art. 3 Rn. 182 m.w.N.
[142]
Boysen, in: v. Münch/Kunig, GGK I, Art. 3 Rn. 179 ff.
[143]
BVerfGE 5, 17 (22). Vgl. Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Art. 3 Rn. 125; GKÖD I L, § 9 Rn. 100.
[144]
BVerfGE 9, 124 (128 f.).
[145]
S. zum Merkmal Sprache o. Rn. 38.
[146]
Vgl. Eichen, SoldGG, § 1 Rn. 6.
[147]
RL 2000/78/EG des Rates v. 27.11.2000 zur Festlegung eines allg. Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung u. Beruf.
[148]
Zu Einzelheiten Eichen, SoldGG, § 18 Rn. 1 ff.
[149]
BT-Drs. 16/1780, 27.
[150]
S.u. Rn. 120 ff.
[151]
Eingehend zu Beurteilungen für Beamte u. Richter, jedoch auch auf Soldaten übertragbar, Schnellenbach, Beurteilung. Vgl. zur Beurteilung der Soldaten Bieler/Lorse, Rn. 415 ff.
[152]
S.u. Rn. 80 f.
[153]
Vgl. z.B. Rn. 17 zur körperlichen Eignung.
[154]
Allg. hierzu Kopp/Ramsauer, VwVfG, § 40 Rn. 99 ff.
[155]
BVerwGE 134, 59, hierzu Bieler/Lorse, Rn. 472 ff.
[156]
Vom 23.9.2009 (BGBl. I S. 3128).
[157]
BVerwG DokBer 2012, 225, juris Rn. 24.
[158]
BVerwGE 134, 59, juris Rn. 38. Angesichts der vom BVerwG betonten Wichtigkeit des Beurteilungswesens der SK und seiner Grundrechtsrelevanz verwundert es, dass sich das BVerwG kaum damit befasst hat, ob § 27, gemessen an Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG, als parlamentsgesetzl. Ermächtigungsgrundlage zum Erl. des § 2 SLV über dienstl. Beurteilungen von Soldaten ausreicht. Das BVerwG verweist zwar darauf, dass weder in § 27 – anders als in § 21 BBG für den Beamtenbereich – noch sonstwo im SG dienstl. Beurteilungen der Soldaten erwähnt werden (a.a.O., Rn. 40). Das damit zusammenhängende Problem, ob die normative Steuerung des exekutiven Handelns im Rahmen dienstl. Beurteilungen ausschließlich dem Verordnungsgeber überlassen bleiben darf oder ob hier der parlamentarische Gesetzgeber selbst nach der Wesentlichkeitstheorie eine parlamentarische Leitentscheidung zu treffen hat (vgl. hierzu BVerfG 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12, Rn. 52 ff., 70 – juris), wird aber nicht behandelt. Ggf. wäre zu beachten gewesen, dass der parlamentarische Gesetzgeber sich offenbar keine Gedanken über ein Beurteilungssystem, insbes. über bindende Richtwerte, und seine grundrechtl. Eingriffsrelevanz gemacht hat.
[159]
S.o. Rn. 8.
[160]
BDH NZWehrr 1967, 24.
[161]
Maßgeblich ist daher vor allem die letzte aktuelle Beurteilung, früh. Beurteilungen können aber ebenfalls herangezogen werden, vgl. u. Rn. 99.
[162]
ZDv A-1340/50 Nr. 103.
[163]
Vgl. ZDv A-1340/50 Nr. 601 ff.; zur Berücksichtigung einer möglichen Befangenheit des Beurteilenden s. ebd. Nr. 305.
[164]
Vgl. Bieler/Lorse, Nr. 458.
[165]
ZDv A-1340/50 Nr. 301.
[166]
S. ZDv A-1340/50 Nr. 901.
[167]
Zu Einzelheiten s. ZDv A-1340/50 Nr. 910; Bieler/Lorse, Nr. 460.
[168]
Vgl. OVG Saarlouis, Beschl. v. 6.3.2019 – 1 B 309/18, NVwZ-RR 2019, 566 (567); BVerwG, Beschl. v. 24.1.2017 – 2 B 75/16, NJW 2017, 2295, Ls. 3.
[169]
BVerwG (EA) 1 WB 51.10 Rn. 19 = BVerwGE 141, 113. Vgl. Dau/Scheuren, WBO, § 1 Rn. 144.
