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Michael Hennemann GoPro
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3.2GoPro Hero4
Die Hero4 wird in den beiden Modellvarianten Silver und Black angeboten. Neu bei beiden Modellen ist eine überarbeitete Menüführung, bei der die seitlich am Gehäuse untergebrachte Settings-/Tag-Taste einen schnellen Zugriff auf das Einstellungen-Menü für die Aufnahmeparameter des aktuellen Kameramodus ermöglicht.
Bei laufender Kamera dient die neue Settings-/Tag-Taste zum Markieren besonders gelungener Momente, um die Video-Nachbearbeitung zu vereinfachen. Mit der kostenlosen Schnittsoftware GoPro Studio (siehe Kapitel 12 ab Seite 227) sind die markierten Stellen dann bequem mit ein paar Mausklicks gefunden und schnell zu einem dramatischen Video zusammengefügt. Weitere Verbesserungen sind die QuikCapture-Funktion zum Einschalten der Kamera und Starten der Aufnahme mit nur einem Tastendruck sowie energiesparendere Wi-Fi- und Bluetooth-Funkverbindungen. Die beiden Hero4-Modelle weiten die Protune-Einstellungen auf Fotos aus, und so können anspruchsvolle Fotografen diverse Aufnahmeparameter wie ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich oder Verschlusszeit bei Bedarf manuell einstellen.
Die neuen Fotomodi Night Photo (Nachtaufnahme) und Night Lapse (Nachtzeitraffer) erlauben zudem Belichtungszeiten von bis zu 30 Sekunden, damit stimmungsvolle Einzel- oder Zeitrafferaufnahmen bei wenig Licht gelingen. Die Videoqualität bei Aufnahmen unter schwachen Lichtverhältnissen oder dem Wechsel zwischen gut und schlecht beleuchteten Bereichen verbessern soll die Auto Low Light genannte Funktion, bei der die Kamera automatisch die Bildrate anpasst, um eine optimale Belichtung zu erzielen.


Sowohl die Hero4 Silver als auch die Hero4 Black werden in drei verschiedenen Editionen angeboten. Der Lieferumfang der Standard-Ausführung umfasst neben Kamera, Akku und USB-Kabel noch das bis 40 m Tiefe wasserdichte Polycarbonat-Gehäuse, eine Skeleton-Rückklappe, bei der Hero4 Silver zusätzlich eine bis 3 m Tiefe wasserdichte Touchklappe, jeweils eine gerade und eine gebogene Klebehalterung sowie Schnellspannschnallen und einen 3-Wege-Schwenkarm. Eine WLAN-Fernbedienung, wie sie noch zum Lieferumfang der Hero3+ Black Editon gehörte, muss allerdings in jedem Fall extra erworben werden (ca. 80 Euro).
Die Surf Edition wendet sich an Wassersportler und bringt statt der Klebehalterungen eine Surfboard-Halterung, eine FCS-Steckbefestigung und ein Kamera-Halterungsband mit. Für Konzertaufnahmen optimiert ist das Music-Paket, bei dem statt des Unterwassergehäuses eine Rahmenhalterung (»The Frame«) samt Objektivdeckel sowie anstelle der Klebehalterungen zwei abnehmbare Instrumentenhalterungen und eine Mikrofonständer-Halterung zum Lieferumfang gehören.
Hero4 Silver
Mit der Vorstellung der 2014er-Generation verschwimmt die klare Abgrenzung zwischen der Silver Edition als Mittel- und der Black Version als Oberklassemodell. Im Gegenteil: Die Hero4 Silver ist die erste und bislang einzige GoPro mit eingebautem Display zur Anzeige der Live-View-Vorschau und zur bequemen Menüsteuerung per Touchscreen – und das bei einem Gewicht von nicht einmal 150 g für die Kamera samt Akku und Unterwassergehäuse.
Die Gehäuseabmessungen und technischen Eckdaten übernimmt die Hero4 Silver vom Hero3+ Black Topmodell aus dem Vorjahr. Maximal möglich ist 4K-Video, allerdings nur mit 15 fps. Eine schnellere Framerate von 30 fps für die flüssige Darstellung schneller Bewegungen ohne Ruckler gibt es bis zur 2.7K-Auflösung. Bei Full HD ist eine Bildrate bis zu 60 fps für Zeitlupen möglich, bei 720p sind sogar 120 fps drin.

