Renate Welsh Johanna
Johanna
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Renate Welsh Johanna

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Die werden noch schauen. Alle.

In der Küche standen sechs Paar neue Schuhe, die musste Johanna mit Schuhcreme einschmieren, damit sie nicht gleich beim ersten Tragen Flecken bekamen. Ein Paar für den Bauern, ein Paar für die Bäuerin, ein Paar für Maria, ein Paar für jeden der Söhne. »Hau nicht so herum mit der Bürste«, sagte die Bäuerin. »Du machst sie noch hin.«

Als die Bäuerin gegangen war, schleuderte Johanna die Bürste in den Karton mit dem Schuhputzzeug.

Sie nahm eine Handvoll Zucker aus dem Eimer und lutschte daran. Das half auch nicht.

Romana sah sie den ganzen Tag lang nicht. Sie war fast froh darüber.

Am nächsten Abend aber kam Romana eben vom Läuten, als Johanna die Kühe heimtrieb. Romana winkte und lachte. Es nahm Johanna fast den Atem, dass sie so tun konnte, als sei nichts gewesen. Romana erzählte vom Ringelspiel und von dem Burschen, der ihr die ganze Zeit nachgegangen sei.

»Was ist los?«, unterbrach sie sich. »Du schaust so sauer.«

»Das weißt du genau«, begann Johanna und kam sich plötzlich lächerlich vor. Als ob es wirklich die natürlichste Sache der Welt wäre, einem Menschen ein Geheimnis herauszulocken und es dann auszuplaudern.

Romana lächelte. »Im Frühjahr, wenn in Köttlach Kirtag ist, kannst du vielleicht auch gehen.«

»Ich pfeif auf den Kirtag! Das ist es nicht. Du hast …«

»Ich glaube, du spinnst«, sagte Romana. »Die Hemma hat recht. Du spinnst wirklich.« Sie wandte sich ab, ging ein paar Schritte, blieb stehen, drehte sich um.

»Wenn du vielleicht glaubst, du bist was Besonderes, dann …«

»Du bist eine Tratschen!«, schrie Johanna.

Romana kam wieder zurück. »Also das ist es. Ich habe es doch nur der Hemma erzählt, weil sie gesagt hat …«

»Aber du hast mir versprochen …«

Romana brachte es fertig, gekränkt dreinzuschauen, »Ich hätte auch nichts gesagt, wenn sie nicht so über dich geredet hätte. Ich habe es ihr gesagt, weil ich zu dir halte! Dass du so undankbar bist, das hätte ich nie gedacht.«

Eine Kuh begann, die Geranien der Frau Faßbinder anzufressen.

Johanna rannte zu ihr hin und klatschte ihr den Haselstecken über den Rumpf. Die Kuh sprang zur Seite.

Maria kam aus dem Hoftor. Johanna war froh, dass sie einen Grund hatte wegzugehen. Sie ließ Romana einfach stehen und trieb die Kühe in den Stall.

Rolf sprang winselnd und bellend an ihr hoch, als sie ihm sein Futter hinstellte. »Ist schon gut, Rolfi, ist schon gut.«

Sie kämpfte mit den Tränen.

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