Книга Ihr perfektes Match читать онлайн бесплатно, автор Grace Goodwin – Fictionbook, cтраница 2
Grace Goodwin Ihr perfektes Match
Ihr perfektes Match
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Grace Goodwin Ihr perfektes Match

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Brax berührte mich und ich erzitterte. Mein Körper war wieder ganz. Aber mein Geist? Mein Herz? Meine Seele? Da war ich mir nicht so sicher. Und vielleicht war das auch der Grund, warum es zwischen uns nicht mehr geben konnte. Nicht mehr als Sex. Rohen, heißen, unverbindlichen Sex.

Urplötzlich tat sich in meinem Geiste ein quälender Schmerz auf, wie eine Explosion Feuerwerkskörper, aber ich unterdrückte ihn, zwang ihn in seinen Käfig zurück. Es war nicht die richtige Zeit oder der richtige Ort. Ich wollte diese Dinge jetzt nicht durchleben. Ich wollte nicht an die Vergangenheit oder die Zukunft denken.

Ich wollte etwas empfinden und er machte einen hervorragenden Job. Ich hechelte und versuchte mit der Hitze klarzukommen, dem Brennen, dem beißenden Schmerz. Dem lieblichsten Vergnügen.

Braxs Handfläche berührte meine Wange und erst dann wurde mir klar, dass ich die Augen zugemacht hatte. Sein Daumen strich liebevoll eine einzelne Träne weg, die aller Beherrschung zum Trotz entronnen war.

“Bist du sicher, dass du hier sein möchtest, Miranda? Deine Pussy ist zwar vor Verlangen klitschnass, aber du bist … so still. Wir können auch aufhören.” Braxs Stimme war sanft, aber er meinte es ernst. Wir hatten eine Vereinbarung, uns gegenseitig Vergnügen zu bereiten, mehr nicht. Ich würde ihm nicht alle meine Ängste mitteilen. Er wusste schon mehr als genug über meine Vergangenheit. Mehr als irgendjemand sonst auf diesem Planeten. Sogar mehr als Natalie.

“Nein, Master. Ich möchte nicht aufhören. Ich brauche es. Ich brauche dich.”

Brax beugte sich nach unten und küsste mich zärtlich. Seine Berührung war voller Billigung und ich wusste, dass er meine Worte akzeptieren und nicht auf Antworten drängen würde. Schließlich verlangte ich auch keine Antworten über seine Missionen, darüber, wann er zurückkehren würde oder ob er noch jemand anderes fickte. Er war schließlich nicht mein Partner.

Der Kuss wurde immer heißer und ich zitterte. Ich lehnte mich nach vorne und konnte spüren wie die Edelsteine hin und her schwankten. Ich hob meine Arme an seine Brust und stahl jene Berührung, von der ich wusste, dass er sie mir später verweigern würde.

Er umpackte meine Handgelenke und hob meine Hände über meinen Kopf; er ließ es nicht zu.

“Komm, Miranda.” Brax verwendete nie den Ausdruck, den andere Männer mit ihren Frauen verwendeten, Gara. Es gab keine wörtliche Übersetzung für den Begriff und meine NPU ließ ihn einfach stehen, sobald er aufkam. Er musste so etwas wie Liebste bedeuten. Als ich Roark danach gefragt hatte, hatte er gesagt, dass das Wort buchstäblich einen Teil seiner Seele bezeichnete. Es war so romantisch und eine weitere Erinnerung daran, was Brax und ich einander bedeuteten. Wir kümmerten uns um die sexuellen Bedürfnisse des anderen, aber wir waren nicht eine Seele.

Nicht einmal annähernd. Und deswegen hatte ich nie diesen Ausdruck aus seinem Munde gehört.

Voller Gehorsam stand ich auf und folgte ihm zu einer gepolsterten Bank, wie sie in den Privatquartieren der Männer auf Trion üblich war. Brax besaß zwei solcher Bänke, eine war schmal wie ein Sägebock und er konnte mich darüber beugen und meine Handgelenke und Knöchel fesseln, sodass meine Pussy und mein Arsch zur Schau gestellt wurden. Die andere war eine gepolsterte Schaukel mit Plätzen für meinen Rücken, Arme und Beine, damit er mich festgeschnallt in der Luft baumeln lassen und mit mir machen konnte, was er wollte.

