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ISBN978-5-0068-4967-9

     Ridero




   

(17491832)

  


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Das Herz ist mir bedr?ckt, und sehnlich.



Das Herz ist mir bedr?ckt, und sehnlich

Gedenke ich der alten Zeit;

Die Welt war damals noch so w?hnlich,

Und ruhig lebten hin die Leut.



Doch jetzt ist alles wie verschoben,

Das ist ein Dr?ngen! eineNot!

Gestorben ist der Herrgott oben,

Und unten ist der Teufeltot.



Und alles schaut so gr?mlich tr?be,

So krausverwirrt und morsch und kalt,

Und w?re nicht das bi?chen Liebe,

So g?b es nirgends eine.



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Der Tod, das ist die k?hle Nacht,



Der Tod, das ist die k?hle Nacht,

Das Leben ist der schw?leTag.

Es dunkelt schon, mich schl?fert,

Der Tag hat mich m?d gemacht.



?ber mein Bett erhebt sich ein Baum,

Drin singt die junge Nachtigall;

Sie singt von lauter Liebe,

Ich h?r es sogar im Traum.



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Sie liebten sich beide, doch keiner



Sie liebten sich beide, doch keiner

Wollt es dem andern gestehn;

Sie sahen sich an so feindlich,

Und wollten vor Liebe vergehn.



Sie trennten sich endlich und sahnsich

Nur noch zuweilen im Traum;

Sie waren l?ngst gestorben,

Und wu?ten es selber kaum.



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Der Brief, den du geschrieben.



Der Brief, den du geschrieben,

Er macht mich gar nicht bang;

Du willst mich nicht mehr lieben,

Aber dein Brief ist lang.



Zw?lf Seiten, eng und zierlich!

Ein kleines Manuskript!

Man schreibt nicht so ausf?hrlich,

Wenn man den Abschied gibt.



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Am Kreuzweg wird begraben



Am Kreuzweg wird begraben

Wer selber sich brachteum;

Dort w?chst eine blaue Blume,

Die Armes?nderblum.



Am Kreuzweg stand ich und seufzte;

Die Nacht war kalt und stumm.

Im Mondschein bewegte sich langsam

Die Armes?nderblum.



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So wandl ich wieder den altenWeg.



So wandl ich wieder den altenWeg,

Die wohlbekannten Gassen;

Ich komme vor meiner Liebsten Haus,

Das steht so leer und verlassen.



Die Stra?en sind doch gar zueng!

Das Pflaster ist unertr?glich!

Die H?user fallen mir auf den Kopf!

Ich eile so viel als m?glich!



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Der scheidende Sommer.



Das gelbe Laub erzittert,

Es fallen die Bl?tter herab;

Ach, alles, was hold und lieblich,

Verwelkt und sinkt ins Grab.



Die Gipfel des Waldes umflimmert

Ein schmerzlicher Sonnenschein;

Das m?gen die letzten K?sse

Des scheidenden Sommers sein.



Mir ist als m??t ich weinen

Aus tiefstem Herzensgrund;

Dies Bild erinnert mich wieder

An unsre Abschiedsstund.



Ich mu?te von dir scheiden,

Und wu?te, du st?rbest bald;

Ich war der scheidende Sommer,

Du warst der kranke Wald.



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Wir fuhren allein im dunkeln.



Wir fuhren allein im dunkeln

Postwagen die ganze Nacht;

Wir ruhten einander am Herzen,

Wir haben gescherzt und gelacht.



Doch als es morgens tagte,

Mein Kind, wie stauntenwir!

Denn zwischen uns sa? Amor,

Der blinde Passagier.



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Und als ich euch meine Schmerzen geklagt.



Und als ich euch meine Schmerzen geklagt,

Da habt ihr geg?hnt und nichts gesagt;

Doch als ich sie zierlich inVerse gebracht,

Da habt ihr mir grosse Elogen gemacht.



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Im Rhein, im sch?nen Strome,



Im Rhein, im sch?nen Strome,

Da spiegelt sich inden Welln,

Mit seinem gro?en Dome,

Das gro?e, heilige K?ln.



Im Dom da steht ein Bildnis,

Auf goldenem Leder gemalt;

Inmeines Lebens Wildnis

Hats freundlich hineingestrahlt.



