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Tatjana Hörnle Handbuch des Strafrechts
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Die strafrechtliche Verfolgung der Hexerei ist ein spezifisch frühneuzeitliches Phänomen. Nach früheren Verfolgungen seit dem Ende des 14. Jahrhunderts, ausgehend von dem Kulturraum um den Genfer See, verfestigt sich das Verfolgungskonzept mit einer Päpstlichen Bulle von 1484, die neben anderen den dominikanischen Inquisitor Heinrich Kramer (latinisiert H. Institoris) zur Hexereiinquisition im Reich ermächtigt. Kramer veröffentlicht 1486/87 den wirkungsmächtigen Malleus Maleficarum (Hexenhammer), in dem er das Hexereidelikt insbesondere als auch vor weltlichen Gerichten zu ahnden herausstellt. An der Wende zum 16. Jahrhundert haben sich die zwei älteren Traditionslinien, die sich jeweils entweder auf den Schadenszauber oder den Hexensabbat konzentrieren, zur Vorstellung eines Hexereidelikts verbunden, das kumulativ aus dem Flug zum Hexensabbat, der Verschreibung, dem Geschlechtsakt mit dem Teufel oder einem seiner Diener und schließlich dem durch die teuflischen Kräfte ermöglichten Schadenszauber besteht. Die strafrechtliche Verfolgung der Hexerei wird prozesspraktisch behindert, solange der Akkusationsprozess dominiert, da hier der Ankläger oftmals an seiner Beweispflicht scheitert, so dass die Prozesse mit Freispruch des Angeklagten und Verurteilung des Anklägers wegen Verleumdung enden. Erst von der Mitte des 16. Jahrhunderts an, also nach Etablierung des Inquisitionsprozesses durch die CCC, erfolgen, lokal stark abhängig von der Anzeigebereitschaft in der Bevölkerung, die großen Verfolgungswellen, beginnend in den 1560er Jahren, abflauend seit den 1630er und wieder zunehmend in den 1660er Jahren. Indem die peinliche Befragung auf die Entlarvung vermeintlicher weiterer Hexen zielt, die als in einem weltumspannenden Komplott agierend gesehen werden, ergeben sich verhängnisvolle Prozessserien, deren Opfer europaweit über den gesamten Zeitraum auf 100 000 geschätzt werden, mit einem Frauenanteil von drei Vierteln. Vereinzelt werden Hexereiprozesse bis weit ins 18. Jahrhundert geführt. Das argumentative Eintreten gegen den Hexenwahn leisten im 16. Jahrhundert etwa Johann Weyer (1515–1588), im 17. Jahrhundert der Jesuit Friedrich Spee (1591–1635) und der reformierte Theologie Balthasar Bekker (1634–1698), am Beginn des 18. Jahrhunderts der Frühaufklärer Christian Thomasius (1655–1728). Hier spielen materiellrechtliche Argumente (Nichtexistenz des Schadenszaubers) mit prozessualen Hürden zusammen (restriktive Handhabung des Indizienrechts durch die für das Torturinterlokut, d.h. die Entscheidung über den Einsatz der Folter zuständigen Spruchfakultäten).[80]
2. Abschnitt: Strafrechtsgeschichte › § 5 Geschichte des europäischen Strafrechts bis zum Reformationszeitalter › Ausgewählte Literatur
Ausgewählte Literatur
Bader, Karl S./ Dilcher, Gerhard Deutsche Rechtsgeschichte. Land und Stadt – Bürger und Bauer im Alten Europa, 1999. Berman, Harold J. Recht und Revolution. Die Bildung der westlichen Rechtstradition, 1995. Böckenförde, Ernst-Wolfgang Geschichte der Rechts- und Staatsphilosophie. Antike und Mittelalter, 2. Aufl. 2006. Boldt, Hans Deutsche Verfassungsgeschichte. Politische Strukturen und ihr Wandel, Bd. 1. Von den Anfängen bis zum Ende des älteren deutschen Reiches 1806, 3. Aufl. 1994. Buchner, Rudolf Deutsche Geschichte im