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Karin Pittner Deutsche Syntax
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Karin Pittner Deutsche Syntax

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(4) Er hat kommen müssen/*gemusst.

In semantischer Hinsicht unterscheidet man zwei Verwendungsweisen der Modalverben.

 Das Modalverb Modalitätdeontischebezeichnet eine Beziehung zwischen dem Subjekt des Satzes und dem Sachverhalt, wie Verpflichtung, Notwendigkeit, Erlaubnis, Fähigkeit, Möglichkeit (subjektbezogene Modalität, auch deontische Modalität genannt):

(5) Eva muss/kann/darf arbeiten.

 Das Modalverb bezeichnet eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit seitens des Sprechers (sprecherbezogene, auch epistemische oder inferentielle ModalitätModalitätModalitätepistemische genannt):

(6) Hans muss/kann/könnte in der Bibliothek sitzen.

In semantischer Hinsicht eng verwandt mit den Modalverben sind die sog. HalbmodalverbenHalbmodalverb.

(7) a. Petra scheint zu schlafen. b. Das Wetter verspricht schön zu bleiben. c. Die Sache drohte ihm aus der Hand zu gleiten.

Ein klarer Unterschied zu den Modalverben besteht jedoch darin, dass sich diese Verben nicht mit dem reinen InfinitivInfinitivreiner, sondern mit dem zu-Infinitivzu-Infinitiv verbinden.

2.1.2.4 Kopulaverben

Eine kleine Gruppe von Verben dienen als KopulaverbenKopulaverb. Sie sind selbst relativ bedeutungslos, bezeichnen lediglich einen Zustand (sein) oder das Eintreten bzw. die Fortdauer eines Zustands (werden, bleiben). Sie bilden das Prädikat zusammen mit anderen Elementen wie Adjektivphrasen, Nominalphrasen im Nominativ, u.a. (Hans ist/wird/bleibt gesund/ein guter Fußballer). Durch diese erhält das Prädikat erst seine volle Bedeutung. Den Kopulaverben kommt vor allem eine verbindende Funktion zu, daher ihre Bezeichnung (lat. copulare ‚verbinden‘).

2.1.3 Unflektierbare Wortarten

2.1.3.1 Überblick über die Unflektierbaren

Zu den unflektierbaren WörternWortunflektierbares gehören Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Partikeln und Interjektionen. Während Adverbien alleine eine Phrase darstellen können, die in der Regel die syntaktische Funktion eines Adverbials ausübt, ist das für alle anderen unflektierbaren Wortarten nicht möglich. Konjunktionen verbinden Phrasen oder Sätze, Präpositionen verbinden sich in der Regel mit einer Nominalphrase, deren Kasus sie regieren. Partikeln können aufgrund ihrer Stellungs- und Betonungseigenschaften weiter differenziert werden in Modal-, Fokus-, Steigerungs- und Antwortpartikeln.

Unflektierbare Wortarten werden in älteren Grammatiken auch unter dem Begriff Partikeln zusammengefasst (Achtung: Als grammatischer Terminus ist das Wort feminin: die Partikel!).

Da morphologische Kriterien hier zur weiteren Unterscheidung natürlich entfallen, können diese Wörter nur nach distributionellen und semantischen Kriterien weiter subklassifiziert werden (Abb. 2).

Abb. 2:

Klassifikation unflektierbarer Wörter

Zu den PartikelnPartikel im engeren Sinn werden hier alle unflektierbaren Wörter gerechnet, die nicht vorfeldfähig sind, d.h. nicht alleine die Stelle vor dem finiten Verb in Aussagesätzen füllen können, keinen Kasus regieren und keine verknüpfende Funktion haben. Dazu gehören Fokus-, Modal-, Steigerungs- und Antwortpartikeln, die aufgrund ihres Stellungsverhaltens und aufgrund semantischer Eigenschaften unterschieden werden können.