Ich liebte alle beide.

Heute Abend führte er mich zur Schaukel und ich musste mich vor Ungeduld zusammenreißen, als er meine Arme und Beine in die Ledergurte schnallte, die an langen Ketten von der Decke runter hingen. Einmal gefesselt schob er meine Knöchel weit auseinander und klappte meine Pussy auf, dann ließ er mich langsam nach hinten sinken bis meine Füße vom Boden abhoben und ich mit dem Gesicht nach oben in der Luft schwang. Er stellte sich zwischen meine gespreizten Beine und türmte sich wie ein Sexgott über mir auf und meine Pussy zog sich freudig zusammen.

“Möchtest du denn nicht wissen, was dein Schmuck sonst noch so kann?” fragte er, als er mich betrachtete. Er konnte meine zusammengekniffenen Nippel sehen, die prallen Spitzen waren jetzt ein sattes Rot. Meine Pussy war kahl und für ihn geöffnet, sie war mit einem grünen Edelstein gekrönt, der an meinem Kitzler zog. Er konnte sehen, wie feucht ich war, wie meine Pussy—und mein Arsch—sich vor geiler Vorfreude zusammenzogen. Ich fragte mich, ob er mich auf der Stelle ficken würde oder ob er mir erst noch ein Toy in den Arsch einführen und dann meine Pussy nehmen würde. Ich liebte alles. Wollte alles auf einmal.

“Ja, Master. Bitte.” Ich wusste bereits, was die Schmuckstücke so auf dem Kasten hatten. Von den speziellen Geschmeiden, mit denen die Männer dieser Welt die Körper ihrer Frauen versahen, hatte ich schließlich schon gehört. Schmuck, der vibrierte und stimulierte und die Frauen an den Rand des Wahnsinns trieb. Er konnte mich gerne in den Wahnsinn treiben, ich war mehr als bereit. Die Klammern waren anscheinend nur der Anfang.

Wenn sie doch nur dauerhaft wären.

Wenn ich sie doch nur immer tragen könnte.

Mit einem nur allzu vertrauten Grinsen berührte er einen großen Fingerring an seiner rechten Hand. Ein kleiner Dreh und schon wurden mein Kitzler und meine Nippel von winzigen Elektroschocks durchgerüttelt, gefolgt von einer Vibration, die mich den Rücken durchdrücken und nach Luft schnappen ließ.

“Meine Fresse, was ist das?” keuchte ich. Er grinste. Ich wollte die Hüften verlagern, aber die Schaukel hielt mich fest und mir blieb nichts anderes übrig, als seine Zuwendungen über mich ergehen zu lassen. “Ich muss kommen, Master.”

“Nein, wirst du nicht.” Seinem Einwand folgte ein Schlag auf meinen Innenschenkel, er schlug gerade fest genug zu, um mich wieder abzukühlen. “Du kommst erst, wenn ich es dir erlaube.”

Ich stöhnte, gehorchte ihm aber und kämpfte gegen die unerwartete Hitze, die durch meine Adern strömte.

Für ihn würde ich mich zurückhalten, denn letztendlich würde meine Selbstbeherrschung reichlich belohnt werden.

Brax beugte sich über mich, seine dunklen Augen verweilten auf den Juwelen, die von meinen Nippeln baumelten. Dann strich er mit dem Finger über meine inneren Schamlippen und zupfte sanft an dem Schmuckstück dort.

Ich musste stöhnen.

“Eines Tages wirst du wunderschön aussehen, Miranda, wenn dein Partner dich gebührend schmücken wird.” Seine Fingerspitzen zeichneten von einer Brust zur anderen eine Linie. “Hier wird eine Kette hängen.” Sein Finger fuhr bis zu meinem Kitzler runter und ich kämpfte mit der Schaukel, um mich ihm entgegenzupressen. “Und hier wird es auf deiner Haut hell erleuchten. Niemand wird daran zweifeln, dass du beansprucht worden bist.”

