Silvia Hartmann Energy EFT
Energy EFT
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Silvia Hartmann Energy EFT

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Wenn Sie mit Energy EFT beginnen, so empfehlen wir, sie zunächst an Problemen auszuprobieren, die Sie wirklich in Ihrem Körper spüren, denn Probleme, die schmerzhafte Emotionen verursachen, sollten so schnell wie möglich bearbeitet werden; außerdem lässt sich leicht wahrnehmen, wie sich diese starken Empfindungen zu verändern beginnen, sobald wir EFT anwenden.

Generell lautet die goldene Regel für erfolgreiche EFT-Set-ups, dass die Eröffnungsaussage eine emotionale Qualität haben sollte. Sie müssen körperlich spüren können, dass da etwas ist, was gelöst werden will.

Wenn man das Set-up nicht fühlen kann, dann wird sich auch nichts verändern. Auf „nichts“ zu klopfen bringt genau das – nichts. Klopfen wir auf etwas, was wir „ein bisschen“ spüren können, dann wird die EFT-Sequenz dazu führen, das wir uns „ein bisschen“ besser fühlen. Klopfen wir aber auf etwas, was wir wirklich stark spüren, dann können wir auch starke, eindrucksvolle Erfolge erreichen. Also:

Der emotionalen Beteiligung oder „Ladung“ kommt die größte Bedeutung zu, nicht etwa einer besonders geschickten Wortwahl.

Nicht mit „Stressaussagen“ klopfen!

Wie wir bereits gesehen haben, bringen Menschen unter Stress eine Menge Stressaussagen hervor; das ist völlig normal. Meist handelt es sich dabei um eine ganze Flut negativer Aussagen, die scheinbar endlos hervorströmen und immer negativer werden, je höher das Stressniveau steigt.

Stellen Sie fest, dass Sie sich in einer emotionalen Verfassung befinden, in der „alles ganz schrecklich“ ist und sich nach einer endlosen Liste von Nöten und Beschwerden anhört, dann sind Sie sehr gestresst und sollten zuallererst Stressabbau betreiben.

Wenden Sie dafür die Energy-EFT-Klopfsequenzen zum Stressabbau an, die wir auf Seite 37 ff. bereits ausführlich besprochen haben, und zwar so lange, bis Sie sich so weit beruhigt haben, dass Ihnen klar wird, was denn eigentlich das Problem ist.

Ein Beispiel

Ich hatte einmal mit einer jungen Frau zu tun, die sich so schrecklich über ihren Freund aufregte, dass sie ihn mit den übelsten Schimpfwörtern belegte, ihm unterstellte, sich nichts aus ihr zu machen, und sich am Ende selbst die Schuld gab, nach dem Motto: „Warum gerate ich immer an die falschen Männer? Was stimmt nicht mit mir? Warum bin ich eine solche Idiotin? Ich wollte, ich wäre tot!“

Auch wenn sich jede dieser Aussagen auf den ersten Blick nach einer guten Eröffnungsaussage anhört, so handelt es sich doch nur um Stressaussagen. Nachdem die junge Frau erst einmal nur für „Stress“ geklopft hatte, war sie in der Lage, zu erkennen, was sie so in Rage gebracht hatte: Sie hatte ihrem Freund eine lange und sehr bedeutungsvolle Nachricht gesandt, worauf er lediglich geantwortet hatte: „Keine Zeit, ich ruf’ dich später an.“

Sie war schockiert, fühlte sich zurückgewiesen und regte sich furchtbar auf; für die nächste Klopfsequenz wählte sie daher die Worte „Schockiert, aufgeregt und zurückgewiesen!“ Dies half ihr zu erkennen, dass es sich dabei um ein Problem handelte, das sie ihr gesamtes bisheriges Leben begleitet hatte, und dass sie nun die Gelegenheit hatte, es zu lösen.

Sie klopfte weitere Runden mit „Ich bin liebenswert“ und schließlich „Ich liebe mich und andere lieben mich auch, vor allem mein Freund!“ und verbesserte damit ihren Energiefluss bis auf die positive Seite der Skala. Damit war der Tag gerettet – und ebenso ihre Beziehung.