2.1.3.2 Adverbien

Die größte Klasse der Unflektierbaren sind die AdverbienAdverb, die ihrerseits wieder eine recht heterogene Menge darstellen. Als Adverbien werden traditionell solche Wörter bezeichnet, die Ort, Zeit und Art und Weise eines Geschehens näher kennzeichnen können. Dementsprechend unterscheidet man

 temporale Adverbien: heute, gestern, morgen, oft, manchmal usw.

 lokale Adverbien: dort, hier, unten, dorthin usw.

 modale Adverbien: eilends, flugs, gerne usw.

 kausale Adverbien: deswegen, daher, umständehalber usw.

Aufgrund einer distributionellen Eigenschaft unterscheiden sich die Adverbien im Deutschen von allen anderen unflektierbaren Wortarten. Sie können nämlich allein vor dem finiten Verb in Aussagesätzen auftreten. Es ist ein einfach anwendbares Kriterium zur Identifizierung von Adverbien, sie an dieser Position im Satz einzusetzen:

(8) _______ kommt Hans.

Diese Position kann auch von unflektierbaren Wörtern wie leider, hoffentlich eingenommen werden. Diese gehören somit zu den Adverbien, lassen sich jedoch keiner der oben genannten Gruppen zuordnen. Im Gegensatz zu diesen stellen sie einen Kommentar des Sprechers zu dem ganzen Satz dar, weswegen sie auch SatzadverbienSatzadverb oder KommentaradverbienKommentaradverb (gelegentlich auch Modalwörter) genannt werden. Semantisch fallen die Satzadverbien in verschiedene Gruppen:

 Sie können eine emotionale Stellungnahme des Sprechers zum bezeichneten Sachverhalt geben, wie z.B. leider, hoffentlich, glücklicherweise, wünschenswerterweise u.a.

 Sie können eine Bewertung der Wahrscheinlichkeit des bezeichneten Sachverhalts geben, wie vielleicht, möglicherweise u.a.

 Sie können eine Bewertung anderer Art ausdrücken wie dummerweise, schlauerweise, arroganterweise u.a.

Eine weitere Gruppe von Adverbien hat die Funktion, Beziehungen zum Vortext herzustellen, weswegen sie auch KonjunktionaladverbienKonjunktionaladverb genannt werden.

(9) Trotzdem/deshalb/infolgedessen kommt er.

Diese Adverbien haben eine ganz ähnliche Funktion wie Konjunktionen, sie unterscheiden sich aber von jenen dadurch, dass sie alleine die Position vor dem finiten Verb in Aussagesätzen besetzen können.

Als PronominaladverbienPronominaladverb werden solche Adverbien bezeichnet, die – ähnlich wie Pronomen – stellvertretend für andere, vollsemantische Elemente stehen. Im Gegensatz zu Pronomen sind die Pronominaladverbien unflektierbar. Sie werden gebildet aus den Adverbien da, hier und wo und einer Präposition:


Darauf, darüber, hierauf, worunter etc. gehören also zu dieser Wortart.

2.1.3.3 Präpositionen

Eine weitere Gruppe der Unflektierbaren sind die PräpositionenPräposition. Sie treten zusammen mit einer Nominalphrase auf, deren Kasus sie festlegen (regieren). Der Terminus „Präposition“ suggeriert dabei, dass diese Wörter vor ihrer Ergänzung stehen. Dies trifft für einen Großteil zu, in einigen Fällen zeigen sie jedoch ein anderes Stellungsverhalten. Nach ihrer Position kann man unterscheiden zwischen:

 Präpositionen: auf, über, unter, neben, …

 PostpositionenPostposition: halber, hinaus, hinauf, zuliebe, …

 ZirkumpositionenZirkumposition: um … willen, um … herum, …

 AmbipositionenAmbiposition (entweder vor- oder nachgestellt): wegen, nach (wegen der Kinder, der Kinder wegen)

Alle diese Wörter werden gelegentlich unter dem hinsichtlich der Position unspezifizierten Begriff der „AdpositionAdposition“ zusammengefasst. Gebräuchlicher ist es jedoch, sie alle als Präpositionen zu bezeichnen.