europäischen Rahmen. Darstellung und Betrachtungen, 1975. Conrad, Hermann Deutsche Rechtsgeschichte. Bd. I. Frühzeit und Mittelalter, 2. Aufl. 1962. Drapkin, Israel Crime and Punishment in the Ancient World, 1989. Hägglund, Bengt Geschichte der Theologie. Ein Abriß, 3. Aufl. 1997. Hähnchen, Susanne Rechtsgeschichte. Von der Römischen Antike bis zur Neuzeit, 5. Aufl. 2016. Hattenhauer, Hans Europäische Rechtsgeschichte, 4. Aufl. 2004. Höffe, Otfried Kleine Geschichte der Philosophie, 2. Aufl. 2008. Hoke, Rudolf Österreichische und deutsche Rechtsgeschichte, 2. Aufl. 1997. Koch, Arnd Denunciatio. Zur Geschichte eines strafprozessualen Rechtsinstituts, 2006. Kroeschell, Karl Deutsche Rechtsgeschichte. Bd. 1: Bis 1250, 13. Aufl. 2008. Kroeschell, Karl/Cordes, Albrecht/Nehlsen-von Stryk, Karin Deutsche Rechtsgeschichte. Bd. 2: 1250–1650, 9. Aufl. 2007. Moeller, Bernd Geschichte des Christentums in Grundzügen, 10. Aufl. 2011. Oestmann, Peter Wege zur Rechtsgeschichte: Gerichtsbarkeit und Verfahren, 2015. Peters, Edward Folter. Geschichte der peinlichen Befragung, 2003. Radbruch, Gustav/Gwinner, Heinrich Geschichte des Verbrechens. Versuch einer historischen Kriminologie, 1990. Robinson, Olivia F./ Fergus, Thomas D./ Gordon, William M. European Legal History. Sources and Institutions, 3. Aufl. 2000. Waldstein, Wolfgang/Rainer, Johannes M. Römische Rechtsgeschichte, 11. Aufl. 2014. Wesel, Uwe Geschichte des Rechts. Von den Frühformen bis zur Gegenwart, 4. Aufl. 2014.
Anmerkungen
[1]
Meinem verehrten Lehrer Hinrich Rüping danke ich für seine kritische Textdurchsicht, Kai Polzhofer und Julius Steinberg für instruktive Hinweise zu den theologiegeschichtlichen Passagen.
[2]
Vgl. Amin, L’eurocentrisme. Critique d’une idéologie, 1988.
[3]
Vergleiche etwa Lippert, Einführung in die altägyptische Rechtsgeschichte, 2008; Otto, Altorientalische und biblische Rechtsgeschichte, 2008; Wesel, Geschichte, Rn. 50–103; Drapkin, Crime, S. 15–97.
[4]
Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 70.
[5]
Zur Diskussion Dietzsch/Cacciatore/Lambrecht, Geschichtsphilosophie/Geschichte, in: Sandkühler (Hrsg.), Enzyklopädie Philosophie, Band 1. A–H, 2. Aufl. 2010, S. 899–864; Seiffert, Einführung in die Wissenschaftstheorie. Zweiter Band: Geisteswissenschaftliche Methoden: Phänomenologie – Hermeneutik und historische Methode – Dialektik, 11. Aufl. 2006; Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, 3. Aufl. 2016, S. 40–61.
[6]
Zur Geschichte allgemein Schuller, Griechische Geschichte, 6. Aufl. 2008; Bengtson, Griechische Geschichte. Von den Anfängen bis in die Römische Kaiserzeit, 10. Aufl. 2009; Hansen/Heine (Hrsg.), An Inventory of Archaic and Classical Poleis, 2004; zur Geschichte der griechischen Staatsphilosophie im Ganzen Böckenförde, Geschichte, S. 13–148.
[7]
Kirk/Raven/Schofield, Die vorsokratischen Philosophen. Einführung, Texte und Kommentare, 2001; Höffe, Geschichte, S. 17–31.
[8]
Zum Ganzen Zehnpfennig, Platon zur Einführung, 4. Aufl. 2011, zu Politeia und Nomoi dort S. 95–142, 207–220; Höffe, Geschichte, S. 34–43; zur Straftheorie Saunders, Plato’s Penal Code. Tradition, Controversary, and Reform in Greek Penology, 1994; Mackenzie, Plato on Punishment, 1985.
[9]
Hardie, Aristotle’s Ethical Theory, 2. Aufl. 1980; Höffe, Geschichte, S. 47–61.
[10]
Allgemein zum altgriechischen Rechtsverständnis und -wesen Jones, The Law and Legal Theory of the Greeks, 1956; Gagarin, Early Greek Law, 1986.