Es schweben Blumen und Englein

Um unsre liebe Frau;

Die Augen, die Lippen, die W?nglein,

Die gleichen der Liebsten genau.



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Die Linde bl?hte, die Nachtigall sang,



Die Linde bl?hte, die Nachtigall sang,

Die Sonne lachte mit freundlicher Lust;

Da k??test du mich, und dein Arm mich umschlang,

Da presstest du mich an die schwellende Brust.



Die Bl?tter fielen, der Rabe schrie hohl,

Die Sonne gr??te verdrossenen Blicks;

Da sagten wir frostig einander: Lebwohl!

Da knickstest du h?flich den h?flichsten Knicks.



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Der Sturm spielt auf zum Tanze



Der Sturm spielt auf zum Tanze,

Er pfeift und saust und br?llt;

Heisa! wie springt das Schifflein!

Die Nacht ist lustig und wild.



Ein lebendes Wassergebirge

Bildet die tosendeSee;

Hier g?hnt ein schwarzer Abgrund,

Dort t?rmt es sich wei? indieH?h.



Ein Fluchen, Erbrechen und Beten

Schallt aus der Kaj?te heraus;

Ich halte mich fest am Mastbaum

Und w?nsche: w?r ich zu Haus.



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Wenn zwei voneinander scheiden



Wenn zwei voneinander scheiden,

So geben sie sich die H?nd,

Und fangen an zu weinen,

Und seufzen ohne End.



Wir haben nicht geweinet,

Wir seufzten nicht weh undAch!

Die Tr?nen und die Seufzer,

Die kamen hintennach.



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Im wundersch?nen MonatMai



Im wundersch?nen MonatMai,

Als alle Knospen sprangen,

Da ist inmeinem Herzen

Die Liebe aufgegangen.



Im wundersch?nen MonatMai,

Als alle V?gel sangen,

Da hab ich ihr gestanden

Mein Sehnen und Verlangen.



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Ich trat injene Hallen



Ich trat injene Hallen,

Wo sie mir Treue versprochen;

Wo einst ihre Tr?nen gefallen,

Sind Schlangen hervorgekrochen.



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Was will die einsame Tr?ne?



Was will die einsame Tr?ne?

Sie tr?bt mir ja den Blick.

Sie blieb aus alten Zeiten

Inmeinem Auge zur?ck.



Sie hatte viel leuchtende Schwestern,

Die alle zerflossen sind,

Mit meinen Qualen und Freuden,

Zerflossen inNacht und Wind.



Wie Nebel sind auch zerflossen

Die blauen Sternelein,

Die mir jene Freuden und Qualen

Gel?chelt ins Herz hinein.



Ach, meine Liebe selber

Zerfloss wie eitel Hauch!

Du alte, einsame Tr?ne,

Zerfliesse jetzunder auch!



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Der Herbstwind r?ttelt die B?ume



Der Herbstwind r?ttelt die B?ume,

Die Nacht ist feucht und kalt;

Geh?llt im grauen Mantel,

Reite ich einsam im Wald.



Und wie ich reite, so reiten

Mir die Gedanken voraus;

Sie tragen mich leicht und luftig

Nach meiner Liebsten Haus.



Die Hunde bellen, die Diener

Erscheinen mit Kerzengeflirr;

Die Wendeltreppe st?rmich

Hinauf mit Sporengeklirr.



Im leuchtenden Teppichgemache,

Da ist es so duftig und warm,

Da harret meiner die Holde

Ich fliege inihrenArm.



Es s?uselt der Wind inden Bl?ttern,

Es spricht der Eichenbaum:

Was willst du, t?richter Reiter,

Mit deinem t?richten Traum?



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Ich stand gelehnet an denMast



Ich stand gelehnet an den Mast,

Und z?hlte jede Welle.

Ade! mein sch?nes Vaterland!

Mein Schiff, das segelt schnelle!



Ich kam sch?n Liebchens Haus vorbei,

Die Fensterscheiben blinken;

Ich guck mir fast die Augenaus,

Doch will mir niemand winken.



Ihr Tr?nen, bleibt mir aus demAug,

Dass ich nicht dunkel sehe.