Er spreizte meine Schamlippen auseinander und legte seinen enormen Schwanz an meinem Eingang an. Die Schaukel hatte genau die richtige Höhe, damit er direkt in mich hinein gleiten konnte. “Ich werde dich jetzt ficken. Du wirst erst kommen, wenn ich tief in dir drinstecke.”

Er stieß gemächlich nach vorne, sodass sich meine Wonne in die Länge zog. Ein weiterer Fingertipp auf den Ring—es war die kleinste Fernbedienung, die ich je gesehen hatte—und ein weiterer Blitzschlag durchfuhr meinen Körper.

Sein Schwanz stieß in mir auf Grund, er dehnte mich aufs Äußerste und füllte mich komplett aus. Machte mich ganz. Dann langte er wie erwartet unter mich und führte zwei Finger in mein Poloch ein, er dehnte mich dort, während er mit seinem Schwanz in mich hineinstieß. Ich war rappelvoll und das leichte Brennen der Invasion bewirkte, dass ich am liebsten aufgeschrien hätte. Ich konnte nicht mehr und der Orgasmus überrollte mich, als jede Zelle meines Körpers sich zu verkrampfen schien.

Diese Ekstase, dieses Vergnügen, das er mir bereitete, war wie eine Droge. Ich war süchtig und nicht sicher, wie ich einem weiteren Fix widerstehen sollte. Aber das würde ich. Ich musste es, denn ich gehörte nicht zu ihm.

Und so sehr ich mir auch etwas anderes erhofft hatte, seine Worte ließen meinen Körper auflodern und brachen mir gleichzeitig das Herz. Ich gehörte nicht zu ihm. Und er gehörte nicht mir.

2


Doktor Valck Brax

Miranda war wunderschön, sie hatte alles um sich herum vergessen, als ich sie durch die ersten orgasmischen Zuckungen fickte. Sie war so heiß, so eng und die Art, mit der sich ihre Pussy beim Kommen um meinen Schwanz kräuselte, würde mein Verderben sein. Beim ersten Mal würde ich mich rasch erleichtern, meine Eier waren einfach zu voll, aber es würde nicht dabei bleiben. Ich würde sie heute Nacht noch oft durchnehmen und das hier war nur der erste von vielen Orgasmen. Das würde uns einige Wochen lang reichen müssen; bis ich wieder vom Dienst zurückkehren würde.

Ihr Anblick aber würde mich in langen, kalten Nächten wärmen und mir ein Bild vor Augen halten, wenn ich während meiner Abwesenheit meinen Schwanz umpacken und mir selber Erleichterung verschaffen würde. Das mehrschichtige Gewand, das sie trug, sah aus wie eine Geschenkpapierschleife aus lauter Prismen. Und in diesem Geschenk befand sich eine warme, feuchte Frau, die nur allzu begierig meinen Schwanz reiten wollte. Mit den Edelsteinen und Klammern, die aus den Stofffalten heraus lugten … fark, ich musste schon wieder kommen.

Die Juwelen, die dunkelgrüne Farbe schmiegte sich perfekt an ihre Haut. Ich hatte sie sorgfältig ausgewählt und hatte mich selbst als Narren beschimpft, als ich mir vorgestellt hatte, wie ich sie wahrhaftig ausschmücken würde. Sie für mich beanspruchen würde. Sie an ihrem empfindlichen Körper zu bewundern und mitanzusehen, wie mein Schwanz in ihrer feuchten Pussy ein und ausglitt, während sie keuchend um mehr bettelte, ließ mich einsehen, dass ich mich in ihr verloren hatte. Ich gehörte ihr. Ich konnte nicht länger dagegen ankämpften. Nicht mehr.

Das Problem aber war, dass sie mich nicht wollte. Sie wollte überhaupt keinen Partner. Sie war misshandelt worden und hatte kein Vertrauen mehr darin, dass ein Partner für sie da sein würde. Ich war sehr, sehr vorsichtig vorgegangen und hatte peinlichst darauf geachtet, dass ich es außerhalb des Schlafzimmers nicht zu weit mit ihr trieb. Drinnen allerdings gehörte sie mir. Sie beugte sich meinem Willen und bot mir ihren unterwürfigen Leib an, um sich von mir verwöhnen zu lassen. Außerhalb des Schlafzimmers aber? Sie war unbeugsam. Still. Zugeknöpft. Selbst hier musste sie weinen und würde ihren Kummer trotzdem nicht mit mir teilen.