Ich kann Ihnen daher nur noch einmal empfehlen:

Wenn Sie sehr gestresst oder emotional verstört sind, klopfen Sie zuerst einige Sequenzen einfach nur mit dem Wort „Stress“ als Set-up.

Langfristig werden Sie damit eine Menge Zeit sparen, Sie werden in der Lage sein, vor allem in der Selbsthilfe bessere, genauere und wirkungsvollere Eröffnungsaussagen zu formulieren.

Mit eigenen Worten formulieren

In der Ausbildung der EFT-Anwender betonen wir immer wieder, wie wichtig es ist, dass die Menschen ihre eigenen Worte benutzen, ihre ganz persönliche Art zu sprechen und niemals irgendetwas Künstliches oder Kompliziertes.

Diese Regel gilt auch, wenn Sie EFT als Selbsthilfetechnik anwenden: Sagen Sie es mit den Worten, mit denen Sie das Problem auch sonst normalerweise beschreiben.

Es ist wirklich ziemlich einfach, auch wenn wir immer wieder Fragen hören wie diese: „Ich habe Kopfschmerzen – welches Set-up soll ich verwenden?“ In diesem Fall ist das Set-up, zumindest für den Anfang, ganz klar: „Ich habe Kopfschmerzen!“

Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken über Ihre Probleme oder Ihr Set-up. Je direkter, unmittelbarer und ehrlicher Sie formulieren, desto besser wird Ihr Set-up funktionieren.

Emotionen und Probleme möglichst genau benennen

EFT funktioniert am besten, wenn wir es auf ein bestimmtes Problem, eine ganz bestimmte Emotion, ein Gefühl oder eine bestimmte Situation anwenden. Die Aussage „Ich habe Kopfschmerzen!“ ist als Ausgangs-Set-up klar genug; sie wird sicher dazu beitragen, Stress abzubauen. Vielleicht werden Sie sogar spüren, wie der Schmerz etwas weniger wird oder sich leicht verändert.

Danach sollte die Aussage aber konkretisiert werden, etwa so: „Ich spüre einen Druck auf der linken Seite meines Kopfes, direkt über meinem linken Auge“, oder als kurze Erinnerungsformel: „Druck über meinem Auge.“ Damit benennen wir den Ort des Schmerzes sehr genau und nach einer weiteren Klopfrunde nehmen Sie vielleicht wahr, dass der Druck sich verlagert hat, an eine andere Stelle gewandert ist und vielleicht nicht mehr so intensiv ist wie zuvor.

Konkretisieren Sie die nächste Aussage noch mehr, etwa so: „Ich spüre einen leichten Schmerz auf der linken Seite meines Kopfes, direkt über dem Ohr“, oder als Erinnerungsformel: „Leichter Schmerz über dem linken Ohr.“ Derartige „wandernde Empfindungen“ sind in Wirklichkeit Energieblockaden, die einen Pfad, zum Beispiel einen Meridian, „entlangwandern“ und die den Energiekörper vollständig verlassen müssen. Sind sie draußen, so verschwindet auch der Kopfschmerz.

Beenden Sie das Verfahren mit einer spezifischen positiven Aussage darüber, was Sie anstelle des Kopfschmerzes gerne fühlen würden, etwa so: „Ich möchte, dass mein Kopf sich leicht und klar anfühlt“, oder als Erinnerungsformel: „Leicht und klar!“ Damit gelangen Sie auf die positive Seite der SUE-Skala.

Dieses Präzisieren des Set-ups funktioniert bei allen anderen Problemen genauso.

Beispiel: Eine „schlechte“ Mutter?