[11]
Allgemein Thommen, Sparta. Verfassungs- und Sozialgeschichte einer griechischen Polis, 2003; Drapkin, Crime, S. 161–163.
[12]
Allgemein Harrison, The Law of Athens, Zwei Bände, 1968/71; MacDowell, The Law in Classical Athens, 4. Aufl. 1995; Cohen, Law, Violence and Community in Classical Athens, 1995; Bringmann, Im Schatten der Paläste. Geschichte des frühen Griechenlands, 2016, S. 199–316.
[13]
Stroud, Drakon’s Law on Homicide, 1968; Gagarin, Drakon and Early Athenian Homicide Law, 1981.
[14]
Ruschenbusch, Solonos Nomoi, 1966; Drapkin, Crime, S. 179–200; Wesel, Geschichte, Rn. 106 f.
[15]
Stone, The Trial of Socrates, 1988.
[16]
Zum Ganzen Ruschenbusch, Untersuchungen zur Geschichte des athenischen Strafrechts, 1968; Burckhardt/von Ungern-Sternberg (Hrsg.), Große Prozesse im antiken Athen, 2000; Peters, Folter, S. 33–41; Drapkin, Crime, S. 200–212; Wesel, Geschichte, Rn. 108–112.
[17]
Allgemein zur römischen Geschichte Christ, Römische Geschichte. Einführung, Quellenkunde, Bibliografie, 5. Aufl. 1994; Bengtson, Römische Geschichte. Republik und Kaiserzeit bis 284 n.Chr., 8. Aufl. 2001; de Martino, Wirtschaftsgeschichte des alten Rom, 2. Aufl. 1991; Waldstein/Rainer, Rechtsgeschichte, §§ 2–21; Wesel, Geschichte, Rn. 126–132.
[18]
Wieacker, Zwölftafelprobleme, in: Revue internationale des droits de l‘antiquité 3 (1956), S. 459 ff.; Behrends, Der Zwölftafelprozess. Zur Geschichte des römischen Obligationenrechts, 1974; Drapkin, Crime, S. 231–234.
[19]
Otto, Theologische Ethik des Alten Testaments, 1994, S. 73–81.
[20]
Waldstein/Rainer, Rechtsgeschichte, §§ 22–24; Hähnchen, Rechtsgeschichte, Rn. 38–134; wissenschaftsgeschichtlich F. Schulz, Geschichte der römischen Rechtswissenschaft, 1961.
[21]
Kunkel, Untersuchungen zur Entwicklung des römischen Kriminalverfahrens in vorsullanischer Zeit, 1962; Jones, The Criminal Courts of the Roman Republic and Principate, 1972; Bauman, Crime and Punishment in Ancient Rome, 1996, S. 9–34; zu Haftformen Krauß, Im Kerker vor und nach Christus, Schatten und Licht aus dem profanen und kirchlichen Cultur- und Rechtsleben vergangener Zeiten, 1895, S. 55–80; Wesel, Geschichte, Rn. 133; zum römischen Strafrecht insgesamt Mommsen, Römisches Strafrecht, 1899, 2. Nachdruck 1990.
[22]
Waldstein/Rainer, Rechtsgeschichte, §§ 32–34; allgemein zum römischen Privatrecht – historisch und systematisch – Kaser, Das römische Privatrecht, Zwei Bände, jeweils 2. Aufl., 1971/1975; Wieacker, Römische Rechtsgeschichte Abschnitt 1, 1988; Bretone, Geschichte des römischen Rechts von den Anfängen bis zu Justinian, 2. Aufl. 1998; Kunkel/Schermaier, Römische Rechtsgeschichte, 14. Aufl. 2005; Liebs, Römisches Recht, 6. Aufl. 2004; Hähnchen, Rechtsgeschichte, Rn. 135–215.
[23]
Bauman, Crime and Punishment in Ancient Rome, 1996, S. 50–140; Peters, Folter, S. 42–63; zu den Strafarten Peters, Prison before the Prison. The Ancient and Medieval Worlds, in: Morris/Rothman (Hrsg.), The Oxford History of the Prison, 1998, S. 3 ff., 13–21; Wesel, Geschichte, Rn. 133.
[24]
Zum byzantinischen Staat und Recht im Ganzen von Lingenthal, Geschichte des griechisch-römischen Rechts, 3. Aufl. 1892, Nachdruck 1955; Ostrogorsky, Geschichte des byzantinischen Staates, 3. Aufl. 1963; Beck, Das byzantinische Jahrtausend, 2. Aufl. 1994.