[170]
Vgl. Dau/Schütz, WDO, § 1 Rn. 144 m.w.N.
[171]
Gleiches gilt für die weitere Beschwerde u. den Antrag auf Entscheidung des TDG.
[172]
Vgl. BVerwG (EA) 1 WB 36.09 Rn. 49 m.w.N. = BVerwGE 136, 119 = NZWehrr 2011, 36; BVerwG (EA) 2 B 108.13 Rn. 6.
[173]
Bieler/Lorse, Nr. 486 a.E.; Dau/Scheuren, WBO, § 1 Rn. 144.
[174]
BVerwG (EA) 1 WB 36.09 Rn. 58 = BVerwGE 136, 119 = NZWehrr 2011, 36. Vgl. Schnellenbach, Konkurrenzen, Kap. 13 Rn. 20.
[175]
Dau/Scheuren, WBO, § 1 Rn. 145; Bieler/Lorse, Nr. 487, jew. m.w.N. Vgl. ZDv A-1340/50 Nr. 1101.
[176]
BVerwG NZWehrr 1989, 200.
[177]
BVerwG (EA) 2 A 2.03 = DÖV 2004, 880; SchAPL, SG, § 3 Rn. 27.
[178]
Hierzu SchAPL, SG, § 3 Rn. 30a.
[179]
ZDv A-1340/50 Nr. 1102. Vgl. auch Dau/Scheuren, WBO, § 1 Rn. 148 ff. u. Bieler/Lorse, Nr. 487.
[180]
Vgl. BVerwG (EA) 1 WB 51.10 Rn. 19 = BVerwGE 141, 113; vgl. auch BVerwGE 83, 113 Ls 3: Die Frage, ob die Voraussetzungen für die Aufhebung einer Beurteilung im Dienstaufsichtsweg gegeben sind, unterliegt in vollem Umfang der Nachprüfung durch die Wehrdienstgerichte. Krit. zum Rechtsweg bei Beschwerden gegen Beurteilungen zu den Wehrdienstgerichten GKÖD I Yk, § 3 Rn. 56 unter Hinw. auf die im Kern statusrechtl. Bedeutung der Beurteilung.
[181]
BVerwG NVwZ-RR 2009, 541.
[182]
BVerwGE 107, 360 = ZBR 1999, 169.
[183]
Auch beamtenrechtl. Gerichtsentsch., deren Grds. auch auf Soldaten anwendbar sind.
[184]
Bestenauslese, vgl. o. Rn. 11; Schnellenbach, Beurteilung, Teil B I Rn. 78.
[185]
Vgl. entspr. BVerwGE 111, 318 (320).
[186]
BVerfG openJur 2011, 25228 (http://openjur.de/u/181937.htmlhttp://openjur.de/u/181937.html) = ZBR 2004, 45 mit Anm. von Otte, ebd. S. 46. Bereits das OVG Bremen (ZBR 1993, 189 f.) stellte fest, eine Bewertung mit einer Gesamtnote, die nach Bruchteilen von Hundertsteln differenziere, führe zu einer zu feinen, real kaum feststellbaren Unterscheidung zwischen Bewerbern. Diese vermittele bei einer großen Bewerberzahl (im Streitfall 170 Bewerber) kein zutr. Leistungsbild, weil sie Leistungsunterschiede suggeriere, die tatsächlich nicht erkennbar seien o. nicht ins Gewicht fielen. Eine hieraus abgeleitete Rangfolge erscheine in der Feinheit ihrer Abstufungen zufällig, unverständlich u. nicht sachgerecht. Eine Unterscheidung in Noten sei nur so weit plausibel, als sie sprachlich zum Ausdruck gebracht werden könne. Vgl. auch BVerwG ZBR 2003, 420 = IÖD 2003, 170.
[187]
Vgl. BVerwG (EA) 1 WB 48.07 Rn. 61 = BVerwGE 134, 59.
[188]
Zu Auswahlverfahren unter Beteiligung von Soldaten mit einer Ausbildung für die Verwendung im Generalstabs-/Admiralstabsdienst ist darauf hinzuweisen, dass sich diese Ausbildung nur auf diese eine Verwendung bezieht u. nicht per se einen Vorzug bei jeder Verwendungsentscheidung begründet.