Anstatt ein so allgemeines Set-up zu verwenden wie „Ich bin eine schlechte Mutter!“, greifen Sie ein spezifisches Ereignis heraus, das das Problem veranschaulicht. In einem Beispiel aus meiner Praxis ging es darum, dass eine Mutter vergessen hatte, ihren Sohn rechtzeitig vom Kindergarten abzuholen, und die Erzieherinnen mit Blicken und Bemerkungen dafür sorgten, dass sie sich sehr schlecht fühlte. Sie formulierte das Set-up „Die Blicke und Bemerkungen der Erzieherinnen sorgten dafür, dass es mir richtig schlecht ging“ sowie die Erinnerungsformel „Blicke und Bemerkungen“. Nach dem Klopfen damit ging es ihr bedeutend besser. Mit dem Satz „Ich bin eine sehr gute Mutter und liebe meinen Sohn“ gelangte sie in den positiven Bereich der SUE-Skala und erkannte, dass sie stark unter Stress gewesen war und dass sie künftig besser darauf achten sollte, dass sie ihren Sohn zuverlässig und pünktlich abholen konnte.

Arbeiten wir mit EFT und dem Energiestrom, so klopfen wir nicht einfach „unsere negativen Gefühle weg.“ Das kann nicht alles sein: Energy EFT anzuwenden bedeutet, sich selbst in die Lage zu versetzen, die Dinge mit mehr Verstand und Logik zu tun und auch die Energie zu haben, sie gut und richtig zu machen.

Die Mutter, die so unter Stress gestanden hatte, dass sie ihren Sohn im Kindergarten vergaß, klopfte nicht nur das Gefühl weg, eine schlechte Mutter zu sein; ihr wurde klar, warum ihr das passiert war und was sie tun konnte, um dies künftig zu vermeiden, genauer gesagt: um es besser zu machen. Wir können also die systemische Struktur von Energy EFT nicht nur dafür nutzen, dass es uns besser geht, sondern auch – und das ist sehr wichtig –, um die Dinge künftig besser zu machen.

Mit einem weiteren Beispiel, in dem es um eine Erinnerung geht, möchte ich nochmals veranschaulichen, wie wichtig es ist, genau zu sein. Dies funktioniert so mit allen Erinnerungen.

„Ich habe Angst vorm Fliegen.“

Das ist eine sehr allgemeine Eröffnungsaussage, die einiges an Stress abbauen wird, die jedoch nicht exakt genug ist, um das Problem wirklich ein für alle Mal zu lösen. Für ein gutes Set-up brauchen Sie eine ganz spezifische Erinnerung, etwa eine kürzlich gemachte Erfahrung mit dieser Angst vor dem Fliegen. Wann genau waren Sie in einer solchen Situation? Wo befanden Sie sich? Wie fing es an?

In meinem Fallbeispiel sagte die betroffene Person: „Das letzte Mal, als ich wirklich Angst bekam, befand ich mich auf einem Flug nach Amsterdam. Ich war sowieso schon nervös und beim Start schien das Flugzeug plötzlich abzusacken, es war wie auf einer Achterbahn, ich fühlte mich, als würde ich vor lauter Panik aus meiner Haut fahren.“

„Ich fühlte mich, als würde ich vor Panik aus meiner Haut fahren“ ist eine sehr gute Eröffnungsaussage; als Erinnerungsformel eignet sich: „Aus meiner Haut fahren.“

Das nachfolgende Beispiel ist ebenfalls sehr spezifisch, hier handelt es sich um Heuschnupfen, der einen Mann, der nie zuvor darunter gelitten hatte, im Alter von 53 Jahren ganz unvermittelt befiel.

Heuschnupfen

Was geschah zu dem genannten Zeitpunkt in seinem Leben? Er hatte gerade die Diagnose Hautkrebs erhalten. Erinnerte er sich an einen ganz bestimmten Augenblick, der alles veränderte? Der Mann antwortete: „Ich erinnere mich sehr genau, dass ich in der Arztpraxis war und der Arzt mir erklärte, dass es zwei Arten von Hautkrebs gebe, eine harmlose Variante und eine tödliche, und dass ich an der letzteren erkrankt sei. Danach kann ich mich an fast nichts mehr erinnern, nur daran, dass ich irgendwann auf dem Parkplatz vor einem voll erblühten Rhododendron stand, am ganzen Körper zitterte und keine Luft mehr bekam …“

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass Energy EFT Heuschnupfen nicht heilen kann und eine Krebserkrankung erst recht nicht. Es wirkt auf unser Energiesystem und hilft, den Energiekörper zu heilen, es löst Blockaden und Umkehrungen und stellt das ausgeglichene, gesunde Fließen der Energie im Energiekörper wieder her.