Eine ganze Reihe von Präpositionen können mehrere Kasus regieren. Das Schema in Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Kasusrektion von Präpositionen:

GENITIV DATIV AKKUSATIV DAT/GEN DAT/AKK kraft seitens infolge dieseits aufgrund zugunsten aus bei zu von seit mit nach gegenüber für durch bis gegen ohne um per pro trotz wegen statt während längs mittels laut an auf in neben hinter vor unter über

Tab. 1:

Kasusrektion von Präpositionen

Die Variabilität der Kasusrektion ist im Fall der Präpositionen mit Dativ oder Genitiv stilistisch bedingt. Der Genitiv gilt als korrekter und tritt in der Schriftsprache fast ausschließlich auf. Umgangssprachlich wird stattdessen häufig der Dativ verwendet.

Bei den Präpositionen mit Dativ- oder Akkusativrektion ist die Variation vor allem semantisch bedingt. Mit dem Akkusativ haben diese Präpositionen einen direktionalen Charakter, während bei Dativrektion die lokal-statische Komponente gekennzeichnet wird:

(10) a. Der Affe sitzt auf dem Baum. (lokal) b. Der Affe klettert auf den Baum. (direktional)

2.1.3.4 Konjunktionen

Als KonjunktionenKonjunktion bezeichnet man unflektierbare Wörter, die Sätze oder Satzteile miteinander verknüpfen.

Koordinierende KonjunktionenKonjunktionkoordinierende verknüpfen gleichrangige Sätze oder Satzteile:

(11) a. Hans und Peter gehen in den Zirkus. b. Der Tag geht, und Johnny Walker kommt. c. Otto soll arbeiten, aber/doch er hat keine Lust.

Subordinierende KonjunktionenKonjunktionsubordinierende leiten untergeordnete (subordinierte) Sätze ein. Formal erkennt man das daran, dass in dem Satz, den sie einleiten, das finite Verb am Ende steht.

(12) a. Hans weiß, dass Anna kommt. b. Otto weiß nicht, ob sie kommt. c. Während Anna schläft, arbeitet Otto.

2.1.3.5 Modalpartikeln

ModalpartikelnModalpartikel haben keine eigenständige lexikalische Bedeutung, sondern sie drücken in Kombination mit dem Satzmodus und der Intonation spezifische Sprechereinstellungen aus, weswegen sie auch Abtönungspartikeln genannt werden. Sie sind meist unbetont und treten fast ausschließlich im Mittelfeld eines Satzes auf. Ihr Auftreten ist jeweils auf bestimmte Satzmodi beschränkt:

(13) a. Er hat ja/doch/einfach keine Zeit. b. Wo bist du denn/überhaupt/eigentlich gewesen? c. Komm mal/bloß/nur/ruhig her!

Die Wirkungsweise von Modalpartikeln soll an folgendem Beispiel veranschaulicht werden:

(14) a. Komm her! (Imperativsatz, Sprechhandlung: Befehl) b. Komm ruhig her! (Imperativsatz, Sprechhandlung: Erlaubnis) c. Komm bloß her! (Imperativsatz, Sprechhandlung: Drohung)

Der im Imperativsatz ausgedrückte Befehl kann durch entsprechende Modalpartikeln entweder zu einer Erlaubnis oder zu einer Drohung abgewandelt werden.

Mit wenigen Ausnahmen sind Modalpartikeln stets unbetont. Zu diesen Ausnahmen gehören die Modalpartikeln ja, bloß, nur in Drohungen (Komm ja/bloß/nur her!).