Sollte ich aufdringlich werden, dann würde sie davonrennen, genau wie sie ihrem ersten Partner davongerannt war.

Sie hatte ihn auf der Erde zurückgelassen und wollte so verzweifelt weg von ihm, dass sie quer durch die Galaxie auf einen fremden Planeten gereist war.

Zu mir.

Und ich wollte sie nicht wie dieser Idiot verlieren.

Miranda war vor einigen Monaten zu mir gekommen und hatte mir von ihren Schwierigkeiten erzählt, wenn es darum ging körperliche Lust zu empfinden, vom mangelnden Geschick ihres vorherigen Partners, der seine Frau einfach nicht befriedigen konnte. Dieser Volltrottel. Sie hatte sich für sein Unvermögen selbst die Schuld gegeben, aber ich wusste, was wirklich dahintersteckte. Ihr Partner war einfach nur faul gewesen. Egoistisch. Er hatte sie nicht wirklich wertgeschätzt, um herauszufinden, was sie glücklich machte. Um sie mit jeder seiner Berührungen zum Winden, Kreischen und Erschaudern zu bringen.

Ich hatte seine Dummheit mehr als wieder gut gemacht und jeden Moment davon genossen. Jetzt, als mein Schwanz tief in ihr vergraben war und sie ihre zarte Haut zur Schau stellte, bedauerte ich sowohl den Umstand, dass Miranda mich nicht wollte als auch die Tatsache, dass ich mir keine Partnerin nehmen konnte. Mein Job war zu gefährlich und ich weigerte mich schlichtweg, eine Frau wochenlang allein zu lassen.

Aber ich konnte nicht einfach aussteigen. Meine Dienste im Auftrag von Senator Roark waren zu bedeutsam, um die Sicherheit unseres Volkes zu garantieren.

Jedes Mal, wenn ich mit Miranda zusammen war, war ich hin- und hergerissen. Ich wollte bei ihr bleiben und sie endgültig schmücken, sie zu meiner Partnerin machen. Und doch wollte ich sie auf Abstand halten. In Sicherheit und weit weg von meinem Job und der ständigen Gefahr, der ich ausgesetzt war. Sie hatte den ersten Schritt gemacht und mir ihren Körper angeboten. In dieser Zeit hatte sie nie darum gebeten meine Partnerin zu werden und für immer beansprucht zu werden. Sie hatte auch keine Forderungen gestellt. Sie genoss einfach das Vergnügen, das ich ihr bereitete, genau wie ich.

Ich konnte jetzt nicht länger darüber nachdenken, denn mein Schwanz steckte tief in ihr drin und ihre inneren Wände packten zu und melkten mir praktisch den Samen aus den Eiern. Ein guter Liebhaber dachte an nichts anderes als die liebliche Ekstase eines Frauenkörpers. Ich war ein aufmerksamer Liebhaber und das würde ich ihr auch beweisen.

Den Rest der Arbeit überließ ich einfach der Schaukel. Ich umfasste die Ketten, die von der Decke hingen und stieß. Sie rutschte von meinem Schwanz runter, bis allein meine Eichel sie offen hielt, dann ließ ich los, damit die Schwerkraft sie wieder zurück gleiten ließ. Wieder und wieder schaukelte sie auf meinem Schwanz auf und ab, bis sie völlig außer Atem war. Schweiß perlte auf ihrer Haut. Ihre Pussysäfte beschmierten meine Eier. Ihre geschmückten Brüste wurden ganz rot. Wie ein gutes Mädchen hielt sie ihren zweiten Orgasmus zurück. Sie wartete.