Dies wirkt sich auf den Körper mittels unserer Emotionen aus – körperliche Empfindungen ohne körperliche Ursache. Natürlich können wir den Zusammenhang zwischen dem Schock der Krebsdiagnose und der Atemnot vor einem voll erblühten Rhododendron und dem plötzlichen Auftreten von Heuschnupfen „wissenschaftlich“ nicht nachweisen, unser gesunder Menschenverstand sagt uns jedoch, dass dieser Zusammenhang durchaus Sinn ergibt.

„Ich weinte vor dem blühenden Busch“ war die Eröffnungsaussage, der Erinnerungssatz lautete schlicht: „Ich weinte.“ Es verwundert sicher niemanden, dass dieser Herr während des Klopfens zu weinen begann.

Bitte beachten Sie, dass dies eine normale und natürliche Reaktion ist, die auftritt, wenn blockierte Energie frei wird und Druck sich zu lösen beginnt. Weinen ist sogar ein natürliches Ventil für unser Energiesystem, um Druck abzulassen; und der Herr aus unserem Beispiel sagte nach der ersten EFT-Sequenz, dass er seit diesem Ereignis nicht mehr geweint habe. Er klopfte auch mit der Diagnose, die ihm so unglücklich eröffnet worden war, und Sie können sich vorstellen, dass dies eine Menge von dem Stress löste, den der Betroffene zwei Jahre lang mit sich herumgetragen hatte.

EFT vermag Erkrankungen wie Krebs und Heuschnupfen nicht zu heilen; wir nehmen damit jedoch dem Energiekörper seinen Stress; damit steht dem Betroffenen mehr Energie zur Verfügung, um die einzelnen Abschnitte seiner Krebsbehandlung besser zu überstehen, und das ist auf jeden Fall eine gute Sache.

Unser letztes Beispiel zum Thema Genauigkeit beim Formulieren von Eröffnungsaussagen handelt von einer einschränkenden Überzeugung, in unserem Fall von einem Teenager, der davon überzeugt war, nicht rechnen zu können und es auch nicht lernen zu können. Er hatte viele „Beweise“ dafür: schlechte Noten in allen Tests, die Unfähigkeit, mathematische Fragestellungen auch nur zu verstehen, und Fehlschläge auf der ganzen Linie bei sämtlichen mit Rechnen in Zusammenhang stehenden Aktivitäten in der Schule, mit privaten Nachhilfelehrern und anderen Versuchen, ihm zu helfen.

„Ich kann nicht rechnen lernen.“

Das ist eine allgemein formulierte Aussage, die die Spitze des Stresses nehmen kann; wir brauchen jedoch etwas Spezifischeres, womit sich das Problem wirklich lösen lässt. Was genau passierte, wenn dieser Jugendliche ein Rechenbuch oder ein mathematisches Problem vor sich hatte? Er antwortete: „Es ist, als ob alles dunkel wird, mein Kopf schmerzt und dann beginne ich auszuflippen.“

Die erste Sequenz klopfte er mit: „Alles wird dunkel und mein Kopf schmerzt“ und mit dem Erinnerungssatz „Mein Kopf schmerzt“. Die zweite Sequenz war noch genauer: „Mein Kopf schmerzt, als würde er von zwei Händen an den Schläfen zusammengepresst.“ Dies sind genaue Beschreibungen einer Emotion, auf die nicht die üblichen Etiketten passen wie Ärger, Trauer, Angst oder Schmerz; dennoch handelt es sich um nichts anderes. Etwas stimmt nicht mit dem Energiesystem im Bereich des Kopfes und der Energiefluss in diesem Bereich muss wieder hergestellt werden – dringend!