Unterm Strich ist die Hero4 Silver zurzeit sicherlich das universellste GoPro- Modell und für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete geeignet. Dank ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses dürfte sie für die meisten Hobbyfilmer und Wochenendabenteurer die erste Wahl sein. Unbedingt gleich mitkaufen sollte man aber einen Ersatzakku, denn die Laufzeit ist recht kurz: Eine Akkuladung reicht für etwa 1,5 Stunden Videoaufnahme (bei 2.7K-Auflösung).
Hero4 Black
Aushängeschild der GoPro-Familie in puncto maximale Videoqualität bleibt die »schwarze« Version. Die GoPro Hero4 Black bietet eine reichhaltige Auswahlmöglichkeit unter unzähligen Aufnahmeformaten und ist die erste GoPro mit 4K-Videoauflösung mit 30 fps für die flüssige Darstellung von Bewegungen im Video.

In Full HD sind bis zu 120 fps möglich und man erhält so optimales Ausgangsmaterial für beeindruckende Zeitlupeneffekte in der Nachbearbeitung. Den mit der Hero3+ Black Edition eingeführten SuperView-Modus mit einem Blickfeld von nahezu 180° beherrscht die Hero4 Black hoch bis zur 4K-Auflösung.
Die Aufbereitung der Videodaten übernimmt ein neuer Prozessor, der laut GoPro doppelt so schnell arbeitet wie sein Vorgänger in der Hero3+ Black Edition. Die höhere Rechengeschwindigkeit hat allerdings ihren Preis, allen voran in der gesunkenen Akkulaufzeit. Bei hochauflösenden 4K-Aufnahmen mit 30 fps macht der Akku nach nur etwa einer Stunde schlapp.



4Die Bedienung der GoPro-Kameras
GoPro-Kameras haben zunächst einmal wenig mit konventionellen Camcordern oder Fotoapparaten gemein. Der Kasten von der Größe einer etwas zu dick geratenen Streichholzschachtel ist mit einem hervorstehenden Objektiv sowie einem kleinen Statusdisplay ausgestattet, das über die aktuellen Kameraeinstellungen informiert und in Verbindung mit den drei Bedienknöpfen vorne, oben und an der Seite zur Menüsteuerung dient. Trotz des eher spartanischen Erscheinungsbildes verfügen die Kamerawinzlinge über einen riesigen Funktionsumfang und sind zu absolut professionellen Ergebnissen in der Lage, wie nicht zuletzt der Einsatz in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen beweist. Die folgenden Seiten zeigen Ihnen die grundlegenden Handgriffe im Umgang mit den GoPro-Kameras.
4.1Erste SchritteDie notwendigen Handgriffe, um die neue GoPro-Hero-Kamera einsatzbereit zu machen und die ersten Videos oder Fotos aufzunehmen, beschränken sich auf ein Minimum. Zusätzlich benötigen Sie aber unbedingt noch eine Speicherkarte, die leider nicht zum Lieferumfang gehört. Weitergehende Informationen zur Auswahl einer geeigneten Speicherkarte finden Sie im Info-Kasten auf Seite 39.
1 Beim Auspacken der Kamera machen Sie die erste Bekanntschaft mit dem GoPro-Halterungssystem, denn die Kamera sitzt unter der Plastikabdeckung der aufwendig gestalteten Verpackung samt Unterwasserschutzgehäuse auf einer Plastikhalterung. Drücken Sie daher die seitlichen Enden der Schnellverschlussschnalle zusammen und schieben Sie die Kamera aus der Halterung.