“Komm,” knurrte ich, als ich es nicht länger aushielt. Meine Wirbelsäule kribbelte und er platzte aus mir heraus, als dicke Spermaschwalle sie ausfüllten. Sie kam schreiend im selben Moment und nahm sich mit ungehemmter Leidenschaft alles, was ich ihr zu geben hatte, mit großzügigstem Herzen, mit dem willigsten Körper.

Ich drückte die Beine durch, damit ich nicht zu Boden sackte. Ihre bloße Lust hätte mich töten können, aber ich musste mich ihrer annehmen, ihre Bedürfnisse vor meine eigenen stellen, sie von der Schaukel losmachen und zurück zum Bett tragen. Ich würde vorsichtig die Klammern entfernen und all jene Stellen küssen, die so betörend gefoltert worden waren. Dann würde ich so lange ihren Kitzler lecken, bis sie erneut kommen musste.

Lange Minuten später, als der Job getan war, schmiegte ich sie an mich. Ihr Aroma lag auf meiner Zunge, ihre Säfte bedeckten meinen Schwanz. Fark.

Miranda lag völlig erschöpft in meinen Armen. Fix und fertig. Verschwitzt, zufrieden und vom Sex wie vernebelt.

Ich liebte die Art, wie sie sich an mich kuschelte. Wie sie mir vertraute. Ihre vollen Lippen bogen sich an den Mundwinkeln leicht nach oben und ich musste ebenfalls lächeln. Ich war … glücklich. Zufrieden. Das Gefühl war normalerweise genauso flüchtig wie ein Orgasmus, aber die Genugtuung, die ich mit ihr empfand, hatte sich auf das hier aufgeweitet … Kuschelzeit, wie sie es genannt hatte.

Ich konnte sie genauso wenig an meiner Seite halten, wie ich die Gefühle, die sie meinem Körper entlockte, festhalten konnte. Und so zwangen mich mal wieder die Umstände dazu, das Ganze zu beenden. Normalerweise verweilte ich nach einer Mission mehrere Tage in der Stadt; eine Auszeit, die ich damit verbringen würde meinen Schwanz in Miranda zu vergraben und sie so lange kommen zu lassen, bis es ihr die Sprache verschlagen hatte.

Aber nicht dieses Mal. Ich war nur für eine Nacht in der Stadt, denn der nächste Einsatz rief. “Morgen früh muss ich wieder los.”

Sie verspannte sich, ihr Körper wurde vor Schreck ganz steif, als ob sie sich plötzlich unwohl fühlte, aber sie hob nicht den Kopf von meiner Brust. “So früh schon?”

“Senator Roark schickt mich in den Süden, damit ich mich um ein Problem dort kümmere.”

Sie entspannte sich wieder und ich zog das weiche Laken nach oben, um uns zuzudecken. Ihre zarte Haut sollte auf keinen Fall auskühlen. “Brax, glaubst du, dass du je mit diesen Einsätzen aufhören wirst? Dass du dich je mit einer Partnerin niederlassen wirst?”

Jetzt war ich an der Reihe zu erstarren. Was sagte sie da? War sie dabei mich zu fragen, ob ich ihr Partner werden wollte? Sie hatte gefragt, ob ich mir je eine Partnerin nehmen würde, nicht, ob ich sie zu meiner Partnerin machen würde. Mein Herz setzte einen Schlag aus, dann fing es aufgeregt zu hämmern an. Eine Sehnsucht nach etwas, das ich früher nie gewollt hatte. “Willst du … willst du damit sagen, dass ich mit dir zusammenbleiben soll, Miranda? Als dein Partner? Und meinen Dienst aufgeben?”

Sie wandte den Kopf und blickte zu mir auf. “Was? Nein. Das würde ich nie von dir verlangen. Ich würde dich niemals unter Druck setzen.”