Mein krankes Herze, brich mir nicht

Vor allzugrossem Wehe.



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Die Jahre kommen und gehen



Die Jahre kommen und gehen,

Geschlechter steigen ins Grab,

Doch nimmer vergeht die Liebe,

Die ich im Herzenhab.



Nur einmal noch m?cht ich dich sehen

Und sinken vor dir aufs Knie,

Und sterbend zu dir sprechen:

Madame, ich liebeSie!



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Du sch?nes Fischerm?dchen



Du sch?nes Fischerm?dchen,

Treibe den Kahn ans Land;

Komm zu mir und setz dich nieder,

Wir kosen Hand inHand.

Leg an mein Herz dein K?pfchen,

Und f?rchte dich nicht zu sehr,

Vertraust du dich doch sorglos

T?glich dem wilden Meer.



Mein Herz gleicht ganz dem Meere,

Hat Sturm und Ebb und Flut,

Und manche sch?ne Perle

Inseiner Tiefe ruht.



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Mir tr?umte: traurig schaute derMond



Mir tr?umte: traurig schaute der Mond,

Und traurig schienen die Sterne;

Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt,

Viel hundert Meilen ferne.



Es hat mich zu ihrem Hause gef?hrt,

Ich k??te die Steine der Treppe,

Die oft ihr kleiner Fu? ber?hrt

Und ihres Kleides Schleppe.



Die Nacht war lang, die Nacht war kalt,

Es waren so kalt die Steine;

Es lugt aus dem Fenster diebla sse Gestalt,

Beleuchtet vom Mondenscheine.



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Wir haben viel f?reinander gef?hlt



Wir haben viel f?reinander gef?hlt,

Und dennoch uns gar vortrefflich vertragen.

Wir haben oft Mann und Frau gespielt,

Und dennoch uns nicht gerauft und geschlagen.

Wir haben zusammen gejauchzt und gescherzt,

Und z?rtlich uns gek??t und geherzt.

Wir haben am Ende, aus kindischer Lust,

Verstecken gespielt inW?ldern und Gr?nden,

Und haben uns so zu verstecken gewu?t,

Da; wir uns nimmermehr wiederfinden.



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Und bist du erst mein ehlichWeib



Und bist du erst mein ehlich Weib,

Dann bist du zu beneiden,

Dann lebst du inlauter Zeitvertreib,

Inlauter Pl?sier und Freuden.



Und wenn du schiltst und wenn du tobst,

Ich werd es geduldig leiden;

Doch wenn du meine Verse nicht lobst,

La? ich mich von dir scheiden.



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Ich stand indunkeln Tr?umen



Ich stand indunkeln Tr?umen

Und starrte ihr Bildnisan,

Und das geliebte Antlitz

Heimlich zu leben begann.



Um ihre Lippen zogsich

Ein L?cheln wunderbar,

Und wie von Wehmutstr?nen

Ergl?nzte ihr Augenpaar.



Auch meine Tr?nen flossen

Mir von den Wangen herab

Und ach, ich kann es nicht glauben,

Da? ich dich verlorenhab!



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D?mmernd liegt der Sommerabend



D?mmernd liegt der Sommerabend

?ber Wald und gr?nen Wiesen;

Goldner Mond, im blauen Himmel,

Strahlt herunter, duftig labend.



An dem Bache zirpt die Grille,

Und es regt sich indem Wasser,

Und der Wandrer h?rt ein Pl?tschern

Und ein Atmen inder Stille.



Dorten an dem Bach alleine,

Badet sich die sch?ne Elfe;

Arm und Nacken, weiss und lieblich,

Schimmern indem Mondenscheine.



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Du liebst mich nicht, du liebst mich nicht



Du liebst mich nicht, du liebst mich nicht,

Das k?mmert mich gar wenig;

Schau ich dir nur ins Angesicht,

So bin ich froh wie n K?nig.



Du hassest, hassest mich sogar,

So spricht dein rotes M?ndchen;

Reich es mir nur zum K?ssendar,

So tr?st ich mich, mein Kindchen.



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Das ist ein Brausen und Heulen



Das ist ein Brausen und Heulen,

Herbstnacht und Regen und Wind;




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   ,     (https://www.litres.ru/pages/biblio_book/?art=72768355)  .

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