Книга Grindhouse-Kino читать онлайн бесплатно, автор Harald Mühlbeyer – Fictionbook, cтраница 5
Harald Mühlbeyer Grindhouse-Kino
Grindhouse-Kino
Grindhouse-Kino

5

  • 0
Поделиться

Полная версия:

Harald Mühlbeyer Grindhouse-Kino

  • + Увеличить шрифт
  • - Уменьшить шрифт

Die Herkunft ist für Sam ein Problem: Er ist halt nicht reich. Doof, dass er seine Paula Powers so sehr liebt, und sie ihn, dass sich aber ihre Eltern gegen die Hochzeit sperren. Dicke Luft in Powers Mansion! Schwupps klaut die junge Paula den goldenen Cadillac des Herrn Papa, schnappt sich ihren Sam und macht sich auf den Weg nach Las Vegas, geheiratet werden muss schnell. Der Papa, angehender Abgeordneter und eine Autorität in Südkalifornien, mobilisiert seine Mannschaft, inkl. Kameraüberwachung des Fluchtfahrzeuges aus der Luft und Verfolgung durch drei dicke Anzugsträger. Auch mit von der Partie: Collins Hedgeworth, den alle Welt für Paulas Verlobten gehalten hat, mit Ausnahme von Paula. Der, dick und nicht ganz dicht, verlässt sein Polo-Turnier, um im schön gestreiften Pferdedress mit diversen geklauten fahrbaren Untersätzen dem Glück seines Lebens hinterherzubrausen. Hinter ihm wiederum her: seine Mutter. Die unterwegs einen Prediger aufgabelt und einen Polizisten, der sie alle verhaften will. Collins setzt ein Kopfgeld aus auf den »Entführer« seiner Paula; seine Mutter setzt eins aus auf Collins. Insgesamt 50.000 Dollar im Jackpot – was sich zwei durchgeknallte Mechaniker nicht entgehen lassen wollen, die im selbstgebastelten Automobilchen mitverfolgen. Der Prediger ist übrigens auch nur wegen des Geldes dabei, das er als Spende für seine Kirche (sprich: mutmaßlich für sich selbst) einheimsen will. Aus purem Spaß an der Freude mischen auch noch dynamitwerfende Hinterwäldler mit.

Turbulenz ist das Stichwort. Jeder gegen jeden auf den Highways Richtung Vegas. Mit schönen Unfällen, sinnlosen Auto-Flügen, um ein paar alte Mühlen in Schrotthaufen verwandeln zu lassen. Ab und an eine Explosion. Dazwischen rasende Fahrt durch die Wüste. Und Einsatz aller möglicher Autos, vom VW Käfer über das Honeymoonmobil eines alternden Pärchens und diverse Pick-Up-Trucks bis zum bunten Wagen eines Eisverkäuferclowns. Dazu nette Gags, die ziemlich gut passen – da hat Ron Howard schon ein Händchen dafür, was stilistisch sich einfügt und was nicht. Glatter Inszenierungsstil, Auslassung alles Störenden – klassisches Hollywood mithin, eingesetzt im Trashcrash-Film.

Am Ende landen alle in einer Arena, gefüllt mit, weil echte Statisten zu teuer gewesen wären, den Mitgliedern des Filmteams, die eine einzige Tribüne füllen – den Rest der Zuschauerränge aber frei zu lassen gezwungen sind. Hier findet ein Crashcar-Rennen statt, so was typisch Amerikanisches, live-Action-Boxautos. Alle zusammen mittendrin, und damit ist auch das Credo des ganzen GRAND THEFT AUTO klar: ein auf die Leinwand (von Autokinos?) projiziertes langes schönes filmgewordenes Demolition Derby, für die Zuschauer, die Spaß am kreativen Kaputtmachen haben. Schöne Übung für den jungen Howard, um lässige 35 Jahre später in RUSH Chris Hemsworth gegen Daniel Brühl fahrenderweis’ gegeneinander antreten zu lassen.

Bemerkenswert ein paar Dinge: Als Kameramann fungierte Gary Graver, seines Zeichens Orson-Welles-Begleiter seit Ende der 1960er und dessen persönlicher Kameramann, bis Welles’ Tod sie schied. Nebenbei aber: auch Kameramann und Regie für diverse Pornos. Ein Mann für alle Fälle!

Bemerkenswert auch die Figur der Paula Powers, die mit Verve die rasche Hochzeit in Vegas durchsetzen will, während ihr Sam zögernd auf dem Beifahrersitz jammert, dass er jetzt wohl für immer ein schlechtes Verhältnis zu seinen Schwiegereltern haben werde… Paula dabei, entgegen landläufigen Exploitation-Filmen, nicht läufig, sondern schlicht stur und durchsetzungsstark – das liegt wohl im Powers-Blut.

Über dem Ganzen schließlich: Ein Hubschrauber mit dem DJ des TenQ-Radiosenders, der mit eleganter Wendehalsigkeit zu dem hält, der die meisten Einschaltquoten bringt, der die Fliehenden zu Ikonen der romantischen Liebe hochstilisiert und die Verfolger zu sportlichen Konkurrenten, die jederzeit Oberwasser erhalten können. Medienkritik at its best – im Sinne von: Tut keinem weh und ist ein bisschen lustig.

Конец ознакомительного фрагмента.

Текст предоставлен ООО «ЛитРес».

Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.

Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.

1...345
ВходРегистрация
Забыли пароль