So schnell wandelte sich meine Freude in Enttäuschung. Vielleicht hatte ich sie nicht ausreichend gut befriedigt. Vielleicht wollte sie einfach nicht für immer mit mir zusammen sein. Sie war mit einem Objektiv zu mir gekommen, nämlich um herauszufinden, ob ihr Körper normal war. Um zu wissen, ob sie Lust erfahren konnte. Vielleicht hatte sie nichts anderes von mir gewollt, als eine Antwort auf diese Frage zu erhalten. Oh, ich hatte sie ihr ganz gut beantwortet. Wenn sie noch irgendwie an ihrem leidenschaftlichen Wesen zweifeln sollte oder daran, wie wunderschön und fantastisch sie war, wenn sie sich dem Vergnügen hingab oder wie scharf mich die Gewissheit machte, dass ich es war, der sie in diesen Zustand versetzte … dann würde ich ihr den Arsch versohlen, bis sie eine Woche lang nicht mehr sitzen konnte.

“Solange Roark mich braucht, werde ich ihm dienen.” Ich sprach gleichmäßig und verbat mir jegliche Emotionen. Ich schob sie weg.

“Natürlich.” Sie kuschelte sich an mich und drehte den Kopf, um meiner Brust einen Kuss zu verpassen. Einen Kuss, der mein Herz auf bisher ungekannte Weise schmerzen ließ. “Ich würde nie von dir verlangen, das du meinetwegen irgendetwas aufgibst. So hatten wir es nicht abgemacht.”

Nein, hatten wir nicht, aber ich hatte daran geglaubt—nein, ich hatte darauf gehofft. Ich hatte gehofft, dass ich sie nach Ende meiner Kriegerzeit zu meiner Partnerin machen würde. Sie erobern würde. Ihr meine Kinder schenken und sie mit Gold und Juwelen schmücken würde, wie es sich für einen richtigen Partner gehörte. Ich hatte gelogen, als ich ihr verkündet hatte, dass die Juwelen, mit denen ich ihren üppigen Körper verziert hatte ein Geschenk für sie waren.

Sie waren ein Geschenk für mich gewesen. Ich musste einfach einen Beweis dafür sehen, dass sie mir gehörte, auch wenn es nur eine Lüge war. Selbst, wenn der Schmuck nur vorübergehend war. Trotzdem.

Erdenfrauen waren ein Mysterium. Ich hatte nur Natalie, also Roarks Partnerin kennengelernt und das war nicht besonders hilfreich gewesen, um ihr Denken in Sachen Partnerwahl zu verstehen.

Aber Roark und Natalie waren über das Programm für interstellare Bräute verpartnert worden. Vielleicht waren sie deshalb so nahtlos aufeinander abgestimmt, als ob sie ein und dieselbe Person waren. Eine Seele.

Ich würde nie von dir verlangen, dass du meinetwegen irgendetwas aufgibst.

Niemals.

Das war eine verdammt lange Zeit.

Ich ignorierte den Schmerz, der sich in meiner Brust breit machte und strich ihr über die Schulter und küsste ihren Scheitel. “Morgen früh breche ich in den Süden auf. Ich werde mehrere Wochen lang dort bleiben. Ich möchte, dass du das weißt.”

“Okay.”

Sie hatte verstanden und war mir nicht böse. Den Erdenausdruck hatte ich in den letzten beiden Jahren von ihr und Natalie aufgeschnappt. Ich hatte verstanden. Aber dieses einzelne Wort der Zustimmung tat gleichzeitig weh.

Meine Lippen verweilten in ihrem Haar, ihre dunkle Geschmeidigkeit war wie Balsam auf meiner Haut. Ich hätte für immer so bleiben und sie in den Armen halten können. Aber das Schicksal hatte andere Pläne. Am Morgen musste ich wieder aufbrechen, der vermehrte Waffenhandel an der Südküste verlangte meinen Einsatz. Roark hatte mich gebeten, mich persönlich darum zu kümmern.

In den kleineren Städten gab es immer wieder Tote, die den Territorialkriegen der Schmugglerfraktionen zum Opfer fielen. Das musste aufhören.

Ein Soldat würde mühelos identifiziert und getötet werden, sollte er versuchen einer Schmugglerbande beizutreten.

Ein Mediziner aber? Sie würden mich rekrutieren. Mich in ihren inneren Zirkel lassen. Ihre Frauen und Kinder versorgen und ihre Verletzungen behandeln lassen.

Erst, wenn es bereits zu spät war, würden sie die Bedrohung erkennen.