Er klopfte mit der Eröffnungsaussage „Hände pressen meinen Kopf zusammen“ und mit der Erinnerungsformel „Druck auf die Schläfen“; das Gefühl begann sich zu verlagern und einige Sequenzen später war der Kopfschmerz verschwunden und der junge Mann konnte zum ersten Mal nach zwölf Jahren ohne Schmerzen ein Mathematikbuch anschauen. Er beschrieb die hellen Farben, mit denen der Einband gestaltet war, und erklärte sogar, dass er neugierig sei herauszufinden, „wie das alles funktioniert“ – nun, da er die Zeichen und Zahlen klar sehen konnte und sein Kopf nicht mehr schmerzte.

Seine ursprüngliche Überzeugung „Ich kann nicht rechnen lernen“ hatte sich verändert zu: „Ich kann alles lernen, was ich lernen will, ich habe einen scharfen Verstand!“ Das spiegelte die Veränderungen auf energetischer Ebene.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: Bei der Suche nach einem guten Set-up können Sie zunächst durchaus mit einer allgemeinen Formulierung des Problems beginnen. Das wird Ihnen helfen, Stress abzubauen. Anschließend können Sie das Problem anhand konkreter Situationen enger einkreisen.

Je genauer Sie formulieren, desto besser werden Ihre Ergebnisse mit EFT sein.

Am Ball bleiben

Die größte Herausforderung bei der Anwendung von EFT als Selbsthilfe besteht darin, am Ball zu bleiben, also ein Problem vom Beginn bis zum Heilungserlebnis beharrlich zu bearbeiten, ohne sich unterwegs ablenken zu lassen.

Der erste Schritt besteht immer darin, sich Klarheit darüber zu verschaffen, was genau bearbeitet werden soll, welches Problem Sie zum jeweiligen Zeitpunkt angehen wollen.

Sind Sie sich noch nicht ganz sicher, so beginnen Sie am besten mit einem allgemeinen Stressabbau; klopfen Sie mindestens zwei Sequenzen einfach nur mit „Stress!“, gefolgt von einer Runde mit „Energie!“ Selbstverständlich können Sie andere Begriffe wählen, die Ihnen vielleicht mehr entsprechen; der Leitgedanke dabei ist jedoch, Stress abzubauen und Energie aufzubauen, bevor Sie mit der Arbeit am dem eigentlichen Problem beginnen, das Sie sich jeweils vorgenommen haben.

Fühlen Sie sich dann klar, voller Energie und zum Handeln bereit, dann denken Sie an das Problem und geben Sie ihm eine Überschrift, einen Titel oder Namen. Dies ist noch kein Set-up, es ist die Bezeichnung des Problems, das gelöst werden soll, zum Beispiel „Kummer über meine Trennung von Peter“ oder „Ich will meine Geldprobleme lösen“. Schreiben Sie dies in gut leserlicher Schrift auf ein Stück Papier und legen Sie dieses an einen Platz, an dem Sie es Ihnen ins Auge fällt.

Nun können Sie damit beginnen, über Set-ups nachzudenken und die ersten EFT-Sequenzen durchzuführen. Am Ende jeder Runde – egal, wofür Sie geklopft haben – kehren Sie nochmals zu Ihrer ursprünglichen Beschreibung des Problems zurück und fragen sich, ob dieses Problem bereits vollständig gelöst ist oder ob es noch einen Aspekt gibt, der bearbeitet werden muss.

Damit haben Sie die Möglichkeit, immer wieder auf das eigentliche Thema Ihrer Selbsthilfe zurückzukommen, unabhängig davon, wohin Ihre Erinnerungen Sie führen oder welche Emotionen Sie dabei durchleben; so können Sie sicher sein, dass Sie das Problem wirklich lösen werden.

Sollten Sie während einer Klopfsequenz auf ein weiteres Thema stoßen, das auch noch gelöst werden muss, jedoch keinen unmittelbaren Bezug zu dem gerade bearbeiteten Problem hat, so schreiben Sie es auf einen neuen Zettel und legen Sie ihn für eine spätere Bearbeitung zur Seite. Sammeln Sie solche Zettel in Ihrer „EFT-Box“; wir haben bereits erwähnt, dass eine solche „Sammelstelle“ eine nützliche Sache ist.