Die meisten Elemente, die als Modalpartikeln auftreten, treten auch in anderen Wortarten auf:

 als Adjektiv: ruhig, eben, bloß

 als Adverb: eben, schon, vielleicht

 als Konjunktion: denn, aber, doch

 als Fokuspartikel: auch, nur

 als Antwortpartikel: ja, doch

2.1.3.6 Fokuspartikeln

GradpartikelnGradpartikel/Fokuspartikeln sind relativ frei im Satz verschiebbar und haben dann jeweils einen anderen semantischen Bezug.

(15) a. Nur Peter ging gestern ins Kino. b. Peter ging nur gestern ins Kino. c. Peter ging gestern nur ins Kino.

Im ersten Satz bezieht sich nur besonders auf Peter, im zweiten Satz auf gestern und im dritten auf ins Kino. Es fällt auf, dass die Konstituente nach der Gradpartikel jeweils einen starken Akzent trägt und in besonderer Weise hervorgehoben ist, d.h. fokussiert wird. Sie enthält die wichtigste Information im Satz. Wegen dieser besonderen Beziehung zur fokussierten Konstituente werden diese Partikeln auch FokuspartikelnFokuspartikel genannt. Sie treten in der Regel direkt vor der fokussierten Konstituente auf, in seltenen Fällen auch danach (16a) oder in Distanzstellung (16b).

(16) a. Die Tochter nur entkam den Flammen. b. Peter konnte diese Frage leider auch nicht beantworten. (ambig!)

Satz (16b) ist ambig, weil sich die Fokuspartikel entweder auf Peter oder auf diese Frage beziehen kann.

Die prototypischen Vertreter der Fokuspartikeln sind auch, nur und sogar. Sie interagieren in verschiedener Weise mit der fokussierten Konstituente, die einen Bezug zu Alternativen herstellt:

(17) Auch/nur/sogar Peter kommt.

Auch schließt mindestens eine Alternative ein (es kommt noch jemand außer Peter), nur schließt die Alternativen aus (niemand außer Peter kommt) und sogar bezeichnet eine Bewertung dahingehend, dass es in irgendeiner Weise besonders oder unerwartet ist, dass Peter kommt. Hier liegt also in gewisser Weise ein wertender Vergleich mit den möglichen Alternativen vor.

2.1.3.7 Steigerungspartikeln

SteigerungspartikelnSteigerungspartikel (auch Intensitätspartikeln genannt) treten in der Regel zusammen mit graduierbaren Adjektiven auf (selten auch mit Verben und Adverbien) und legen einen bestimmten Grad einer Eigenschaft oder eines Geschehens fest:

(18) a. zu/sehr/ungemein dumm b. Er liebt sie sehr.

2.1.3.8 Antwortpartikeln

AntwortpartikelnAntwortpartikel können als Antwort auf Entscheidungsfragen (ja/nein-Fragen) dienen. Sie ersetzen vollständige Sätze, weswegen sie auch „Satzäquivalente“ genannt werden.

(19) a. Kommst du? Ja./Nein. b. Geht sie? Vielleicht./Hoffentlich./Leider.

Die Beispiele zeigen, dass auch Satzadverbien teilweise als Antwort auf Entscheidungsfragen auftreten können. Sie unterscheiden sich jedoch von den Antwortpartikeln dadurch, dass sie alleine vor dem finiten Verb in Aussagesätzen vorkommen können.

2.1.3.9 Interjektionen

InterjektionenInterjektion wie mmh, na ja, brr, gell haben neben rein expressiven (hurra, igitt, autsch) teilweise gesprächsgliedernde Funktionen, und werden daher auch Gesprächs- oder Diskurspartikeln genannt. Sie sind in der Regel syntaktisch isoliert, indem sie auch intonatorisch von Sätzen abgegrenzt sind und über eigene Intonationskonturen verfügen. Ihr Wortstatus ist umstritten, da sie auch phonologisch ungewöhnlich sind, weil sie z.B. im Deutschen sonst nicht auftretende Silbenstrukturen aufweisen (brr, mmh). Trotzdem sind sie sprachspezifisch und damit zum Wortschatz einer Sprache zu rechnen.