[25]
Waldstein/Rainer, Rechtsgeschichte, §§ 42-44; Wesel, Geschichte, Rn. 157; Hähnchen, Rechtsgeschichte, Rn. 216–229.
[26]
Dillon/Chadwick, Die Kelten. Von der Vorgeschichte bis zum Normanneneinfall, 1976; B. Maier, Die Kelten. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, 3. Aufl. 2016, S. 17–240; B. Krüger, Die Germanen, Band 1: Von den Anfängen bis zum 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, 5. Aufl. 1988.
[27]
Maczynska, Die Völkerwanderung. Geschichte einer ruhelosen Epoche, 2004; Demandt, Die Spätantike. Römische Geschichte von Diocletian bis Justinian 284–565 n.Chr., 2. Aufl. 2007.
[28]
Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 373–550; zur christlichen Dogmen- und Kirchengeschichte Moeller, Geschichte, S. 13–146; Hägglund, Geschichte, S. 13–122.
[29]
Kroeschell, Thieme-FS, S. 3–19; auch ders., Rechtsgeschichte, S. 19–66; Quellen bei Goetz (Hrsg.), Altes Germanien. Teil 1 und 2, 2. Aufl. 2013; Oestmann, Rechtsgeschichte, S. 29–37.
[30]
Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 64–68; vgl. auch Hachmann/Kossack/Kuhn, Völker zwischen Germanen und Kelten, 1962.
[31]
Dazu auch de Vries, Die geistige Welt der Germanen, 3. Aufl. 1964; Franz, Die Kultur der Urzeit Europas, 1969; Piggot, Vorgeschichte Europas. Vom Nomadentum zur Hochkultur, 1972; Wesel, Frühformen des Rechts in vorstaatlichen Gesellschaften, 1985; Herzog, Staaten der Frühzeit. Ursprünge und Herrschaftsformen, 2. Aufl. 1998; Buchner, Geschichte, S. 11–39.
[32]
Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 140–156; Bader/Dilcher, Rechtsgeschichte, S. 3–121; Wesel, Geschichte, Rn. 179 f.
[33]
Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 69–84, 190–204.
[34]
Gesamtdarstellungen zum germanischen Recht und Strafrecht: Wilda, Das Strafrecht der Germanen, 1842, Nachdruck 1960; His, Geschichte des deutschen Strafrechts bis zur Karolina, 1928; v. Amira/Eckhardt, Germanisches Recht. Band 2, 4. Aufl. 1967; vgl. auch Nehlsen, Entstehung des öffentlichen Strafrechts bei den germanischen Stämmen, in: Kroeschell (Hrsg.), Gerichtslauben-Vorträge. Freiburger Festkolloquium zum 75. Geburtstag von Hans Thieme, S. 3 ff.; Radbruch/Gwinner, Geschichte, S. 15–20; Oestmann, Rechtsgeschichte, S. 34–61.
[35]
Kroeschell, Haus und Herrschaft im frühen deutschen Recht, 1968; Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 125–139.
[36]
Mauss, Die Gabe. Form und Funktion des Austauschs in archaischen Gesellschaften, 1968; Kolmer, Promissorische Eide im Mittelalter, 1989; Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 85–109.
[37]
Mikat, v. Weber-FS, S. 9 ff.; Bader, Zum Unrechtsausgleich und zur Strafe im Frühmittelalter, ZRG GA 112 (1995), S. 1 ff.; Rüping, Geldstrafe und Buße. Zur Entwicklung der öffentlichen Strafe, in: ZStW 85 (1973), S. 672 ff.; Jerouschek, Buße, Strafe und Ehre im frühen Mittelalter. Ein Beitrag zur Entstehung und Begründung peinlichen Strafens, in: Landau/Nehlsen/Schmoeckel (Hrsg.), Karl von Amira zum Gedächtnis, 1999, S. 231 ff.; Nehlsen, Wadle-FS, S. 759 ff.; Rüping/Jerouschek, Grundriss, Rn. 4–7.
[38]
Dazu auch Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 69–84.
[39]
Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 110–124, 157–189; Kroeschell, Wahrheit und Recht im frühen Mittelalter, Schmidt-Wiegand-FS, Bd. 1, S. 455 ff.; Weitzel, Strafe und Strafverfahren in der Merowingerzeit, ZRG GA 111 (1994), S. 66 ff.; Rüping/Jerouschek, Grundriss, Rn. 8–11.