2 Anschließend muss die Hero aus dem wasserdichten Gehäuse entnommen werden, um die Klappe des Akkufachs und den Einschubschlitz für die Speicherkarte freizulegen. Ziehen Sie dazu den vorderen Teil der schwarzen Verriegelung mit leichtem Druck nach oben, bis der hintere Teil hörbar ausrastet. Nun lässt sich die Rückwand des Unterwassergehäuses herunterklappen und Sie können die Hero entnehmen.
3 Die Speicherkartenöffnung und die Anschlüsse finden Sie bei den Hero-Modellen 3/3+ und 4 unter der Plastikabdeckung auf der (von hinten gesehen) linken Seite. Sie kann einfach durch das Unterhaken mit dem Fingernagel abgenommen werden. Da sie nicht fest mit dem Gehäuse verbunden ist, muss man sehr gut darauf achtgeben, sie nicht zu verlieren.


Welche Speicherkarte kaufen?
Mit dem ständig wachsenden Leistungsumfang der Hero-Kameras ist auch der Anspruch an die Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarten gestiegen. Damit die anfallenden Videodateien fehlerfrei abgespeichert werden können, gelten folgende Mindestvoraussetzungen:
■ HD Hero 960 und HD Hero: SD-Karten der Klasse 4 bis zu 32 GB.
■ HD Hero2: SD-Karten der Klasse 4 bis zu 32 GB, für 0,5 Sek. Zeitrafferintervall, 10/1-Fotoserie und Protune-Modus sind Karten der Geschwindigkeitsklasse 10 erforderlich.
■ Hero3 White Edition: microSD-Karten der Klasse 4 bis zu 64 GB, Klasse 10 für 0,5 Sek. Zeitraffer erforderlich.
■ Hero3 Silver/HERO: microSD-Karten der Klasse 4 bis zu 32 GB, für 0,5 Sek. Zeitraffer ist Klasse 10 Voraussetzung.
■ Hero3 Black/Hero3+/Hero4: microSD-Karten der Klasse 10 bis zu 64 GB.
Auf der sicheren Seite und auch für längere Videodrehs oder umfangreiche Zeitrafferaufnahmen gut gewappnet sind Sie für alle GoPro-Kameras ab der Hero3 mit einer 32-GB-Speicherkarte der Geschwindigkeitsklasse 10.
Entscheiden Sie sich unbedingt für ein Produkt von Markenherstellern wie SanDisk oder Lexar aus einem seriösen Shop und widerstehen Sie der Versuchung, durch den Griff zu einem vermeintlichen Schnäppchen ein paar Euro sparen zu wollen. Es werden zahlreiche Fälschungen angeboten, und nicht jede Billigkarte erreicht die angegebene Geschwindigkeit.


Damit Sie das volle Potenzial der aktuellen Hero4-Kameras wie 4K-Aufnahmen mit 30 fps oder Full-HD-Videos mit 120 fps nutzen können, muss allerdings unbedingt eine ausreichend schnelle und vor allem zuverlässige microSD-Karte in der Kamera stecken. Empfehlungen für optimale Speicherkarten, die die reibungslose Funktion Ihrer Hero-Kamera und optimale Ergebnisse garantieren, finden sich auf der GoPro-Website unter http://de.gopro.com/support/articles/software-update-release.
4 Schieben Sie nun die Speicherkarte mit dem Etikett zur Kameravorderseite zeigend vorsichtig in den Kartensteckplatz, bis sie einrastet. Zum Entnehmen müssen Sie die Speicherkarte mit dem Fingernagel sanft drücken, um die Verriegelung wieder zu lösen. Die Karte springt daraufhin weit genug aus dem Schlitz heraus, damit Sie sie herausziehen können.