Wie es aussah, wurde ich unterschätzt. Jedenfalls von den Schmugglern. Und von der Frau, die in meinen Armen eingeschlafen war. Meine Brust unter ihren Augen war nass, ein Zeichen für noch mehr Tränen.

Selbst in dieser Sache vertraute sie mir nicht. Miranda hatte geweint und doch vertraute sie mir nicht mit der Wahrheit. Ihren Sorgen. Nur mit ihrem Körper. Alles, was ich ihr bedeutete war … okay.

Sobald ich von meiner nächsten Mission zurückkommen würde, würde ich alles in meiner Macht Stehende tun, um sie zu überzeugen, dass okay mir nicht ausreichte. Ich wollte sie für mich haben. Ich wollte ein Ja von ihren Lippen hören, aber nicht nur, wenn ich sie zum Höhepunkt brachte, sondern wenn ich sie fragen würde, ob sie meine Partnerin werden würde. Im Bett und außerhalb. Und wenn ich sie dafür fesseln und ihr tausend Orgasmen besorgen müsste, wenn ich ihre Barrieren einreißen müsste, bis sie schluchzend, durchgeschwitzt und erschöpft nur noch dieses eine Wort hervorbrachte; ich würde es tun.

Sie gehörte mir. Sie wusste es nur noch nicht.

3


Miranda, Privatquartier, Xalia City, Fünf Wochen später

“Na schön, Mädel, ich hab’ Wein mitgebracht.”

Natalie hielt eine Flasche blasser Flüssigkeit hoch und kam in mein Quartier gelaufen. Ich hatte ihr eine Nachricht geschickt und sie war in weniger als einer Stunde aufgetaucht—zum Glück nicht mit leeren Händen. Mit einem Neugeborenen, einem Kleinkind und einem überaus aufmerksamen Mann war ich beeindruckt, dass sie sich so schnell losreißen konnte.

Die Tür zu meinem Wohnzimmer schob sich geräuschlos wieder zu und ich folgte ihr in den kleinen Küchenbereich. Zum Glück gab es selbst auf Trion so etwas wie beste Freundinnen. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn ich ohne sie auf der Erde zurückgeblieben wäre. Hier, auf einem neuen Planeten, brauchten wir uns einfach viel zu sehr. Sie hatte natürlich noch ihren Partner Roark. Und den kleinen Noah, der jetzt dank Roarks Genen gar nicht mehr so klein war. Und Baby Talia. Ich grinste, als ich daran dachte, wie viel Ärger Roark schon bald ihretwegen bekommen würde. Sie war erst fünf Wochen alt und das kleine Mädchen hatte ihren Papa bereits ordentlich um den Finger gewickelt, genau wie ihre Mama.

“Die Flasche sieht etwas anders aus als auf der Erde, aber der Wein schmeckt genauso,” erklärte Natalie und griff nach zwei Gläsern auf dem Tresen. Sie hatte zwei Kinder und sah trotzdem umwerfend aus. Sie war das ganze Gegenteil von mir … groß, blond, verdammt hübsch.

Ich hatte langweilig braune Haare und unscheinbare Gesichtszüge. Ich war nicht sonderlich hübsch, meine Nase war zu lang, mein Kinn war zu spitz, mein linkes Auge war etwas größer als das rechte und ich war nie aus meiner schlaksigen Teenagerphase herausgewachsen. Eine Laseroperation kurz nach Ende der High School hatte meine Kurzsichtigkeit behoben, aber selbst ohne die Brille, die ich fast mein gesamtes Leben lang getragen hatte, fühlte ich mich wie ein neugeborenes Fohlen, das sich mit wackeligen Beinen im Laufen übte. Mit dem Selbstvertrauen hatte es bei mir nie so richtig geklappt. Seit ich Brax kannte, ging es etwas besser, aber ich war immer noch ich.

Mein gutes altes Ich.

“Ich bezweifle, dass eine Flasche reichen wird.”

“So schlimm, hm?” Natalie neigte verständnisvoll den Kopf zur Seite und verzog das Gesicht. “Also ich weiß, wo der Koch den Vorrat aufbewahrt. Aber erst musst du mir verraten, was los ist.”

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