[40]
Köbler, Trusen-FS, S. 89 ff.
[41]
Mordek, Karolingische Kapitularien, in: ders. (Hrsg.), Überlieferung und Geltung normativer Texte des frühen und hohen Mittelalters, 1986, S. 25 ff.; Campbell, Die Kapitularien. Entstehung und Bedeutung, in: Kroeschell/Cordes (Hrsg.), Funktion und Form. Quellen- und Methodenprobleme der mittelalterlichen Rechtsgeschichte, 1996, S. 23 ff.
[42]
Huck, Beobachtungen zur Einleitung des Strafverfahrens in fränkischer Zeit. Am Beispiel von handhafter Tat, Inquisition und Rügeverfahren, in: Weitzel (Hrsg.), Hoheitliches Strafen in der Spätantike und im frühen Mittelalter, 2002, S. 191 ff.; Sohm, Die fränkische Reichs- und Gerichtsverfassung, 1871, Nachdruck 1971; zur Folter Peters, Folter, S. 63–67; Kimmelmann, Die Folter im Beweisverfahren der Leges Visigothorum. Chindasvinths Gesetzgebung im Spiegel der westgotischen Rechtsentwicklung, 2010; zum Ganzen Rüping/Jerouschek, Grundriss, Rn. 12–25; Wesel, Geschichte, Rn. 186–200; Berman, Recht, S. 85–143; auch Radbruch/Gwinner, Geschichte, S. 21–32; Hähnchen, Rechtsgeschichte, Rn. 244–274; Conrad, Rechtsgeschichte I, S. 69–175; umfassend zur karolingischen Zeit Kroeschell, Rechtsgeschichte, S. 67–159; Buchner, Geschichte, S. 39–62; Hoke, Rechtsgeschichte, S. 1–38.
[43]
Görich, Die Staufer, 3. Aufl. 2011.
[44]
Wolf, Das „Kaiserliche Rechtsbuch“ Karls IV. (sogenannte Goldene Bulle), in: Jus Commune 2 (1969), S. 1 ff.; Hohensee/Lawo/Lindner (Hrsg.), Die Goldene Bulle. Politik – Wahrnehmung – Rezeption, Zwei Bände, 2009.
[45]
Zum Ganzen Dilcher, Die Zwangsgewalt und der Rechtsbegriff vorstaatlicher Ordnungen im Mittelalter, in: Cordes/Kannowski (Hrsg.), Rechtsbegriffe im Mittelalter, 2002, S. 111 ff.; Conrad, Rechtsgeschichte I, S. 176–308; Boldt, Verfassungsgeschichte I, Erster Teil; Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 896–953; Robinson/Fergus/Gordon, History, S. 26–41; Wesel, Geschichte, Rn. 202–209; Hähnchen, Rechtsgeschichte, Rn. 288–297; Buchner, Geschichte, S. 63–97, 140–170; Hoke, Rechtsgeschichte, S. 39–73.
[46]
Levison, Die mittelalterliche Lehre von den beiden Schwertern, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 9 (1952), S. 14 ff.; Goez, Translatio Imperii. Ein Beitrag zur Geschichte des Geschichtsdenkens und der politischen Theorien im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, 1958; Dilcher, Der mittelalterliche Kaisergedanke als Rechtslegitimation, in: Willoweit (Hrsg.), Die Begründung des Rechts als historisches Problem, 2000, S. 153 ff.
[47]
Hartmann, Der Investiturstreit, 3. Aufl. 2007; Goez, Kirchenreform und Investiturstreit 910–1122, 2000; zum Ganzen Moeller, Geschichte, S. 147–188; Berman, Recht, S. 144–198; Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 696–759; Kroeschell, Rechtsgeschichte, S. 181–195; Hähnchen, Rechtsgeschichte, Rn. 276–287, 302 f.; Buchner, Geschichte, S. 97–139.
[48]
Haskins, The Rise of Universities, 1972; Engel, Die deutsche Stadt im Mittelalter, 1993; Pitz, Bürgereinung und Städteeinung. Studien zur Verfassungsgeschichte der Hansestädte und der deutschen Hanse, 2001; Conrad, Rechtsgeschichte I, S. 309–344; Berman, Recht, S. 562–626; Hattenhauer, Rechtsgeschichte, Rn. 760–817; Kroeschell, Rechtsgeschichte, S. 237–251; Kroeschell/Cordes/Nehlsen-von Stryk, Rechtsgeschichte, S. 56–129; Bader/Dilcher, Rechtsgeschichte, S. 251–682; Hähnchen, Rechtsgeschichte, Rn. 300–323.