Sollten Sie während der Bearbeitung Ihres Problems unterbrochen werden oder sollten Sie feststellen, dass Sie nicht genügend Zeit haben, so können Sie den Zettel mit dem noch nicht vollständig gelösten Problem für eine andere Gelegenheit aufbewahren.

Es ist sehr wichtig, jedes Problem bis zu einem echten Heilungserlebnis, also bis zu einem Wert von mindestens +8 auf der SUE-Skala, zu bearbeiten.

In der Vergangenheit klopften diejenigen, die das „alte“ EFT anwendeten, ihre Probleme von einer –9 auf der Skala herunter bis etwa zu –3. An dieser Stelle verloren sie in der Regel den Faden und begannen, über andere, noch schlimmere Probleme nachzudenken (also über Probleme, die schlechter als bei –3 eingestuft wurden). Sie wechselten vom ursprünglichen Problem, das noch nicht vollständig gelöst war, zum nächsten Problem, das ebenfalls nicht vollständig gelöst wurde. Dies passierte immer wieder und viele Stunden des Klopfens führten letzten Endes zu sehr mageren Ergebnissen.

Erst dann, wenn ein echtes Heilungserlebnis stattgefunden hat, ist das Problem gelöst und tritt nicht wieder auf. Wenn kein Heilungserlebnis erreicht wird, kommt das Problem immer wieder und wir müssen es wieder und wieder bearbeiten. Deshalb ist es so wichtig, am Ball zu bleiben und jedes Problem wirklich bis zum Heilungserlebnis durchgängig zu bearbeiten.

Haben Sie bei einem bestimmten Problem ein Heilungserlebnis erlebt, so können Sie den betreffenden Zettel „entsorgen“. Manche verbrennen ihn und feiern damit, dass Sie es ein für alle Mal los sind; andere sammeln ihre Zettel in einem separaten Ordner, auf dem steht: „Probleme gelöst!“

Wie auch immer Sie es genau machen wollen – denken Sie zunächst an das Problem, geben Sie ihm einen Namen, schreiben Sie es auf und kommen Sie immer wieder darauf zurück; dies ist ein hervorragender Weg, Ihre Selbsthilfe durchgängig zu strukturieren, am Ball zu bleiben und gute Fortschritte zu erzielen. – Zum Schluss nochmals in aller Kürze:

Schreiben Sie es auf und bleiben Sie am Ball!

Probieren geht über Studieren

Wirklich erstaunlich ist bei EFT die Tatsache, dass man es auf jedes nur vorstellbare menschliche Problem anwenden kann. Wir können natürlich nicht garantieren, dass in jedem Fall etwas Dramatisches geschehen wird; was den Unterschied ausmacht, ist aber der Umstand, dass Sie ein Problem vermutlich noch nie zuvor auf der Ebene des Energiekörpers angesprochen haben, egal, wie lange Sie schon versuchen, es zu lösen.

Seit Hunderten, wenn nicht sogar seit Tausenden von Jahren galt der Energiekörper für uns Menschen der westlichen Welt als nicht existent. Niemand hat sich je bemüht zu verstehen, was ein Energiekörper sein könnte, geschweige denn, ihn zu unterstützen oder gar herauszufinden, wie man ihn voll funktionsfähig erhalten kann.

Dies hat zur Folge, dass wir keine Ahnung davon haben, wie sich Eingriffe in den Energiekörper auf unsere unterschiedlichen Probleme auswirken. Wir haben zwar bereits festgestellt, dass Energy EFT die richtige Methode ist, emotionale Probleme jeder Art zu bearbeiten. Was ist jedoch mit den anderen Problemen?