[189]
Vgl. BVerwG (EA) 1 WB 48.07 Rn. 59 ff. = BVerwGE 134, 59; BVerwG (EA) 1 WB 51.10 Rn. 44 = BVerwGE 141, 113.
[190]
Jetzt abgelöst durch die ZDv A-1340/50, s.o. Rn. 8.
[191]
Vgl. BVerwG (EA) 1 WB 51.10 Rn. 39 ff. = BVerwGE 141, 113.
[192]
Vgl. auch Bieler/Lorse, Rn. 477.
[193]
Vgl. Schnellenbach, Beurteilung, Teil B V Rn. 299, Teil B VI Rn. 349.
[194]
Vgl. hierzu Schnellenbach, DöD 1999, 1; ders., Beurteilung, Teil B VI Rn. 403 ff.; BVerwG IÖD 2009, 209 = ZBR 2009, 196, juris Rn. 11 m.w.N.; s.a. § 50 Abs. 2 BLV.
[195]
Vgl. Dolpp/Weniger, SLV, § 2 Rn. 213 m.w.N.; BVerwG ZBR 2002, 133. Vgl. jetzt BVerwGE 134, 59.
[196]
Beispiel: Höchstens 5 Prozent der zu Beurteilenden dürfen die Spitzennote, höchstens weitere 20 Prozent dürfen die zweitbeste Note erhalten.
[197]
Vgl. zutr. Schnellenbach, DöD 1999, 1 (2 m.w.N.), wonach Durchschnittswerte am häufigsten, über- u. unterdurchschnittliche Werte weniger zahlreich u. die extremen Plus- u. Minusvarianten nur selten anzutreffen sind.
[198]
Vgl. Schnellenbach, a.a.O., 5; § 2 Abs. 7-9 SLV.
[199]
Vgl. zu Einzelheiten BVerwG DöD 1980, 224 = ZBR 1981, 197; BVerwG DVBl. 1998, 638; Schnellenbach, Beurteilung, Teil B VI Rn. 403 ff.; Bieler/Lorse, Rn. 470 ff.
[200]
BVerwG (EA) 1 WB 48.07 Rn. 53 = BVerwGE 134, 59.
[201]
BVerwGE 118, 197 = ZBR 2004, 395.
[202]
BVerwG NZWehrr 1983, 27.
[203]
BVerwG NZWehrr 1997, 114. Vgl. ZDv A-1340/50 Nr. 407.
[204]
BVerwGE 93, 174 = NZWehrr 1992, 164 (Beurteilung eines Offz durch einen nächsthöheren Vorg. [DivKdr] auf der Basis eines Beurteilungsbeitrags, den der Beurteilende in veränderter Form übernommen hat).
[205]
BVerwG (EA) 1 WNB 4.13 Rn. 8 f.
[206]
BVerwGE 86, 201 (203); BVerwGE 93, 281 = NZWehrr 1993, 32.
[207]
BVerwGE 107, 360.
[208]
BVerwG NZWehrr 1999, 204 = ZBR 1999, 348.
[209]
BVerwG (EA) 2 C 16.09 Rn. 47 = BVerwGE 138, 102; BVerwG (EA) 2 A 2.10 Rn. 11 f. = NVwZ-RR 2013, 54.
[210]
BVerwG DokBer B 2008, 263.
[211]
Vgl. ZDv A-1340/50 Nr. 504.
[212]
BVerwG ZBR 2000, 269 = DöD 2000, 108. Selbst das Unterbleiben von Beurteilungsgesprächen während des Beurteilungszeitraums führt nicht zur Rechtswidrigkeit der Beurteilung (BVerwG [EA] 1 WB 51.10 Ls 1 u. Rn. 29 ff. = BVerwGE 141, 113).
[213]
Vgl. BVerwGE 60, 245 (251). Eine nachvollziehbare Darstellung der Leistungen des Soldaten in der Beurteilung verlangt § 2 Abs. 2 SLV.
[214]
S.o. Rn. 58.
[215]
Dies gilt auch für die bestätigende Stellungnahme zur Entwicklungsprognose (vgl. ZDv A-1340/50 Nr. 910 Buchst. c) durch weitere höhere Vorg.
[216]
BVerwGE 114, 80 = ZBR 2002, 280.
[217]
S. hierzu ZDv A-1340/50 Nr. 904 ff.