Zu ihren gesprächssteuernden Funktionen gehören Sprechersignale, durch die Sprecher anzeigen, dass sie einen Redebeitrag übernehmen, weiterführen oder beenden möchten (z.B. ja, also, nun, äh), Hörersignale, durch die Hörer den Sprechern Rückmeldungen geben (z.B. mhm, ja jaja, aha) und Rückversicherungssignale, die ähnlich wie tag questions im Englischen funktionieren (z.B. oder?, ne?).

2.2 Phrasenkategorien

Die elementaren Bausteine der Syntax sind die Wörter, die wir aufgrund bestimmter Eigenschaften lexikalischen Kategorien zugeordnet haben.

Nun setzt sich aber ein Satz nicht unmittelbar aus Wörtern zusammen, sondern es lassen sich Gruppen von Wörtern identifizieren, die enger zusammengehören und zusammen eine Phrase bilden. Intuitiv ist es zunächst einsichtig, dass in dem Satz

(20) Die Katze schläft gemütlich auf dem Sofa.

z.B. die Wörter die Katze enger zusammengehören als etwa Katze schläft und die Wörter auf dem Sofa enger zusammengehören als etwa gemütlich auf. Die Katze und auf dem Sofa bilden Phrasen, die aufgrund ihrer grammatischen Eigenschaften bestimmten Phrasenkategorien zugeordnet werden können, nämlich den Nominalphrasen bzw. Präpositionalphrasen. Wie die einzelnen Wörter können auch Phrasen gegeneinander ausgetauscht werden, über ähnliche grammatische Eigenschaften verfügen und damit zur gleichen Kategorie gehören.

Die Phrasenstruktur von Sätzen lässt sich in einem sogenannten Baumdiagramm (Abb. 3) darstellen:

Abb. 3:

BaumdiagrammStrukturbaum Baumdiagramm

Eine alternative Darstellungsweise der Konstituentenstruktur, die weniger Platz beansprucht, ist die indizierte Klammerung, die für diesen Satz wie folgt aussieht:

(21) S[ NP[Die Katze] VP[liegt AdjP[gemütlich] PP [auf NP [dem Sofa]]]].

Die Phrasenkategorien werden jeweils nach einem Wort benannt, das eine zentrale Rolle in ihnen spielt, dem Kern (oder Kopf) der Phrase.

Die wichtigsten Phrasenkategorien sind:

 Nominalphrase (NP): Sie enthält mindestens ein deklinierbares Wort (in der Regel ein Substantiv oder Pronomen) als Kopf, z.B. die Katze, sie.

 Präpositionalphrase (PP): Sie enthält eine Präposition als Kopf, z.B. auf dem Sofa, neben dem Haus, der Kinder wegen.

 Verbalphrase (VP): Sie enthält ein Vollverb oder Kopulaverb als Kopf, z.B. gerne Bananen essen, am Strand liegen, faul sein.

 Adjektivphrase (AdjP): Sie enthält ein Adjektiv als Kopf, z.B. sehr gut, ziemlich sauer auf ihn.

 Adverbphrase (AdvP): Sie enthält ein Adverb als Kopf, z.B. unten am Bach, dort oben.

2.2.1 Nominalphrasen

NominalphrasenNominalphrase enthalten ein Substantiv oder ein Pronomen als Kopf. Zu einem Substantiv tritt in der Regel noch ein Artikel hinzu.

Erweiterungen sind möglich durch

(22) a. Adjektive: die fette, faule Katze b. Genitiv-NP: die Katze des Nachbarn c. PP: die Katze vom Nachbarn d. Adverbien: die Katze dort e. Sätze (z.B. Relativsätze): die Katze, die gerade eine Maus gefressen hat

Diese Erweiterungen einer NP werden traditionell Attribute genannt, je nach Art des erweiternden Elements spricht man daher von einem Adjektiv-Attribut, Genitiv-Attribut, PP-Attribut, Adverb-Attribut und einem Attributsatz.

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