Книга NALA - Der Hexenberg читать онлайн бесплатно, автор Gabriela Proksch Bernabé – Fictionbook, cтраница 4
Gabriela Proksch Bernabé NALA - Der Hexenberg
NALA - Der Hexenberg
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Gabriela Proksch Bernabé NALA - Der Hexenberg

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bündeten werden Geist und Körper wendiger. Es bereitet auf außer- gewöhnliche Herausforderungen vor. Dieses Medizintier gehört zur Heilung der beiden.“

Eine frische Brise wehte über die Lichtung. Der Wind weckte die Träumer aus ihrer Trance. Die Mähnen der Mustangs flatterten. Das lange Haar von Wolfsherz wurde vom Luftzug zerzaust. Der Me- dizinlehrling beobachtete die Zeremonie von seinem Platz bei den Pferden. Er spitzte die Ohren bei jedem Satz, der von den Träumern erzählt wurde. Der Junge dachte an Rosalie, das Mädchen mit dem Wolfsgesicht und Nalas beste Freundin. Bei ihrer einzigen Begeg- nung in der Vollmondnacht hatte er eine tiefe Verbindung gespürt. Waren sie sich so ähnlich durch die Wolfsmedizin? Sehr deutlich hatte auch er Bilder vor den Augen. Der Junge sah Rosalie und Nala, Emanuel und sich bei einem ungestümen, fröhlichen Ritt über einen gewaltigen Bergrücken! Selbst wenn er nicht direkt an dem Ritual beteiligt gewesen war, seine Träume verwebten sich längst mit denen der Träumer im Medizinrad.

Voller Zuversicht lehnte er sich an Wakanda. Die beiden unter- schiedlichen Augen des Hengstes wirkten auf ihn nicht beängsti- gend, wie das für einige andere Menschen war. Wolfsherz wusste, dass es darum ging, zwei Welten zu verbinden. Es gab viel mehr zu entdecken als das Offensichtliche einer Wirklichkeit. Wakanda schnaubte leise und stupste den Jungen an die Wange. Lächelnd stupste er zurück.

11 Waldpfad

Sobald es ihr Stundenplan zuließ, radelten die Mädchen wieder zu ihren Lieblingen in den Stall.

„Ich bin reif wie Schweizer Käse kurz vor dem Ablaufdatum! Ich will endlich den Steinkreis finden. Diesmal werde ich nicht bis zum Vollmond warten, wie in Südfrankreich“, lautstark schimpfte Rosalie vor sich hin. Grummelnd fuchtelte sie mit der Mistgabel her- um. Um ernsthaft sauber zu machen, war das wenig effektiv.

„Beruhige dich. Du bist ja direkt gefährlich mit deiner Her- umstocherei! Womöglich haben die Hüterinnen der Zeit bereits be- schlossen, dass wir willkommen sind. Ich kann es kaum abwarten. Was ist nur mit Lilou los? Ich muss das unbedingt wissen. Niemand vom Hof meldet sich. Ich versuche dauernd anzurufen.“ Nala klang besorgt.

„Komm, wir schwingen uns auf Gandalf und reiten los. Mehr, als auf halbem Weg steckenbleiben wie beim letzten Mal, werden wir hoffentlich nicht.“

Bevor sie den Satz zu Ende gesprochen hatte, sauste Rosalie los und holte Reithalfter, Putzzeug und Helm. Nala flitzte hinterher. Gandalf stand bereit. Der zuverlässige fuchsfarbene Noriker mit blonder Mähne ruhte in sich. Ohne ein Zucken duldete er, dass die Hexenschwestern sein Fell mehr abstaubten, als es zu putzen. Sie hatten es eilig. Das war auch ihm klar. Auf seinem breiten Rük- ken trug der Riese Sternenträumerin und Feuerwolf in die gewohn- te Richtung zum Hexenbrunnen. Heute war es überraschend heiß.

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