[49]
Heinzmann, Thomas von Aquin. Eine Einführung in sein Denken, 1994; Honnefelder, Johannes Duns Scotus, 2005; Beckmann, Wilhelm von Ockham, 3. Aufl. 2014; zum Ganzen Copleston, Geschichte der Philosophie im Mittelalter, 1976, S. 86–276; Böckenförde, Geschichte, S. 177–338; Hägglund, Geschichte, S. 122–155; Höffe, Geschichte, S. 125–149.
[50]
Lipp, Die Zurechnungslehre bei Aristoteles und Thomas von Aquin. Ein Beitrag zur Geschichte der Zurechnungslehre, 1950; Kerff, Libri paenitentiales und kirchliche Gerichtsbarkeit bis zum Decretum Gratiani, ZRG KA 75 (1989), S. 23 ff.; Blumenthal, Papal Reform and Canon Law in the 11th and 12th Centuries, 1998; Winroth, The Making of Gratian’s Decretum, 2000; Chr. Meyer, Die Distinktionstechnik in der Kanonistik des 12. Jahrhunderts, 2000; D. Müller, Schuld – Geständnis – Buße. Zur theoretischen Wurzel von Grundbegriffen des mittelalterlichen Strafprozeßrechts, in: Schlosser/Sprandel/Willoweit (Hrsg.), Herrschaftliches Strafen seit dem Hochmittelalter, 2002, S. 403 ff.; Neumann, Von Kirchenbuße und öffentlicher Strafe. Öffentliche Sanktionsformen aus der Sendgerichtsbarkeit in städtischem und landesherrlichem Recht, in: wie vor, S. 159 ff.; Kéry, Gottesfurcht und irdische Strafe. Der Beitrag des mittelalterlichen Kirchenrechts zur Entstehung des öffentlichen Strafrechts, 2006; Berman, Recht, S. 272–412; Robinson/Fergus/Gordon, History, S. 72–90; Rüping/Jerouschek, Grundriss, Rn. 26–33.
[51]
von Kries, Der Beweis im Strafprocess des Mittelalters, 1878; Fraher, IV Lateran’s Revolution in Criminal Procedure: The Birth of Inquisitio, the End of Ordeals, and Innocent III’s Vision of Ecclesiastical Politics, in: Lara (Hrsg.), Studia in honorem eminentissimi cardinalis Alphonsi M. Stickler, 1992, S. 97 ff.; Jerouschek, Die Herausbildung des peinlichen Inquisitionsprozesses, in: Nève/Coppens (Hrsg.), Vorträge gehalten auf dem 28. Deutschen Rechtshistorikertag, 1992, S. 95 ff.; Nehlsen-von Stryk, Landau-FS, S. 621 ff.; dies., Die Krise des „irrationalen Beweises“ im Hoch- und Spätmittelalter und ihre gesellschaftlichen Implikationen, ZRG GA 117 (2000), S. 1 ff.; Fößel, Denunziation im Verfahren gegen Ketzer im 13. und beginnenden 14. Jahrhundert, in: Jerouschek (Hrsg.), Denunziation. Historische, juristische und psychologische Aspekte, 1997, S. 48 ff.; Jerouschek/Müller, Die Ursprünge der Denunziation im Kanonischen Recht, in: Lück/Schildt (Hrsg.), Recht, Idee, Geschichte. Beiträge zur Rechts- und Ideengeschichte für Rolf Lieberwirth anläßlich seines 80. Geburtstages, 2000, S. 3 ff.; Schmoeckel, Kleinheyer-FS, S. 437 ff.; Hirte, Papst Innozenz III., das IV. Lateranum und die Strafverfahren gegen Kleriker, 2005; Peters, Folter, S. 68–100; A. Koch, Denunciatio, S. 37–65; Rüping/Jerouschek, Grundriss, Rn. 35, 64–84; vgl. auch Kroeschell/Cordes/Nehlsen-von Stryk, Rechtsgeschichte, S. 1–55; Oestmann, Rechtsgeschichte, S. 115–136.