Thomas Junker Zwanzig Stunden in Tibet
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Thomas Junker Zwanzig Stunden in Tibet

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Zwanzig Stunden in Tibet

Traum und Trauma einer Filmexpedition

Thomas Junker

Inhalt

PROLOG

TRAUMA – TEIL 1: SCHMERZEN

TRAUM – TEIL 1: VON ISLAMABAD BIS KASHGAR

TRAUMA – TEIL II: DAS ERSTE KRANKENHAUS – NEW TINGRI

TRAUM – TEIL II: VON KASHGAR BIS MAZAR

TRAUMA – TEIL III: DAS ZWEITE KRANKENHAUS – LHAZE

TRAUM – TEIL III: VON MAZAR BIS DAHONGLIUTAN

TRAUMA – TEIL IV: DAS DRITTE KRANKENHAUS – SHIGATZE

TRAUM – TEIL IV: VON ALI ZUM MOUNT EVEREST

TRAUMA – TEIL V: DIE ERLÖSUNG

EPILOG

Bildtafeln

Reiseroute - Karten

Über den Autor

Originalausgabe: 1. Auflage 2008

Print: ISBN 978-3-939611-31-8

eBook EPUB: ISBN 978-3-96285-116-3

eBook MOBI: ISBN 978-3-96285-117-0

Copyright © 2008/2020 by Salier Verlag, Leipzig u. Hildburghausen und Thomas Junker

Alle Rechte vorbehalten.

Umschlaggestaltung: Christine Friedrich-Leye, Leipzig

Karten: Kartographisches Büro Borleis & Weis, Leipzig

Abbildungen: © Thomas Junker, Charly Hafele, Steffen Müller

Herstellung: Salier Verlag, Bosestr. 5, 04109 Leipzig

www.salierverlag.de

Weitere Informationen zu den Filmen von Thomas Junker, aktuelle Projekte und weitere Fotografien der Tibet-Expedition „Wo die Erde den Himmel küsst“ finden Sie unter:

www.thomasjunker.de

PROLOG

Dieser Anblick, er war grandios. Er fesselte mich, berauschte meine Sinne. Wir standen in Tibet auf einem Hügel östlich des Pang-La-Passes auf 5 350 m Höhe. Unter uns, in einigen Tälern, gingen Schneeschauer nieder. Dahinter in einer majestätischen, ja göttlichen Pracht der Hauptkamm des Himalajagebirges mit dem Berg der Berge, dem 8 850 m hohen Mount Everest. Darüber das satte Blau des Himmels mit einigen wenigen weißen Wolken.

Lässt sich dieser Anblick mit etwas anderem vergleichen, wenn man Berge liebt? Ich hatte viel erwartet von jenem Augenblick. In Vorbereitung auf die Expedition viele Bilder gesehen, Geschichten gelesen und Erzählungen gelauscht. Aber dann stand ich gemeinsam mit meinem Freund und Filmexpeditionspartner Steffen Müller dort oben und konnte diesen Anblick kaum fassen. Nicht in Worte und auch nicht in seiner wahrhaften Dimension. Zu gewaltig waren die Gefühle, zu groß das Panorama. Eine Vielzahl an Sechs- und Siebentausendern, dazu gleich sechs Achttausender. Im Osten der Kanchenzönga, in Richtung Westen folgend Makalu, Lhotse, Mount Everest, Cho Oyu und Shisapangma.

Noch am Morgen waren wir zu Gast im Kloster Rhongbuk am Fuße des Mount Everest gewesen, hatten dort für meine fünfteilige MDR-Reportage „Wo die Erde den Himmel küsst“ gedreht. Es war der 35. Tag unserer Filmexpedition, die uns vom pakistanischen Islamabad über den Karakorum-Highway ins chinesische Kashgar und weiter am Südrand der Taklamakan-Wüste nach Dahongliutan und schließlich über das Tibetische Hochland zum Everest führte. Unsere weiteren Stationen sollten Lhasa und schließlich weit im Norden Golmud sein.

Wir wollten für den Mitteldeutschen Rundfunk einen Film über Land und Leute produzieren – eine Reportage drehen, in der wir die Herzen und Seelen der Menschen porträtieren wollten, die wir am Wegesrand treffen würden.

Doch diese Reise war in vielerlei Hinsicht eine extreme. Wochenlang bewegten wir uns in Höhen zwischen 4 300 und 5 400 m. Allein sieben Jahre hatte es gedauert, bis wir endlich die Genehmigung für die erste Durchquerung Tibets mit Motorrädern und Filmkamera erhielten. Für eine Strecke, über die es bis zum Jahr 2001 so gut wie kein Filmmaterial gab. Unsere beiden Motorräder waren dabei eigenartiger Weise der Schlüssel für die Erteilung der Drehgenehmigung.

Dass wir diese Filmexpedition nur in Begleitung eines staatlich verordneten Aufpassers unternehmen durften, sollte eine Belastung, aber zugleich auch Glück sein. Denn Minuten nach dem traumhaften Erlebnis oberhalb des Pang La wurde die Reise zu einem Trauma. Steffen brach mit grauenvollen Schmerzen, wie er sie bis dahin nicht gekannt hatte, zusammen. Es sollten 20 Stunden folgen, in denen der Jeep und der tibetische Fahrer des chinesischen Offiziellen zur entscheidenden, lebensrettenden Rolle werden sollten.

Es waren 20 Stunden voller Ungewissheit, Verzweiflung, Angst, gefühllosem Funktionieren, unbeschreiblichen Schmerzen sowie endlosen Kilometern durch das nächtliche Tibet auf der Suche nach einem Arzt. Und es waren Stunden voller Entscheidungen und Erfahrungen, die wir nie wieder in unserem Leben treffen wollen.

Das alles geschah im Jahre 2001. Nun, sieben Jahre später, schreibe ich dieses Buch, bevor die Erinnerungen sich verklären, Details verloren gehen. Die dramatische Rettungsaktion, sie findet emotional vielleicht erst mit diesen Zeilen ein Ende für Steffen und mich. Mag sein, dass unsere Expedition erst jetzt wirklich beendet ist.

Die Wochen bis zum Unglückstag am Pang La, in denen wir durch das Karakorum-Gebirge, den Westen Chinas und schließlich durch Tibet fuhren, sie waren ein Traum, zeigten vor allem Tibet von einer Seite, wie es bis dahin kaum bekannt war.

Auch darüber will ich berichten. Denn im Jahr 2008, dem Jahr der Olympischen Spiele in Peking, scheint Tibet in eine Unruhe gekommen zu sein, wie wir sie nicht erlebt haben. Vieles, was in diesem Zusammenhang über die Medien transportiert wird, erscheint mir so fremd, haben wir doch andere Erinnerungen an Tibet.

In die Ereignisse zwischen Traum und Trauma im Jahr 2001 fielen zu allem Überfluss auch noch die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington D.C. Am 11. September waren wir in Shinquanhe im Westen Tibets. Nur durch ein Telefonat erfuhren wir von den Ereignissen. Die nächsten Tage waren wir in Sachen Kommunikation von der Außenwelt abgeschnitten. Was war wirklich in Amerika geschehen, wie würde die Welt reagieren, wie vor allem die USA? Würde es Angriffe auf das nahe Afghanistan geben, und wenn ja, wann? Und wie würde sich China positionieren? Mögliche Fluchtwege Richtung Süden nach Indien und Nepal sollten uns tagelang beschäftigen.

Leipzig, im Sommer 2008

Thomas Junker

TRAUMA – TEIL 1: SCHMERZEN

Die Abfahrt von unserem prächtigen Aussichtshügel hinunter zum Pang-La-Pass dauert keine zehn Minuten. Mit unseren beiden geländetauglichen Motorrädern der Marke KTM Adventure 640 ist es ein feiner Spaß. Am Pass selbst ist ein kleiner Holzverschlag. Straßenarbeitern dient er bei Stürmen als Notunterkunft. Heißen Tee und einen Teller Suppe gibt es immer. Da wir noch auf unseren staatlich verordneten Aufpasser John warten müssen, entschließen wir uns, auch einen Tee zu trinken.

Mit John ist es ein ewiges Katz- und Mausspiel. Eigentlich dürfen wir uns ohne ihn nicht bewegen. Aber er ist mit einem Jeep unterwegs, den er natürlich nicht selbst fährt, sondern vom Tibeter Gumbu steuern lässt, dem der Wagen auch gehört. Und das ist unser Vorteil: Mit unseren Motorrädern sind wir auf den oftmals miserablen Pisten wesentlich wendiger und schneller unterwegs. So kann ich meist ohne Erlaubnis filmen, was und wen ich will. Unser Vorsprung reicht fast immer aus, um Ausflüge in benachbarte Seitentäler oder auf umliegende Berge zu machen. Der Jeep chinesischer Bauart kommt zwar überall durch und auch an, dies aber mit atemberaubender Langsamkeit. Gumbu schont seinen Wagen, er ist ihm wichtig. Und längst hat auch er den Vorteil für uns entdeckt, steuert dem nicht entgegen.

John ist dies ein Dorn im Auge und wir alle bekommen regelmäßig mahnende Worte zu hören. Aber erstens haben wir uns daran gewöhnt, zweitens wissen wir, dass den harten Worten keinerlei negative Konsequenzen folgen. Und drittens ist die Auswahl des Autos nicht unsere Angelegenheit. So haben wir auf dem Hügel oberhalb des Pang La nicht nur diese traumhafte Aussicht genossen, sondern auch reichlich Filmaufnahmen gedreht.

Aber all diese Gedanken sind an jenem schönen 19. September 2001 um 13.30 Uhr auf einen Schlag verflogen, völlig unwichtig. Beim Eintritt in die Hütte, noch bevor wir uns auf die einzige Sitzgelegenheit, eine Pritsche ohne Matratze, setzen können, bricht Steffen Müller schmerzverzerrt zusammen. Er krümmt sich, windet sich, bringt kein Wort hervor.

Die tibetischen Arbeiter blicken Steffen entsetzt an. Keiner spricht ein Wort. Es ist eine qualvolle Stille, die nur von Steffens Stöhnen unterbrochen wird. Nach wenigen Minuten lassen die Krämpfe ein wenig nach. Steffen spricht ein paar Worte, beschreibt die Schmerzen als etwas, was er noch nie in dieser Heftigkeit gespürt hat.

Mir schießen tausend Gedanken durch den Kopf; teils wirr, ohne logische Verbindung zueinander. Es fällt mir schwer, beim Anblick seines Leidens klar zu denken. Was hat er? Woher kommen die Schmerzen? Ist es die Höhe? Nein, sie kann es nicht sein. Wir sind schon so viele Tage jenseits der 4 000-Meter-Marke. Das sollte uns körperlich keine Probleme mehr bereiten. Oder doch? Vielleicht haben wir gestern Abend etwas Schlechtes gegessen oder verunreinigtes Wasser getrunken? Ja, das wäre eine Erklärung. Aber Steffen spricht von Schmerzen, wie er sie noch nie hatte. Und er, der mich nun schon seit fünf Jahren auf all meinen Filmreisen begleitet hat, mit dem ich gemeinsam in 99 Tagen auf Motorrädern um die Welt gefahren bin, der mich zum Nord- und Südpol begleitet hat, mit dem ich auch einen Film über die Dakar-Rallye gedreht habe, nein er, dieser Steffen Müller, würde wegen einer Magenverstimmung nicht solche Gefühle zeigen. Steffen ist ein sehr lebenslustiger, fröhlicher, aber eben auch ein stiller Mensch. Es muss etwas Ernstes sein.

Sehr zu unserer Beruhigung stabilisiert sich Steffens Lage, werden die Schmerzen erträglich. Für ein paar Minuten ruht er sich auf der Pritsche aus, trinkt etwas Tee. Nach einer Viertelstunde beschließen wir beide, dass es besser für ihn sei, in tiefere Lagen, ins Tal zu kommen. Der Sauerstoffgehalt hier oben ist sehr gering, mit jedem Meter tiefer wird es besser. Das kann Steffen zumindest nicht schaden.

Ich helfe ihm auf sein Motorrad. Zum Glück springt es ohne Murren an und Steffen entschwindet mit dem Mut des Verzweifelten talwärts. Nun heißt es, auf John und Gumbu zu warten. So sehr ihre Verspätung mir in all den Tagen gefallen hat, jetzt nervt sie! Wo bleiben sie nur? Die Strecke vom Kloster Rhongbuk am Everest ist in einem katastrophalen Zustand. An einer Stelle versucht man, einen abenteuerlichen, kleinen Tunnel in den Fels zu sprengen. Aber heute gab es keine Detonationen, also auch keine kurzfristigen Sperrungen der Strecke.

Jede Minute kommt mir endlos vor. Aber ich habe John versprochen, hier am Pang La auf ihn zu warten, keinen Ärger zu machen. Dennoch, ich will zu Steffen, ihn nicht ausgerechnet jetzt alleine lassen. Mich beschleicht ein schlechtes Gefühl. Steffen hatte die vergangenen acht Tage immer mal wieder Bauchschmerzen. Aber nur für ein oder zwei Stunden. Natürlich haben wir dieser Tatsache Beachtung geschenkt. Und deshalb nimmt er auch bereits seit drei Tagen Antibiotika. Jedoch nicht, weil ein Arzt uns das so geraten hätte. In der Region zwischen dem Shisapangma und dem Everest gibt es keinen Arzt. Und es gibt auch kein Telefon, mit dem wir uns einen ärztlichen Rat hätten holen können. Wir waren und sind auf uns allein gestellt.

Seit mehr als zehn Jahren unternehme ich Expeditionen und Reisen in ferne Länder. Die Furcht vor einer solchen Situation, sie reist immer mit. Natürlich versucht man vor jedem Start das Risiko zu minimieren, lässt sich von Jahr zu Jahr intensiver ärztlich untersuchen. Aber man kann nicht alle Risiken ausschließen. Uns war das immer bewusst. Vollkasko gibt es bei solchen Abenteuern nicht. Gut, wir hätten unser Team erweitern können um eine dritte Person, um einen Arzt. Aber genau das ist der Knackpunkt. Weitere Personen im Team, etwa ein Kameraassistent, würden die eigene Arbeitsbelastung spürbar senken. In unserem Zwei-Mann-Team ist Steffen für die Fahrzeuge zuständig und hilft mir bei den Dreharbeiten. Mir fallen die Organisation der Reise und die Dreharbeiten zu. Eine größere Mannschaft würde jedoch die Dreharbeiten vor Ort eher erschweren. Zum Einen wird die Flexibilität schwieriger, zum Anderen haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Kontakt, die Nähe zu den Menschen so am einfachsten ist. Dann dreht sich das Geschehen meist nur für kurze Zeit um uns Fremde. Nach ein paar Minuten kann ich mich voll auf die Dreharbeiten konzentrieren. Für meine Filme ist mir das sehr wichtig: Ich will die Menschen porträtieren, sie so zeigen, wie sie leben, in ihrem normalen Umfeld.

Nach zehn Minuten hat das Warten ein Ende. Ich berichte John von Steffens Schmerzen und bitte ihn, dass wir so schnell wie möglich einen Arzt suchen müssen. Seine erste Reaktion entmutigt mich. Er weiß nichts von einem Arzt in der Umgebung. Ich steige auf mein Motorrad und fahre los. Doch weit komme ich nicht. Keine 150 Höhenmeter tiefer, in einer sanften Kurve, liegt Steffen im Gras. Das Motorrad hat er noch, pflichtbewusst wie er ist, aufgebockt. Doch der Anblick schockiert mich. Wieder krümmt sich Steffen vor Schmerzen, stöhnt, bringt kaum Worte hervor, ringt nach Luft.

Wer Steffen kennt, der weiß: Wenn er von seinem geliebten Motorrad steigt, dann muss die Lage bitterernst sein. Zum Glück ist unser Begleitfahrzeug gleich zur Stelle. Gumbu überblickt sehr schnell die Situation, obwohl wir uns nicht direkt verständigen können. Er spricht nur tibetisch und chinesisch, was ich wiederum nicht beherrsche. So müssen wir immer den Umweg über John gehen. Aber nie weiß ich wirklich, was er übersetzt und was nicht. Gumbu jedenfalls fängt sofort an, seinen Jeep so umzuräumen, dass Platz für Steffen wird. Sachen, die auf der hinteren Sitzbank verstaut sind, wandern auf die kleine Pickup-Ladefläche. Er hantiert sehr schnell und treibt seinerseits John an, der überfordert scheint und erst zur Mitarbeit aufgefordert werden muss.

Ich baue derweil einige Sachen wie die GPS-Satelliten-Navigation und den Tankrucksack ab, platziere das Motorrad so, dass es nicht aus Versehen umgefahren werden kann. Sichere es, so gut es eben in solch einer Situation geht, gegen Diebstahl. John krabbelt schließlich im Auto nach hinten, Steffen bekommt den Beifahrersitz. Wir wollen unten im Tal in die 50 km entfernte Ortschaft New Tingri fahren. Dort könnte es einen Arzt oder sogar ein Krankenhaus geben, so deute ich zumindest die Worte von Gumbu. John, der ein gutes Englisch beherrscht, ist mir in diesen Stunden nicht immer ein nützlicher Begleiter. Zu lange dauert es, bis er übersetzt. Manchmal muss ich drei, vier Minuten warten, bis eine Frage beantwortet wird. Minuten, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, denn es müssen Entscheidungen getroffen werden. Auch jetzt bekomme ich keine klaren Aussagen von ihm. Aber Gumbu ruft immer wieder die Worte: „New Tingri, New Tingri!“ Und mit seinen Händen bedeutet er mir, schnell zu sein. Also fahren wir los. Ich mit dem Motorrad vorneweg, die drei hinterher. Noch sind wir im Mount-Everest-Nationalpark. Am Parkeingang will ich versuchen, einen Rettungshubschrauber zu organisieren. Die Fahrt wird für Steffen zu einer unsäglichen Qual. Jeder Schlag, jeder Stoß schmerzt ihn aufs Äußerste. Die Piste hält viele davon parat.

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