In den vorhergehenden Kapiteln sind wir einer Frau begegnet, die sich für eine schlechte Mutter hielt, außerdem einem Herrn mit Flugangst, einem Mann mit Krebsdiagnose und Heuschnupfen, einer Person mit Kopfschmerzen und einem Jugendlichen, der glaubte, er könne nicht rechnen lernen. Hier haben wir es schon mit einem großen Spektrum an Problemen zu tun und dabei hat unser Abenteuer gerade erst begonnen! Und es gibt noch so viele andere Probleme …

Nehmen wir zum Beispiel die Süchte. Sie glauben, eine echte körperliche Sucht wie die nach Kokain, Heroin oder Nikotin würde auf Interventionen am Energiekörper nicht ansprechen?

Und wie steht es mit rein körperlichen Erkrankungen wie Arthritis oder körperlichen Schmerzen etwa nach einem Beinbruch oder nach einer schweren Operation? Was ist mit charakterlichen Veranlagungen wie leichter Erregbarkeit, Introvertiertheit oder Faulheit?

Es stimmt, dass wir nicht wissen, wie klein oder groß der Einfluss ist, den der Energiekörper auf eines dieser Probleme hat. Nach vielen Jahren Erfahrung mit EFT und nach vielen Überraschungen auf diesem Weg können wir nur empfehlen, dass Sie EFT einfach auf alles anwenden sollten. Probieren Sie es einfach aus!

Das „Schlimmste“, was passieren kann, ist, dass Sie entspannter werden und – anstatt sich elend zu fühlen – vielleicht etwas mehr Energie haben. Viel häufiger sind wir allerdings am Ende überrascht, wie viel wohler wir uns fühlen, wie viel besser wir „funktionieren“ und wie viel wir dabei über uns selbst gelernt haben.

Egal, welches Problem oder welche Probleme Sie auch haben, probieren Sie es einfach aus!

Und beherzigen Sie für Ihre Set-ups immer die grundlegenden Regeln, nämlich:

• Bauen Sie zuerst Stress ab, damit Sie klarer denken können;

• seien Sie genau;

• formulieren Sie direkte, ehrliche, einfache Aussagen

… und lassen Sie sich überraschen!

Mit kleinen Schritten zu Entwicklungssprüngen

Die meisten unserer energetischen Probleme haben ihre Ursache in einer Blockade im Energiesystem; irgendetwas verhindert, dass die Energie ungehindert in den Energiekörper hineinfließen, frei zirkulieren und wieder hinausfließen kann.

Wenn wir mit der Energy EFT beginnen, hoffen wir natürlich alle auf ein „Minutenwunder“, wie in der viel zitierten Geschichte von Roger Callahan über seine Klientin Mary.

Mary und ihre Wasserphobie

Diese Dame hatte eine schwere Wasserphobie; bereits bei dem Gedanken daran, nass zu werden, hatte sie Angstattacken und sogar, wenn nur ein Zentimeter Wasser in einer Badewanne stand, versetzte sie das in Angst und Schrecken.

Sie war damals, um 1980, Klientin bei Dr. Roger Callahan, dem Pionier auf dem Gebiet der energetischen Psychologie, und er hatte sie bereits ohne Erfolg mit den gängigen Methoden der klassischen Psychotherapie behandelt; im Verlauf einer Sitzung, in der sie über ihre Angst sprach, bat er sie, bestimmte Punkte zu klopfen, woraufhin sie plötzlich aufsprang und schrie: „Es ist weg!“, und in den Garten zum Swimmingpool rannte.

Ein lebenslanges Problem – einmal kurz unter dem Auge geklopft und es war einfach verschwunden! Diese Geschichte ist wirklich passiert und tatsächlich geschieht so etwas auch heute hin und wieder. Das ist natürlich ganz wunderbar.

Verzweifeln Sie aber nicht, wenn Sie anstatt eines plötzlichen Heilungserlebnisses „nur“ eine Verbesserung von –7 zu –5 auf der SUE-Skala erreichen. In einem solchen Fall tut sich ja durchaus etwas; das Problem steckt nicht mehr dort fest, wo es bisher festsaß, es hat sich etwas verändert, der Knoten beginnt, sich zu lösen.

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