Speicherkarte einlegen bei der GoPro Hero
Das Einsteigermodell Hero unterscheidet sich im Aufbau etwas von den übrigen GoPro-Kameras. Es verfügt über einen fest installierten, nicht entnehmbaren Akku und ist in das Unterwasserschutzgehäuse integriert. Den Speicherkartenschacht finden Sie auf der Rückseite, und nach dem Öffnen der Rückklappe können Sie die Speicherkarte (deren Etikett muss in Richtung des GoPro-Logos zeigen) mit leichtem Druck einschieben, bis sie merklich einrastet.
5 Drehen Sie die Kamera nun mit der Unterseite nach oben und schieben Sie den Riegel der Akkufachabdeckung in Pfeilrichtung, um den Deckel zu öffnen. Schieben Sie den Akku dann in das Fach, bis er einrastet. Schließen Sie den Deckel wieder.


6 Stecken Sie nun das mitgelieferte USB-Kabel in die entsprechende Buchse an der GoPro Hero und verbinden Sie sie mit einem Computer oder einem separaten Ladegerät, um den Akku vor dem ersten Gebrauch vollständig zu laden.
7 Sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist, erlischt die rote Kontrolllampe neben dem Statusdisplay auf der Kameravorderseite und Sie können die Kamera vom USB-Kabel trennen. Vergessen Sie nicht, die Plastikabdeckung wieder draufzusetzen.
8 Drücken Sie nun die Ein-/Modus-Taste unterhalb des Statusdisplays auf der Kameravorderseite, um die GoPro Hero einzuschalten. Die Kamera erwacht zum Leben, und die roten Statusleuchten auf allen Seiten des Gehäuses blinken — akustisch begleitet von drei Signaltönen — auf.


9 Auch das Statusdisplay auf der Kameravorderseite wird aktiviert und signalisiert durch die Anzeige des Filmkamera-Symbols, dass sich die Kamera im Videoaufnahmemodus befindet. Eine Erklärung, was die verschiedenen Angaben auf dem Statusdisplay im Einzelnen bedeuten, finden Sie ab Seite 54. Sie brauchen nun nur noch die rote Auslöser-/ Auswahl-Taste oben auf der Kamera zu drücken, um die Aufnahme zu starten.
10 Drücken Sie die Auslöser-/Auswahl-Taste erneut, um die aktuelle Videoaufnahme zu beenden.
11 Drücken und halten Sie zum Ausschalten der GoPro die Ein-/Modus-Taste für etwa 2 Sekunden. Der Vorgang wird wiederum durch das Aufblinken der roten Status-LEDs und mit Signaltönen bestätigt und die Kamera ausgeschaltet.
4.2Die Knöpfe und Anschlüsse der Hero4 im Überblick
















Eine der Stärken der GoPro Heros ist sicherlich das durchdachte und über die Jahre immer weiter perfektionierte Bedienkonzept, das sich wohltuend von der oft unübersichtlichen Menüstruktur anderer Actioncam-Hersteller abhebt. Es beschränkt sich auf nur drei Tasten und erlaubt bereits nach kurzer Eingewöhnung eine sehr komfortable Steuerung der Kamera, und die gewünschten Aufnahmeeinstellungen sind schnell vorgenommen.


Nachfolgend zeige ich Ihnen die Bedienung am Beispiel der aktuellen GoPro-Hero4-Generation. An der grundlegenden Navigation mit Ein-/Modus-Taste und Auslöser-/Auswahl-Taste hat sich dabei im Vergleich zu den Vorgängergenerationen nichts geändert, an der Menüstruktur aber schon, und wenn Sie ein älteres Kameramodell nutzen, finden Sie die erforderlichen Handgriffe in der Bedienungsanleitung zu Ihrer Hero, die Sie auf der GoPro-Website unter folgendem Link herunterladen können: http://de.gopro.com/support/product-manuals-support.
Die Ein-/Modus-Taste auf der Kameravorderseite dient, wie schon beschrieben, zunächst einmal zum Ein- und Ausschalten der Kamera. Bei eingeschalteter Kamera wählen Sie damit zusätzlich den gewünschten Kameramodus, und mit jedem Druck wechseln Sie zum jeweils nächsten Aufnahmemodus, der in Form eines Symbols auf dem Statusbildschirm angezeigt wird:






