Gesundes China: 1949-2019
 China Population Communication Center


Die in diesem Buch pr?sentierten Informationen und Sachtipps wurden von der Autorin sowie dem Verlag sorgf?ltig recherchiert und gepr?ft. Die beteiligten Institutionen und Personen ?bernehmen dennoch keinerlei Verantwortung f?r eventuelle Folgen der Verwendung dieser Informationen und Sachtipps. F?r Hinweise auf eventuelle Unrichtigkeitenist der Verlag dankbar.





China Population Communication Center

Gesundes China: 1949-2019



Einleitung F?r die Gesundheit und das Gl?ck der Menschen



Vor mehr als 170 Jahren durchbrach die historische Alarmglocke den Traum der Oing-Dynastie und markierte den Beginn einer schwierigen Reise des nationalen Kampfes sowie der Anstrengungen, den Beinamen kranker Mann Ostasiens loszuwerden.

Vor sieben Jahrzehnten ,unter der F?hrung der Kommunistischen Partei Chinas , zeigte das alte China nach Jahrhunderten des Leidens und der Not wieder Lebenszeichen und Vitalit?t. Das chinesische Volk begab sich auf den Weg zu einer fl?chendeckenden Gesundheitsversorgung f?r alle.

Vor mehr als 40 Jahren schlug China zudem den gro?en Weg der Reform und ?ffnung sowie der sozialistischen Modernisierung ein.

Heute verf?gt China ?ber das weltweit gr??te grundlegende Krankenversicherungsnetz, das fast 1,4 Milliarden Menschen abdeckt. Das Land setzt sich daf?r ein , dass jeder Zugang zu einer sicheren, effizienten, beguemen und erschwinglichen medizinischen Grundversorgung und Gesundheitsdienstleistung hat.

Seit dem 18.Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) hat sich das Zentralkomitee der KPCh unter der F?hrung von Xi Jinping auf einen neuen Weg zum Aufbau eines gesunden Chinas begeben. Die Vertiefung der Reform des Medizin- und Gesundheitssystems wurde umfassend geplant und gef?rdert  unter anderem durch die schrittweise Verbesserung der f?nf Stufen: abgestufte Diagnose- und Behandlungssysteme, modernes Krankenhausmanagement, allgemeine Krankenversicherung, Arzneimittelversorgung sowie umfassende Aufsicht.

Ein grundlegendes Gesundheitssystem chinesischer Pr?gung wurde aufgebaut. Der Anteil der privaten Gesundheitsausgaben an den gesamten Gesundheitskosten ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn des neuen Jahrhunderts gesunken. Das Gesundheitsniveau der Bev?lkerung hat im Allgemeinen das Niveau von L?ndern mit mittlerem bis hohem Einkommen erreicht. Zug?ngLichkeit, Qualit?t, Effizienz und Zufriedenheit mit den Gesundheitsdiensten wurden kontinuierlich verbessert.

In den letzten Jahren wurden fast 60 gesundheitspolitische Dokumente auf zentraler Ebene erarbeitet und mehr aLs 260 unterst?tzende Dokumente von verschiedenen Ministerien ver?ffentlicht. Das im Oktober 2016 ver?ffentlichte Programm Gesundes China 2030 skizziert die Ziele und Aufgaben f?r den Aufbau eines gesunden Chinas. Der Gesundheitsaktionsplan China (2019-2030), der im Juli 2019 ver?ffentlicht wurde, liefert einen klaren Fahrplan und eine konkrete Blaupause zur Umsetzung der nationalen Gesundheitsstrategie.

Generalsekret?r Xi Jinping betonte, dass der ?bergang von einem behandlungsorientierten zu einem gesundheitsorientierten Ansatz beschleunigt werden m?sse, um die Gesundheit der Bev?lkerung besser zu gew?hrleisten. In Zukunft wird China weiterhin die Prinzipien der gro?en Hygiene und gro?en Gesundheit sowie Pr?vention an erster Stelle umsetzen.Die politische Koordinierung und die ressort?bergreifende Zusammenarbeit sollen gest?rkt werden ,um neue Erfolge im Bereich der Gesundheitsversorgung zu erzielen und das Gesundheitsbewusstsein,die Zufriedenheit sowie die Lebensqualit?t der Bev?lkerung kontinuierlich zu verbessern.

Im Prozess des Aufbaus einer rundum wohlhabenden Gesellschaft verbindet die chinesische Regierung Ma?nahmen zur Gesundheitsf?rderung mit Armutsbek?mpfung,wobei pr?ventive Strategien im Mittelpunkt stehen, um zu verhindern, dass Menschen aufgrund gesundheitlicher Probleme in Armut geraten.

Wir zeigen Mitgef?hl f?r Kranke, und im Falle eines Ausbruchs Leisten wir rechtzeitig selbstlose Hilfe. China hat stets mit seiner Weisheit und St?rke zur Gesundheit der gesamten Menschheit beigetragen. Bereits im Jahr 1963 entsandte China auf Einladung der algerischen Regierung sein erstes medizinisches Hilfsteam und begann damit seine Geschichte der internationalen medizinischen Unterst?tzung. Bis Juli 2018 hat China 26.000 medizinische Fachkr?fte in 71 L?nder Afrikas , Asiens, Europas, Amerikas und Ozeaniens entsandt und etwa 280 Millionen Patientinnen und Patienten behandelt. Gleichzeitig wurden medizinische Techniken an Lokale Fachkr?fte weitergegeben sowie Gesundheitspersonal in den Empf?ngerl?ndern ausgebildet. In vielen L?ndern blieben sogenannte st?ndige medizinische Teams vor Ort.

Als im Jahr 2014 in Westafrika das h?morrhagische Ebola-Fieber ausbrach ,reagierte die chinesische Regierung angesichts der ernsten globaLen Gesundheitskrise schneLL und entschlossen. Sie intensivierte sowohl nationale Ma?nahmen zur Pr?vention und Kontrolle als auch internationale Hilfen f?r Afrika. In vier humanit?ren Hilfsaktionen stellte China medizinische Hilfe im Wert von rund 750 Millionen Yuan f?r Westafrika bereit  die bisLang gr??te internationale Gesundheitsunterst?tzung des Landes. Durch unerm?dliche Anstrengungen konnten die Ziele einer strikten Pr?vention und Kontrolle mit Verhinderung von Neuinfektionen sowie eines Sieges ohne Opfer sowohl in China als auch in Afrika vollst?ndig erreicht werden. Das Leben und die Gesundheit unz?hliger Menschen wurden effektiv gesch?tzt, und die internationale Gemeinschaft w?rdigte Chinas Einsatz einhellig.

In den letzten f?nf Jahrzehnten haben viele chinesische Mediziner mit gro?em Vertrauen ihres HeimatLandes ihre Familien verlassen,um in fremde L?nder zu reisen.Trotz Epidemien, Krankheiten, Kriegen und Unruhen hieLten sie an ihren Aufgaben fest und zeigten bemerkenswerte F?higkeiten und Selbstlosigkeit bei der Rettung von Leben. So schrieben sie ein bewegendes Loblied auf das Leben und leisteten einen nachhaltigen Beitrag zum Aufbau einer Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft f?r die Menschheit sowie zur F?rderung globaler Gesundheit und des Friedens.

Unsere Mission ist es,den Traum der Menschen von einem gl?cklichen Leben zu verwirklichen. Ma Xiaowei , Direktor der Nationalen Gesundheitskommission Chinas , betonte, dass wir dem menschenzentrierten Entwicklungsansatz treu bleiben und die kontinuierliche Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins der Bev?lkerung als Ausgangs- und Endpunkt der medizinischen Reformen betrachten soLLten. Die Gesundheit der Menschen m?sse strategisch an oberster Stelle stehen. Es bedarf umfassender Anstrengungen, um die Gesundheit der gesamten Bev?lkerung ganzheitlich zu f?rdern und zu sch?tzen.

Sagt mir nicht, dass der Loushan-Pass so un?berwindbar ist wie eine eiserne Mauer  lasst uns erneut aufbrechen, um ihn zu ?berwinden! Auf dieser neuen Reise in eine neue ?ra werden wir mit noch gr??erem Einsatz voranschreiten. Hunderte Millionen Chinesinnen und Chinesen werden den Ideen Xi Jinpings ?ber den Sozialismus chinesischer Pr?gung im neuen Zeitalter folgen und den Weg der Modernisierung chinesischer Pr?gung beschreiten. Wir werden unserem urspr?nglichen Ziel treu bleiben,unsere Mission im Herzen tragen und mit neuer Kraft unsere Reise fortsetzen. Der Traum von einem gesunden China und der gro?en nationalen Wiederbelebung wird ganz sicher Wirklichkeit werden.




Teil I. Historische Errungenschaften des chinesischen Gesundheitswesens




Kapitel I. Auf der Suche nach dem Weg, stark zu warden



Am 17. Oktober 1896 ver?ffentlichte die Nordchinesische Tageszeitung, eine in Shanghai gegr?ndete englischsprachige Zeitung, einen Artikel eines Briten, der das chinesische Volk wie foLgt beschrieb: China ist der kranke Mann Ostasiens und ist seit Langem gleichg?ltig, apathisch und gef?hllos. In den Augen der Ausl?nder waren die Chinesen in den letzten Jahren der Oing-Dynastie (1636- 1912) opiums?chtig und k?rperlich schwach. Der Ausdruck kranker Mann Ostasiens wurde seither zu einem abwertenden Begriff f?r das chinesische Volk.

Angesichts innerer ProbLeme und ausl?ndischer Invasionen stand China am Rande des nationalen Untergangs und der ethnischen Ausl?schung. Dieses verw?stete Land wurde von Krieg, Seuchen und Hungersn?ten heimgesucht.

Yan Fu (1854-1921), ein Reformer und Denker, schrieb einen Artikel in der Tianjiner Zeitung Zhibao, in dem er fragte: Ist China heute ein kranker Mann? China ist heute schon ein kranker Mann. Er wies mit Weitblick darauf hin , dass nicht das chinesische Volk krank sei ,sondern die Nation,die unter Armut und Schw?che litt.

Seitdem haben viele idealistische Menschen ihr Leben geopfert, um mit allen Mitteln nach Gerechtigkeit zu streben und Chinas R?ckst?ndigkeit und Dem?tigung zu ?berwinden. Unz?hlige Helden sind vorangegangen und haben mutig gek?mpft. Die chinesische Nation hat  mit ihrer langen Geschichte  den Weg der Wiedererstarkung eingeschlagen, einen Weg voller Heldentum, Entbehrungen und edlem Geist.

Guangzhou war die erste Stadt im modernen China, die enge Verbindungen zur westlichen Welt hatte. Im Jahr 2015 feierte das SunYat-sen-Ged?chtniskrankenhaus der Sun-Yat-sen-Universit?t, das erste westlich gepr?gte Krankenhaus Chinas,seinen 180.Geburtstag.








Die Nordchinesische Tageszeitung ver?ffentlichteeinen Artikel eines Briten, der das chinesische Volk folgenderma?en beschrieb: China ist der kranke Mann Ostasiens "








In den letzten Jahren der Oing-Dynastie (1656-1912) galten die Chinesen als k?rperlich schwache Opiumabh?ngige. Der Ausdruck der kranke Mann Ostasiens wurde seither zu einer beleidigenden Bezeichnungf?r das chinesische Volk.



Der amerikanische Missionar Peter Parker gr?ndete 1835 ein Augenkrankenhaus in Guangzhou, das sp?ter zum Sun-Yat-sen-Ged?chtniskrankenhaus wurde. Wie viele andere ausl?ndische Missionare seiner Zeit gr?ndete Peter Parker dieses Krankenhaus, um den religi?sen Glauben durch die Aus?bung der Medizin zu verbreiten.

Ein Artikel in der Zeitung China Nachrichten vom April 1840 enthielt eine von Peter Parker verfasste Krankenakte eines Patienten, der an einem Leistenbruch litt. Es handelt sich um die fr?heste westliche medizinische Krankenakte in China, und es hie?: Medizinisch gibt es an diesem FaLL nichts Besonderes. Ich hatte diesen Patienten noch nie gesehen

Warum zeichnete Peter Parker diesen gew?hnlichen Krankheitsfall so detailliert auf? Weil dieser Patient , den er nie zuvor gesehen hatte , niemand anderer als Lin Zexu (1785-1850) war, ein kaiserlicher Gesandter,der nach Guangzhou geschickt wurde,um das Opium zu verbieten.








Der amerikanische Missionar Peter Parker



Wang Yifang, Professor, Fakult?t f?r Gesundheit und Geisteswissenschaften, Universit?t Peking: 

Peter Parker war ein amerikanischer Arzt, w?hrend Lin Zexu ein kaiserlicher Gesandter und hochrangiger Beamter der Qing-Dynastie war. Zu dieser Zeit litt Lin unter einem Leistenbruch, der ihm gro?e Schmerzen bereitete, doch er war an die Etikette des Qing-Reiches gebunden undkonnte Dr. Parker nur ?ber untergeordnete Beamte wie den Bezirksrichter des Bezirks Nanhai oder den Komprador von dreizehn ausl?ndischen Handelsh?usern in Guangzhou kontaktieren. Er sah sich schlie?lich mit demWiderspruch konfrontiert, der sich aus dem Konflikt zwischen der Ethikdes chinesischen Reiches und der praktischen Anwendung der westlichen Medizin bei der L?sung seines eigenen Problems ergab. Dieser kulturelle Konflikt entstand mit der Einf?hrung der westlichen Medizin in China.



Lin Zexu, der erfolgreich behandelt und von seiner Krankheit geheilt wurde, lobte sp?ter ?ffentlich Peter Parker und sein Krankenhaus. Peter gewann die Anerkennung des Gesandten und wurde von ihm als Berater f?r internationales Recht und medizinische Angelegenheiten eingestellt.

Seine Stellung aLs Berater konnte jedoch die Zerst?rung seines Krankenhauses w?hrend des Ersten Opiumkrieges (1840-1842) nicht verhindern. Die Entwicklung der modernen Medizin ist seit ihrer Einf?hrung in China eng mit Politik und Krieg verbunden.

Das Krankenhaus wurde sp?ter umgebaut und in Kanton Krankenhaus umbenannt und war der Standort der ?ltesten westlichen medizinischen Schule in China, der Kanton Medizinische Schule.

Die Welt war zu dieser Zeit durch die Auslandsexpansion des Kapitalismus vernetzt. Die Ausweitung des westlichen Kolonialismus auf China f?hrte zu gro?en Ver?nderungen, die in der 3000-j?hrigen Geschichte Chinas nie zuvor stattgefunden hatten, und brachte ein Jahrhundert tiefer Krise f?r China mit sich.

Nach 1860 breiteten sich Kliniken und Krankenh?user , die von Ausl?ndern betrieben wurden, auf die K?stengebiete, die Gebiete entlang des Jangtse und sogar in das weite Hinterland Chinas aus. Historischen Aufzeichnungen zufolge gab es 1889 16 westliche medizinische Einrichtungen. In den 20 Jahren nach 1900 entwickelten sich ausl?ndische kirchliche oder organisatorische medizinische Dienste schnell. Ausl?ndische Missionare, karitative Organisationen und Stiftungen gr?ndeten viele medizinische Schulen in chinesischen St?dten wie Peking, Shanghai,Hankou und Changsha.








Bild 1: Das Kantonsspital. 




Bild 2: Krankenhaus der Kirche.



Professor Zhen Cheng, Direktor der Fakult?t f?r Gesundheit undGeisteswissenschaften, Hochschule f?r Gesundheit und Geisteswissenschaften, Universit?t Peking: 

Ausl?ndische Missionare errichteten zun?chst kleine Kliniken und Krankenh?user und begannen sp?ter, chinesische ?rzte auszubilden, um den Bed?rfnissen dieser Einrichtungen gerecht zu werden. Im Laufe der Zeit wuchs die Zahl der medizinischen Missionsschulen und -kollegs in China. Doch der Hauptzweck dieser Missionare und ?rzte, die nach China kamen, bestand darin, die christliche Lehre zu verbreiten.








Bild 1: Der amerikanische Missionar John Glasgow Kerr 

Bild 2: Sun Yat-sen



Eines Tages im Jahr 1886 traf John Glasgow Kerr, ein amerikanischer Missionar und Pr?sident des Canton-Krankenhauses , einen jungen Mann auf einer Stra?e in Guangzhou. Der Missionar war tief beeindruckt von dem jungen Mann, der flie?end Englisch sprach. Es war kein Geringerer als der 20-j?hrige Sun Yat-sen,der sp?ter eingeladen wurde , an der medizinischen Schule von Canton zu studieren.

Nach einem einj?hrigen Studium an der medizinischen Schule von Canton wurde Sun Yat-sen an die Hochschule f?r Chinesische Medizin in Hongkong versetzt,wo er f?nf Jahre sp?ter als Jahrgangsbester abschloss.Nach seinem Abschluss praktizierte Sun Yat-sen als Arzt in Macau und sp?ter in Guangzhou, wo er Krankenh?user und Kliniken gr?ndete. Unabh?ngig davon, wo er sich aufhielt, bot Sun Yat-sen jeden Morgen kostenlose medizinische Hilfe f?r die Bev?lkerung an.Dankseiner hervorragenden medizinischen F?higkeiten und seiner edlen Ethik erlangte er in k?rzester Zeit gro?en Ruhm.

W?hrend seiner T?tigkeit als Arzt war Dr.Sun Yat-sen tief besorgt ?ber die Zukunft des Landes und der Nation. Im Juni 1894 schrieb er einen Brief an Li Hongzhang (1823-1901), einen einflussreichen Staatsmann der sp?ten Oing-Dynastie, und legte Reformvorschl?ge vor.Doch wie ein Stein, der ins Meer gefallen war,kam keine Antwort zur?ck.

Ende desselben Jahres gr?ndete Sun Yat-sen in Honolulu, USA, die erste revolution?re Vereinigung  die Xingzhong-Gesellschaft (Revive China Society)  mit dem Ziel, die chinesische Nation zu verj?ngen.

Es hei?t in alten Spr?chen:Ein hervorragender Arzt heilt die Nation , w?hrend ein minderwertiger Arzt das Volk heilt. Das bedeutet, dass ?rzte , die in der Lage sind,die Krankheiten eines Landes zu behandeln,den ?rzten ?berlegen sind,die Lediglich die Krankheiten der Menschen behandeln. Die Geschichte hat gezeigt, dass die Gesundheit der Menschen ohne nationale Unabh?ngigkeit und Befreiung nicht m?glich ist. Dennoch wird die Geschichte nie jene Vorreiter vergessen, die in schwierigen Zeiten mit ihren gr??ten Anstrengungen gro?e Beitr?ge zur medizinischen und gesundheitlichen Versorgung der Menschen geleistet haben.








Das Geb?ude, in dem Sun Yat-sen als Arzt arbeitete








Bild 1: Dr.Sun Yot-sens ?rztliche Zulassung.

Bild 2: (Gem?lde) Sun Yot-sen bei der Arbeit 

Bild 3:Von Sun Yot-sen verwendete medizinische Instrumente.



Professor Zhen Cheng, Direktor der Fakult?t f?r Gesundheit und Geisteswissenschaften, Hochschule f?r Gesundheit und Geisteswissenschaften, Universit?t Peking: 

W?hrend seiner Praxis als Arzt erkannte Sun Yat-sen, dass es sehr schwierig war, das Ziel der Rettung der Welt zu erreichen, wenn man sich nur auf die pers?nliche St?rke der ?rzte verlie?. Daher ?nderte er sein Ideal von Heilung der Kranken zu Heilung der Nation, was in den Worten von Dr. Sun bedeutet, die Schulen und Hochschulen als Orte f?r Aufkl?rung und die medizinischen F?higkeiten als Mittel zur Rettung der Welt zu sehen.








1894 gr?ndete Sun Yat-sen in Honolulu (USA) die Xing Zhong Hui (Gesellschaft zur Erneuerung Chinas)








Gro?e Pest in den drei nord?stiichen Provinzen



Es gibt ein unscheinbares, zweist?ckiges, ziegelrotes Geb?ude in der Baozhang-Stra?e (Stra?e der Sicherheit) im Daowai-Bezirk der Stadt Harbin. Heute kennen nur wenige Menschen den Namen Wu Lien-Teh (1879-1960) und die gro?e Pest, die vor ?ber einem Jahrhundert in den drei nord?stlichen Provinzen Chinas w?tete. In der Geschichte der sp?ten Oing-Dynastie kam es fast jedes Jahr zu Seuchen und Hungersn?ten  eine Chronik des Todes und der Verzweiflung.

Im Oktober 1910 , im letzten Winter der Oing-Dynastie, forderte eine pl?tzlich ausbrechende Pest w?hrend eines extrem kalten Winters im Nordosten Chinas rund 60.000 Todesopfer.

Die Epidemie breitete sich entlang der Nordostbahn nach S?den aus und fegte durch Hebei und Shandong, wobei sich die Zahl der Todesf?lle t?glich verdoppelte. Wie Xiliang (1853-1917), der damalige Statthalter der drei ?stlichen Provinzen, schrieb , war die Pest wie das Wasser, das ?ber das Land schwappt, und das Feuer, das die Pr?rie in Brand setzt. 




Wu Lien-Teh (1879-1960)



Die geschw?chte Oing-Regierung war v?llig ?berfordert, dieser Katastrophe Herr zu werden. Wu Lien-Teh, ein Mediziner mit Ausbildung in Cambridge und stellvertretender Direktor der Milit?rmedizinischen Hochschule in Tianjin, riskierte sein Leben, um in das von der Pest betroffene Gebiet zu reisen und die Ursachen zu untersuchen. Seine Ergebnisse sorgten weltweit f?r Aufsehen. Bereits einen Monat sp?ter war die Zahl der Toten in Harbin auf null gesunken. Nach sieben Monaten war der Kampf gegen die Seuche gewonnen  und Wu wurde ?ber Nacht weltber?hmt.








Bild 1: Gesundheitsbeamte in Harbin w?hrend der Epidemie,1921.

Bild 2: Wu Lien-teh und seine Kollegenf?hren ein experimentelles Verfahren zur 

Bek?mpfung der Epidemie in der ?ffentlichkeit durch,1921.

Bild 3: Tor des Fujiadian-Zentrums zur Seuchenpr?vention,1911.

Bild 4: Wu Lien-teh und seine Kollegen im Seuchenlaboratorium in Harbin,1921.



Nur sechs Monate nach dem Ende der Epidemie brach die XinhaiRevolution aus, und die Regierung der Oing-Dynastie verschwand von der politischen B?hne.Im Jahr 1912 gr?ndete die neu etablierte Republik China ein Gesundheitsministerium unter dem Innenministerium, das zur obersten Instanz des nationalen Gesundheitswesens wurde. Sp?ter wurde es in eine Abteilung des Polizeiministeriums umgewandelt, ehe es 1916 unter der Beiyang-Regierung (1912- 1928) wieder zum Gesundheitsministerium wurde.



Yang Baofeng, Pr?sident der Medizinischen Universit?t Harbin undAkademiker der Chinesischen Akademie f?r Ingenieurwesen: 

Zun?chst erkannte Wu Lien-Teh, dass es sich um eine ansteckende Krankheit handelte, kannte jedoch deren genaue Art nicht. Mit gro ?er Entschlossenheit sezierte er die Leiche einer japanischen Frau und stellte fest, dass es sich um eine Form der Lungenpest handelte  eine ?ber die Luft ?bertragbare Infektionskrankheit, die durch Atmung oder Tr?pfchen verbreitet wird.

Welche Ma?nahmen sollten dagegen ergriffen werden? Durch das Tragen von Masken, Quarant?nema?nahmen, das Verbrennen von Leichen und deren Bestattung in gro?er Tiefe konnte die Pest, die China und auch das Ausland ersch?tterte, rasch unter Kontrolle gebracht werden.








Einrichtung der Beiyang-Regierung








Bild 1: Gr?ndung der Republik China. 




Bild 2: Ernennung des Premierministersf?r innere Angelegenheiten, unterzeichnet von Sun Wen (Sun Yat-sen),dem provisorischen Pr?sidenten der Republik China.








Ein anerkanntes Dokument des Votkskrankenhauses.



1918leitete Wu Lien-Teh als Direktor der Zentralabteilung f ?r Epidemiepr?vention der Beiyang-Regierung die Bek? mpfung zahlreicher Ausbr?che von Pest und Cholera. Er organisierte die Einrichtung von Ouarant? neeinrichtungen, Krankenh? usern, Forschungseinrichtungen und spezialisierten Kliniken in Nordostchina und Peking.



Yang Baofeng, Pr?sident der Medizinischen Universit?t Harbin undAkademiker der Chinesischen Akademie f?r Ingenieurwesen: 

Wu Lien-Teh gr?ndete die Chinesische Medizinische Zeitschrift, die erste medizinische Fachzeitschrift Chinas, sowie die Chinesische Medizinische Gesellschaft.

Dank seines Einsatzes wurde das Vorrecht ausl?ndischer M?chte, die chinesische Zoll und Quarant?neverwaltung zu kontrollieren, abgeschafft  ein Schritt, der das Selbstbewusstsein des chinesischen Volkes st?rkte.

Er war zudem der Begr?nder des Pekinger Volkskrankenhauses und der Medizinischen Universit?t Harbin.








Das Pekinger Zentrolkronkenhous,eines der ersten modernen Krankenh?user, die von Chinesen erbout wurden,wurde 1918 er?ffnet.








Bild 1: Volkskrankenhaus der Universit?t Peking. 




Bild 2: Medizinische Universit?t Harbin.



In einer ?ra nationaler Zersplitterung und der Herrschaft durch Kriegsherren konnte Wu Lien-Teh die R?ckst?ndigkeit des medizinischen Versorgungssystems nicht allein ?berwinden. Trotz seines Engagements blieben grundlegende Reformen aus.

Ende der 1920er-Jahre wurde Nordchina von einer schweren Hungersnot heimgesucht. Die D?rre und die Seuchen hieLten bis 1930 an und forderten mehr als zehn Millionen Menschenleben. In der Provinz Gansu starben rund 2,4 Millionen Menschen, darunter 600.000 an der Pest. In der benachbarten Provinz Shaanxi starben mehr als drei Millionen Menschen an Hunger und Krankheiten.








Menschen, die unter Seuchen und Hungersn?ten leiden.



Der amerikanische Journalist Edgar Snow (1905-1972), der die Seuche in der Inneren Mongolei untersuchte, berichtete , dass auf dem Land Tausende M?nner , Frauen und Kinder verhungerten, w?hrend in den St?dten, die ebenfalls von der Pest betroffen waren , reiche H?ndler die Notlage ausnutzten,um Gewinne zu machen und Reicht?mer anzuh?ufen.

Die tragischen Todesf?lle und die soziale Ungerechtigkeit f?hrten Snow zu der Erkenntnis, dass es ohne eine umfassende und tiefgreifende Revolution keine Hoffnung auf eine Verbesserung des Gesundheitswesens und eine Befreiung von den Gefahren durch Seuchen und Hunger geben w?rde.








Der amerikanische Journalist Edgar Snow



Gleichzeitig gab es aber auch andere Ans?tze. W?hrend die Pest ?ber Nordchina hinwegfegte, kehrten Intellektuelle in ihre Heimatst?dte zur?ck und engagierten sich auf dem Land,etwa im Kreis Ding Xian in der Provinz Hebei. In den D?rfern dieser Region geschahen damals bemerkenswerte Dinge: Kinder konnten regul?re Schulen besuchen,es gab ein Gemeindekrankenhaus,und arme Bauern mussten keine Anmeldegeb?hren f?r Arztbesuche zahlen.Genossenschaften f?rderten hochwertiges Baumwollsaatgut, und es wurden Kurse f?r Erwachsene angeboten.



Xu Xiuli, Forscherin am Institut f?r moderne Geschichte der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften: 

 Sie bauten im Landkreis Ding Xian ein dreistufiges Netzwerk der Gesundheitsversorgung auf: ein Krankenhaus auf Kreisebene, eine Klinik aufGemeindeebene und einen Gesundheitshelfer auf Dorfebene.

Der Gesundheitshelfer verf?gte ?ber eine Arzneikiste mit mehr als einem Dutzend g?ngiger Medikamente. Er war vergleichbar mit einem Barfu?arztim Neuen China und bot den Menschen eine grundlegende medizinische Versorgung. Ci








Bild 1: Beseitigung von Anatphabetismus und Bitdung neuer Burger.

Bild 2: Kampfsport in der Freizeit aus?ben.

Bild 3: Gesundheitserziehung im DorfZhoi Cheng.

Bild 4: L?ndlicher Frauengesundheitskurs im DorfZhoi Cheng.








Bild 1: Gesundheitserziehung im DorfZhai Cheng.

Bild 2: Dorfgesundheitspersonal mit neuen medizinischen Instrumenten.



Diese Aktivit?ten wurden als Bewegung zum l?ndlichen Aufbau bekannt und erregten Landesweit Aufmerksamkeit. Ihre Anf?hrer waren Yan Yangchu (1890-1990) und Liang Shuming (1893-1988), zwei bedeutende Intellektuelle.








Yan Yangchu und Liang Shuming



Die L?ndlichen Aufbaubewegungen, ins Leben gerufen von gebildeten Eliten wie Yan Yangchu und Liang Shuming, leisteten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Landbev?lkerung. Unter den damaligen politischen und sozialen Bedingungen blieben diese Initiativen jedoch experimentell  und konnten sich nicht fl?- chendeckend durchsetzen.

1927 richtete die KuomintangRegierung in ihrer Hauptstadt Nanjing eine Gesundheitsabteilung unter dem Innenministerium ein, die bald darauf in ein eigenst?ndiges Gesundheitsministerium umgewandelt wurde. Vor dem Ausbruch des chinesischen Widerstandskriegs gegen die japanische Invasion 1937 existierten neben kirchlichen und privaten Kliniken auch 52 regionale und 82 st?dtische Krankenh?user. Obwohl es erste Ans?tze zur Gesundheitsversorgung auf dem Land gab, fehLte ein systematisches Gesamtkonzept.








Alphabetisierungsbuch Alphabetisierungskursf?r 1.000 Zeichen.








Die Bewegung des l?ndlichen Aufbaus











Ehemaliger Standort des Gesundheitsministeriums der Landesregierung



Wang Yifang, Professor an der Fakult?t f?r Gesundheitswissenschaften der Universit?t Peking: 

Die Arbeit in diesem Jahrzehnt leistete einen gewissen Beitrag zur Entwicklung des chinesischen Gesundheitswesens.

Die Institutionalisierung der nationalen Gesundheitsverwaltung wurde abgeschlossen.

Allerdings war das Gesundheitsministerium ?berwiegend mit R?ckkehrern besetzt, die im Ausland studiert hatten und die Verh?ltnisse in China nur unzureichend kannten.

Es verf?gte ?ber ?u?erst begrenzte Ressourcen, die es mobilisieren konnte, und diente weniger der breiten Bev?lkerung als vielmehr der st?dtischen Bourgeoisie.








1937brach die Songhu-Schlacht (Zweite Schlacht um Shanghai) aus. Wu Lien-Tehs Wohnsitz in Shanghai wurde durch japanische Bomben zerst?rt, woraufhin er China verlassen und in sein Geburtsland Malaysia zur?ckkehren musste, um dort weiterhin als Arzt t?tig zu sein.Seither verschwand Wu nach und nach aus dem ?ffentlichen Bewusstsein in China.Sein Name und seine Errungenschaften gerieten zunehmend in Vergessenheit. Der Krieg hat das Schicksal vieler Menschen auf einschneidende Weise ver?ndert. Es war kaum m?glich , dass der Einsatz medizinischer und intellektueller Eliten den Gesundheitszustand der breiten Bev?lkerung nachhaltig verbessern oder die in ganz China grassierenden Epidemien vollst?ndig ausrotten konnte.

Der Leiter eines Missionskrankenhauses war Fu Lianzhang (1894-1968), ein Generalleutnant der Gr?ndungsgeneration, der sp?ter als Vizeminister im Gesundheitsministerium der Volksrepublik China t?tig war.








Fu Lianzhang (1894-1968) verzichtete aufein hohes Monatsgehalt von 400 Silberdollar und schloss sich der Roten Armee an.



In einer Zeit , in der die revolution?ren St?tzpunktgebiete blockiert waren und ein akuter Mangel an medizinischen Ger?- ten und Medikamenten herrschte, unternahm das von der Kommunistischen Partei Chinas gef?hrte Gesundheitswesen den schwierigen ersten Schritt zur Etablierung einer medizinischen Grundversorgung.



Zhang Yanling, Pr?sident der Chinesischen ?rztevereinigung: 

Nach einer langen und m?hsamen Suche erkannten die Menschen allm?hlich die Wahrheit: Es war unm?glich, das Land allein durch medizinische Wissenschaft zu retten. Um diese Probleme zu l?sen, mussten sie auf der Grundlage der nationalen Unabh?ngigkeit und Befreiung die F?hrung einer gro?en Partei akzeptieren und ein System errichten, in dem das Volk der Herr des Landes ist. In den 1920er und 1930er-Jahren mobilisierte die Kommunistische Partei Chinas in den weiten l?ndlichen Gebieten S?dchinas die Bauern und f?hrte eine energische Agrarrevolution (1927-1937) durch. Der Direktor eines kirchlichen Krankenhauses im Kreis Changting in der Provinz Fujian verlegte sein Krankenhaus nach Ruijin, dem Regierungssitz des Zentralsowjetgebiets, und gr?ndete offiziell das Krankenhaus der Zentralen Roten Armee  das erste regul?re Krankenhaus in der Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas.



Liu Liang damaliger stellvertretender Direktor des B?ros f?r Parteigeschichte des Parteikomitees der Stadt Ruijin, Provinz Jiangxi: 

Im Zentralsowjetgebiet existierten zwei Hauptlinien der medizinischen und gesundheitlichen Versorgung. Die erste Linie stellte die Armee dar: Sie gr?ndete das Gesundheitsministerium der Zentralen Revolution?ren Milit?rkommission der Chinesischen Sowjetrepublik. Die zweite Linie f?hrte ?ber das Innenministerium, das Gesundheitsstrukturen in den Provinzen und Landkreisen sowie zahlreiche ?ffentliche Gesundheitszentren auf lokaler Ebene aufbaute. So entstand ein grundlegendes Gesundheitssystem im sowjetischen Verwaltungsraum.

Im November 1933 f?hrte Mao Zedong (1893-1976) in der Gemeinde Changgang in der ostchinesischen Provinz Jiangxi eine sozialmedizinische Erhebung durch. In seinem Bericht betonte er, dass Krankheiten einen der gr??ten Feinde des sowjetischen Gebiets darstellten, da sie die revolution?ren Kr?fte schw?chten. Es sei die Verantwortung jeder ?rtlichen Regierung, die Massen zu mobilisieren und Gesundheitskampagnen durchzuf?hren, um Krankheiten einzud?mmen oder idealerweise zu beseitigen.








Titelseite einer 1977 in Yunnan ver?ffentlichten Brosch?re mit drei Untersuchungsberichten von Mao Zedong aus den 1930er Jahren: zur Stadt Xingguo sowie den Gemeinden Coixi und Changgang.



Im M?rz 1934 wurde im ZentraLsowjetgebiet die Zentrale Kommission zur Seuchenbek?mpfung gegr?ndet. Es folgten Verordnungen zu Infektionskrankheiten und breit angelegte Pr?ventionskampagnen.

Seit ihrer Entstehung zeichnet sich die medizinische Versorgung des Volkes durch vier zentrale Prinzipien aus: Wahrheitssuche durch Fakten , Mobilisierung und Vertrauen in die Massen sowie Dienst an der Bev?lkerung.

Nach dem Eintreffen der Roten Armee in der n?rdlichen Provinz Shaanxi ma? das Zentralkomitee der Partei der medizinischen Arbeit gro?e Bedeutung bei.Sie wurde zu einem integraLen Bestandteil der Parteiarbeit erkl?rt,mit gezieltem Aufbau medizinischer Einrichtungen und systematischer Ausbildung des medizinischen Personals.

Im April 1939 wurde in der N?he von Lijiawan das Zentralkrankenhaus von Yanan gegr?ndet. Es nahm ?rzte aus den St?dten auf, die sich dem Widerstand angeschlossen hatten,und begann mit der Ausbildung eigener Fachkr?fte.

Im September 1940 wurde auf Grundlage der ehemaligen Gesundheitsschule der Roten Armee die Chinesische Medizinische Universit?t gegr?ndet. Diese bildete zahlreiche Fachkr?fte f?r das Gesundheitswesen aus und leistete damit wesentlichen Beitrag zum Widerstand gegen die japanische Aggression und den sp?teren Befreiungskrieg. Mao Zedong verfasste f?r die Universit?t eine Widmung mit den Worten:Rettet die Sterbenden,heilt die Verwundeten, verwirklicht revolution?re Humanit?t. Dieser Leitsatz entwickelte sich zum ethischen Kodex f?r das medizinische Personal im Neuen China und hat bis heute G?ltigkeit.

Im Mai 1944 erkl?rte Mao Zedong bei der Er?ffnungsfeier der Universit?t von Yanan ,dass die medizinische Arbeit verst?rkt und in jeder der ?ber 1.000 Gemeinden des Grenzgebiets eine Klinik eingerichtet werden solle.








Der ehemalige Standort der Chinesischen Medizinischen Universit?t, deren Vorg?ngereinrichtung die Hygieneschule der Roten Armee war,wurde am 9. September 1949 offiziell in Chinesische Medizinische Universit?t" umbenannt.



Zhang Yanling, Pr?sident der Chinesischen ?rztevereinigung: Die Zentralregierung richtete zun?chst im Grenzgebiet Shaanxi-Gansu-Ningxia ein umfassendes Gesundheitswesen ein, das sich von der obersten F?hrung ?ber die Armee bis hin zu lokalen Verwaltungsstrukturen erstreckte. Mao Zedong und das Zentralkomitee der Partei f?hrten dabei ein zentrales Prinzip der Gesundheitsarbeit ein: Der Pr?vention sollte Vorrang einger?umt werden. Auf dem Nordchinesischen Soldatenfriedhof in der Stadt Shijiazhuang, Provinz Hebei, befindet sich ein Ort, der in den Herzen vieler medizinischer Fachkr?fte einen besonderen Platz einnimmt. Dort ruht Norman Bethune (1890-1939), ein ber?hmter kanadischer Thoraxchirurg. Noch heute pilgern zahlreiche Menschen dorthin, um ihm ihre Ehre zu erweisen.








Bild 1: Das Grab von Doktor Bethune. 




Bild 2: ?lgem?lde der Vorsitzender Mao trifft Dr. Bethune in der H?hlenwohnung von Yan'an



Die ?ffentlichkeit erinnert sich vor allem an den humanit?ren Geist von Norman Bethune.Weniger bekannt ist jedoch, dass Bethune sich auch f?r die Einf?hrung eines umfassenden Gesundheitssystems engagierte. Bereits in Kanada hatte er der Regierung Vorschl?ge unterbreitet, die Gesundheitskosten f?r die Bev?lkerung zu ?bernehmen, um die soziale Stabilit?t zu st?rken. Seine Ideen wurden damals als unrealistisch abgetan.

Im M?rz 1938 traf Bethune unter Artilleriebeschuss in Yanan ein. Die Stadt hinterLie? bei ihm einen bleibenden Eindruck. In seinem Tagebuch schrieb er: Hier, zwischen alten Geb?uden, sind die Stra- ?en sauber und bl?hend  Trotz der Einfachheit der Ausstattung wurde hier ein kostenloses medizinisches System f?r alle etabliert.








Am 15.September 1938 gr?ndete Bethune das ,Modellkrankenhaus im Dorf Song Yankou, im Kreis Wutai, Provinz Shaanxi. Das Foto zeigt Bethune bei der Er?ffnungszeremonie.








Dr. Bethune arbeitete mit Schreinern und Schmieden zusammen, um medizinische Instrumente herzustellen.



Einige Monate sp?ter kam er mit medizinischen Ger?ten in das Grenzgebiet Shanxi-Chahar-Hebei. Dank der gemeinsamen Anstrengungen von Armee und Bev?lkerung wurde dort das Modellkrankenhaus gegr?ndet  das erste regul?re Krankenhaus im St?tzpunktgebiet.

Trotz der schwierigen Kriegsumst?nde f?hrte Bethune zahlreiche medizinische Experimente und Innovationen durch. So entwickelte er eine Salbe zur Bek?mpfung von Infektionen und zur Vorbeugung von Wundzerfall. Zudem erfand er eine mobile medizinische Tasche, die auf dem R?cken eines Esels transportiert werden konnte. Sie enthielt Instrumente und Medikamente f?r 100 Operationen, 500 Verbandswechsel und 500 Rezept?bertragungen. Wegen ihrer Form nannten Soldaten und Dorfbewohner sie Lugou-Br?cke  benannt nach der Br?cke im Pekinger Stadtteil Fengtai, an der 1937 der Widerstandskrieg begann.



Li Longchi, st?ndiger Vizepr?sident und Generalsekret?r der ChinaBethune-Geist-Forschungsgesellschafl: Obwohl Dr. Bethune nur zwei Jahre in China t?tig war, hinterlie?en seine edlen Charakterz?ge einen tiefen Eindruck beim chinesischen Volk. Diese Werte wurden Teil des kollektiven Ged?chtnisses und sind heute ein integraler Bestandteil des gro?en Geistes der chinesischen Nation.

Ein ber? hmtes Foto mit dem Titel Dr. Python wurde vom Fotografen Wu Yinxian im Oktober 1939 aufgenommen. Es zeigt einen Operationstisch, nur vier Kilometer von der Front entfernt. Dieses Bild wurde zum Symbol des chinesischen Widerstandskampfs gegen Japan.








Am 12.November 1939 starb Dr. Bethune an einer Krankheit im DorfHuangshikou, Kreis Tang, Provinz Hebei











Bild 1: Trauerfeierzu der Ehre an Dr. Bethune 




Bild 2: Ein Foto von Norman Bethune bei seinem Abschluss an der Universit?t Toronto im Dezember 1916, Kanada 




Bild 3: Dr. Bethune



In der Geschichte gibt es stets unersch?tterliche Ideale und einen bleibenden Geist.Seit ?ber 70 Jahren inspiriert Bethunes Geist Generationen von Gesundheitspersonal und ist ein zentraler Bestandteil medizinischer Berufsethik im modernen China.

Bethunes Vision eines universellen Gesundheitssystems ist auch heute noch von hoher Bedeutung. In einem Artikel ?ber sein Leben hei?t es:Dr. Norman Bethune entwarf das erste vollst?ndige Gesundheitssystem der westlichen Welt.

Auch Mao Zedong teiLte diese Vision. In seinem Aufsatz ?ber die Vereinigte Regierung aus dem Jahr 1945 betonte er: Ohne die 360 Millionen Bauern gibt es keine allgemeine Volksgesundheit.Wir m?ssen Krankheiten aktiv Vorbeugen und behandeln sowie den Gesundheitsdienst f?r die Menschen st?rken. Diese Ideen Legten das Fundament f?r die Gesundheitspolitik im Neuen China: Pr?vention hat Vorrang, und der Dienst am Volk steht im Mittelpunkt.

Die Gr?ndung der Volksrepublik China ist eine der bekanntesten historischen Szenen f?r alle Chinesen. Mit der Geburt des neuen Chinas ver?nderten sich das Schicksal des Volkes und die Zukunft der Nation grundlegend. Es wurde der Grundstein f?r WohLstand , St?rke und gemeinsamen Fortschritt gelegt.

Unter der F?hrung der Kommunistischen Partei Chinas machen Hundertmillionen Menschen mutige Schritte, um Krankheiten und Hunger zu ?berwinden- und ebnen damit den Weg in eine gesunde Zukunft f?r alle.








?ber die Vereinigte Regierung



Kapitel II. Den Grundstein legen











?lgem?lde Gr?ndungsfeier von Dong Xiwen



Am 21. September 1949 erkl?rte Mao Zedong auf der ersten Plenartagung der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (PKKCV) offiziell, dass das chinesische Volk, das ein Viertel der Menschheit ausmacht,von nun an aufgestanden ist.Dies symbolisierte den Beginn eines neuen Lebens f?r das Land.

Die Sonne ging im Osten auf, durchflutete die Erde mit ihrem Licht, reinigte das schlammige Wasser, das die reaktion?re Regierung hinterlassen hatte, heilte die Wunden des Krieges und legte den Grundstein f?r eine neue , starke Volksrepublik China. Mit der Gr?ndung des neuen China richtete die Zentrale VoLksregierung das Gesundheitsministerium (Ministry of Health, MOH) ein.Am 19. Oktober 1949 hielt das Zentrale Volksregierungskomitee seine dritte Sitzung ab und ernannte Li Deguan, eine prominente Demokratin, zur Gesundheitsministerin. Der Weg zum Aufbau des neuen Staates war jedoch lang und voller Herausforderungen. Am Vorabend der Gr?ndung der Volksrepublik China im Jahr 1949 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in China nur 35 Jahre, die Kindersterblichkeitsrate Lag bei ?ber 20 %.Zahlreiche Krankheiten wie Pest,Cholera, Pocken und Diphtherie waren weit verbreitet.Mao Zedong beschrieb das Leid des alten China in einem Gedicht: Hunderte von D?rfern sind verlassen ,Menschen sterben an Krankheiten,und in Tausenden von verw?steten H?usern singen Geister. Wie sollte das neue China angesichts dieser Verw?stung eine gesunde Gesellschaft aufbauen und die langj?hrigen Plagen beseitigen?

Im Oktober 1949 , w?hrend die Menschen in Peking noch in der festlichen Stimmung der Staatsgr?ndung waren, brach in Zhangjiakou in der Provinz Hebei,nicht weit von Peking entfernt,die Pest aus. In Peking und Tianjin verbreitete sich Panik, die St?dte wurden von Angst und Unruhe erfasst.Die Bahnstrecke von Peking nach Suiyuan musste geschlossen werden, die Lebensmittelversorgung wurde unterbrochen , was zu einem Landesweiten Preisanstieg f?hrte. Dies erschwerte es der neuen Regierung, die wirtschaftliche Stabilit?t wiederherzustellen.








Bild 1: Vorl?ufige Karte der Malaria-Endemiegebiete vor der Gr?ndung Neuchinas 




Bild 2: Vorl?ufige Karte der von Bilharziose betroffenen Gebiete vor der Gr?ndung Neuchinas















Bild oben: Titelseite der Volkszeitung? 28, Oktober 1949 

Bild unten links: Titelseite der Volkszeitung,29. Oktober 1949 

Bild unten rechts: Titelseite der Volkszeitung? 30.Oktober 1949



Wie reagierten die f?hrenden Politiker des neuen China auf diese Krise? Bereits am ersten Tag der Sperrung der Bahnlinie leitete Premierminister Zhou Enlai (1898-1976) eine Wirtschaftskonferenz des Staatsrats und gr?ndete umgehend eine Kommission zur Seuchenbek?mpfung.Schon am folgenden Tag kontaktierte Mao Zedong pers?nlich Josef Stalin mit der Bitte, die Sowjetunion m?ge Impfstoffe und Serum per Lufttransport schicken sowie ein medizinisches Einsatzteam zur Bek?mpfung der Pest entsenden.

Der entscheidende Faktor im Kampf gegen die Seuche war jedoch die Mobilisierung der Bev?lkerung. Von der Zentralregierung bis zu den lokalen Beh?rden reagierten alle Ebenen des Staates sofort. ?ber 700 Epidemie-Pr?ventionsteams wurden in die betroffenen Gebiete entsandt ,f?hrten Impfungen,Desinfektionen und Ma?nahmen zur Bek?mpfung von Nagetieren durch. Die Pest wurde erfolgreich einged?mmt,noch bevor sie sich weiter ausbreiten konnte.








Beseitigung der Pest



Xu Jianguo, Forschungsstipendiat am Nationalen Institut f?r Bek?mpfungsma?nahmen gegen ansteckende Krankheiten in China, Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften: 

Durch zahlreiche Ma?nahmen konnte die Pest in Peking innerhalb von zwei Monaten erfolgreich einged?mmt werden. Diese Ma?nahmen trugen wesentlich zur Stabilit?t der Volksrepublik China bei. Die Epidemie demonstrierte der Au?enwelt die starke F?higkeit der neuen Regierung in Regulierung und Mobilisierung sowie die Wirksamkeit der Massenlinie. Gleichzeitig offenbarte sie jedoch auch die Schw?chen in der Gesundheitsund Seuchenpr?ventionsarbeit des neuen China. 



1950f?hrte das Gesundheitsministerium nach umfassenden Untersuchungen und Forschungen erste Landesweite Kampagnen zur Pr?vention von Tuberkulose und Pocken durch. BCG-Impfungen wurden kostenlos zur Verf?gung gestellt und markierten den Beginn einer neuen ?ra im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Die F?rderung von Gesundheitsprojekten wurde zu einer vordringlichen Aufgabe.

Im August 1950 veranstaltete das Gesundheitsministerium in Peking die erste Nationale Gesundheitskonferenz. Dabei wurden drei zentrale Aufgaben der medizinischen Arbeit im neuen China definiert: Dienst an Arbeitern, Bauern und Soldaten, Vorrang f?r die Pr?vention und Kombination von traditioneller chinesischer und westlicher Medizin.Das bedeutete , dass das Gesundheitssystem auf die Bed?rfnisse der breiten Bev?lkerung ausgerichtet wurde,der Aufbau eines pr?ventiven ?ffentlichen Gesundheitswesens priorisiert wurde und beide Medizinsysteme gemeinsam zum Einsatz kamen.



Liu Guoen, Direktor des Zentrums f?r gesundheits?konomische Forschung, Universit?t Peking: 

Die erste Priorit?t bestand darin, zu kl?ren, wem unser Gesundheitssystem dienen soll. Der zweite Punkt ist, wie die notwendige Unterst?tzung f?r diese grundlegenden medizinischen Dienste effektiver und einfacher bereitgestellt werden kann. Vor diesem Hintergrund ist die Priorisierung der Pr?vention zu diesem Zeitpunkt zweifellos die beste Wahl. Der dritte Punkt betrifft die Integration der Kr?fte aller gesellschaftlichen Bereiche  ?ffentlicher und privater, traditioneller chinesischer und westlicher Medizin, ambulanter Einrichtungen und Krankenh?user. 



Ein weiterer Beschluss war der Aufbau eines landesweiten Gesundheitsnetzes: Jede Stra?e in der Stadt und jedes Dorf auf dem Land sollte medizinisch versorgt werden.Ein dreistufiges System auf Kreis- ,Gemeinde- und Dorfebene wurde eingef?hrt.

Zhou EnLai schrieb in dieser Phase auf einer Konferenz zur Unterst?tzung des Korea-Kriegs und des Widerstands gegen die US-Aggression (1950-1953) die Inschrift: Mobilisiert die Massen, achtet auf die medizinische und gesundheitliche Arbeit, reduziert Krankheiten , verbessert die Gesundheit der Menschen und zerschLagt den bakteriellen Krieg des Feindes.

Die Konferenz folgte auch Mao Zedongs Aufruf, die Gesundheitsarbeit eng mit Massenbewegungen zu verbinden. Dieser Gedanke wurde zum vierten Grundsatz neben den bereits genannten drei und bildete die Leitlinie der medizinischen Entwicklung im neuen China.



Liu Yuanli, Direktor des Instituts f?r ?ffentliche Gesundheit, Medizinische Hochschule der Union Peking: 

Es wurden vier tragende Plattformen geschaffen. Die erste Plattform ist das prim?re Gesundheitsnetzwerk, das dazu dient, h?ufig auftretende Krankheiten zu behandeln und die Rolle der Gemeinde-Gesundheitszentren voll auszusch?pfen. Die zweite Plattform ist ein Netzwerk zur Gesundheits und Seuchenpr?vention, dessen Kern die entsprechenden Stationen sind und dessen Hauptaufgabe in der Bek?mpfung ?bertragbarer Krankheiten besteht. Die dritte Plattform ist ein umfassendes Netzwerk zur medizinischen Grundsicherung auf niedriger Ebene, das auf der staatlichen und kollektiven Wirtschaft basiert. Die vierte Plattform ist das Komitee f?r patriotische Hygienekampagnen, das gegr?ndet wurde, um die Massen unter Einbeziehung von Partei-, Regierungs und Milit?rf?hrungen auf allen Ebenen zu mobilisieren. Diese vier Prinzipien und vier Plattformen bildeten eine ?u?erst wichtige Grundlage f?r die Erfolge im Bereich der ?ffentlichen Gesundheit im neuen China.








Der erste Entwurf eines Gesundheitswesens war damit skizziert. Das fr? here Komitee f? r Seuchenpr?vention wurde in das Komitee der Patriotischen Hygieneaktion umgewandelt, dessen erster Leiter Premier Zhou EnLai war. Daraus entwickelte sich eine landesweite Volksbewegung.








Die Patriotische Hygieneaktion wurde landesweit eingef?hrt








Nationale Gesundhoits Wahlkampf











Die Patriotische Hygieneaktion wurde landesweit eingef?hrt











In Peking war das Viertel Longxugou im Stadtteil Tianqiao f?r seine unhygienischen Zust?nde ber?chtigt. M?LL und Abwasser bestimmten das Stadtbild  sogar die Verbotene Stadt war betroffen. Im Sommer wurden diese Orte zur Brutst?tte f?r M?cken.1950 wurde die st?dtische Infrastruktur ausgebaut: Longxugou zugesch?ttet, Kan?le angelegt.Die Lebensbedingungen verbesserten sich deutlich, was die Menschen die Vorteile der neuen Gesellschaft konkret sp?- ren Lie?.








Originatausgabe der Verordnung des Stootsrotes der Zentralen Votksregierung ?ber dos Verbot von Opium und Drogen








Longgu-Behcmdlung



Diese Transformation wurde zu einem Symbol f?r die Wirkung der Patriotischen Hygieneaktion. 1952 wurden innerhalb eines halben Jahres ?ber 15 Millionen Tonnen M?ll beseitigt, 280.000 Kilometer Kan?le ausgehoben,4,9 Millionen ?ffentliche Toiletten gebaut oder saniert ,und gro?e Mengen an Abwasser entsorgt. Die sanit?re Lage in Stadt und Land verbesserte sich erheblich.

Anfang der 1950er Jahre verabschiedete der Staatsrat ein Verbot von Opiumdrogen. Eine landesweite Anti-Drogen-Kampagne begann, und innerhalb von drei Jahren wurde das Opium, das China ?ber ein Jahrhundert lang gesch?digt hatte, fast vollst?ndig ausgerottet.

China zeigte ein neues Gesicht. Song Oingling (1893-1981), Vizevorsitzende der Zentralen Volksregierung, sagte nach einer Reise durchs Land:Das China, das st?ndig von Krankheiten und Hungersn?ten heimgesucht wurde, ist f?r immer verschwunden. Der Begriff kranker Mann Asiens war nicht L?nger anwendbar.








Umfangreiche Antidrogenkampagnen wurden gestartet



450Millionen Chinesen standen auf, und der Aufbau eines Systems zur gemeinsamen Gesundheitsversorgung und Seuchenpr?- vention  mit Schwerpunkt auf Pr?vention  erm?glichte diesen Wandel.

In nur wenigen Jahren errichtete das neue China ein landesweites ?ffentliches Gesundheitssystem mit Stationen f?r Seuchenkontrolle sowie M?tter- und Kindergesundheit auf allen Ebenen.Dies war eine historische Leistung und eine solide Grundlage f?r die k?nftige Entwicklung des Gesundheitswesens  mit dem Ziel, Gesundheit als Recht f?r alle zug?nglich zu machen.



Liu Yuanli, Direktor des Instituts f?r ?ffentliche Gesundheit, Medizinische Hochschule der Union Peking: 

Erstens wurde angesichts der hohen Kindersterblichkeitsrate ein zeitnahes Impfprogramm f?r Kinder eingef?hrt. Zweitens wurden gezielte Ma?nahmen zur Vorbeugung und Bek?mpfung von Bilharziose, Hakenwurminfektionen und h?morrhagischem Fieber ergriffen  in Reaktion auf einige der wichtigsten Infektions und Endemiekrankheiten in China.








Bitharziose-Schoden



1953, als sich Shen Junru (1875-1963), Pr?sident des Obersten Volksgerichts, am Tai-See erholte, entdeckte er, dass Bilharziose am Mittel-und Unterlauf desJangtse weit verbreitet war.Er schrieb einen Brief an Mao Zedong,um auf die Situation aufmerksam zu machen.








Mao Zedongs Antwort an Shen Junru auf den Bericht ?ber die Sch?den und die Bek?mpfung der Bilharziose



Mao Zedong reagierte sofort, beauftragte Shi Zhonxun (1913- 2002), Generalsekret?r des Staatsrats,mit der Koordination, und das Gesundheitsministerium erarbeitete ein spezifisches Ma?nahmenpaket. Die Bilharziose galt damals als die gef?hrlichste Infektionskrankheit in China. Am 17. Februar 1956 rief Mao in einer Sitzung des Staatsrats dazu auf, die ganze Partei und das ganze Volk zur Ausrottung der Bilharziose zu mobilisieren. Der Kampf gegen die Krankheit wurde zu einer politischen Priorit?t.

Mao war ?berzeugt, dass ein Wunder m?glich sei,wenn Millionen von Menschen gemeinsam handelten. Am 30. Juni 1958 berichtete die Zeitung Renmin Ribao (Volkszeitung), dass der Kreis Yujiang in der Provinz Jiangxi als erster die Bilharziose besiegt habe.








An verschiedenen Steilen wurde die Vorbeugung und Bek?mpfung von Bilharziose durchgef?hrt











An verschiedenen Stellen wurde die Vorbeugung und Bek?mpfung von Bilharziose durchgef?hrt



Zhou Xiaonong, Direktor des Nationalen Instituts f?r parasit?re Krankheiten, China CDC: 

Bilharziose ist eine parasit?re Erkrankung. Zu diesem Zeitpunkt gab es in China mehr als 11 Millionen Bilharziose-Patienten, und die gef?hrdete Bev?lkerung erreichte 100 Millionen.

Wenn Menschen mit infiziertem Wasser in Ber?hrung kommen, k?nnen sie sich innerhalb von zehn Sekunden anstecken! Wenn die Krankheit ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, entwickeln die Betroffenen Aszites, einen stark geschwollenen Bauch, und sterben schlie?lich daran.

Aus diesem Grund wurden viele l?ndliche Gebiete entv?lkert, verlassen und verwandelten sich schlie?lich in menschenleere D?rfer.

Damals waren wir aufgrund r?ckst?ndiger Wissenschaft und Technologie sowie einer schwachen Wirtschaft gezwungen, auf die Schneckenbek?mpfungsstrategie neue Fl?sse erschlie?en und alte zusch?tten zur?ckzugreifen, um Brutst?tten der Nagelschnecken zu beseitigen. Um diese Strategie im mittleren und unteren Jangtse-Gebiet umzusetzen, mussten ?ber 200.000 Quadratkilometer an Schneckenbrutst?tten kontrolliert werden. Dies war nur mit breiter ?ffentlicher Beteiligung zu bew?ltigen, um das Ziel der Bilharziose-Bek?mpfung zu erreichen.











Nach der Lekt?re war Mao so bewegt, dass er ein Gedicht schrieb: Abschied vom Gott der Pest. Darin hei?t es: Fr?hlingswinde streichen ?ber tausend Weiden, Millionen Menschen sind wie Yao und Shun. Wir fragen den Gott der Pest: Wohin gehst du? Dieses poetische Werk lobte nicht nur den Erfolg im Kampf gegen die Bilharziose, sondern spiegelte auch den tiefen Wunsch des chinesischen Volkes wider,Geschichte zu schreiben und eine neue Welt zu schaffen.

Zu diesem Zeitpunkt war der erste F?nfjahresplan zur Industrialisierung abgeschlossen. Die Industrieproduktion wuchs j?hrlich um 19,6 %, die landwirtschaftliche Produktion um 4,8 %. Damit war die wirtschaftliche Basis f?r den sozialistischen Aufbau geschaffen.








Comic: Der erste F?nfjahresplanf?r unser Vaterland



Die Lebenserwartung stieg von 35 Jahren im Jahr 1949 auf 57 Jahre. Schwere Infektionskrankheiten wie Pest und Pocken verschwanden. In nur wenigen Jahren erzielte das neue China beispiellose ErfoLge im Bereich Medizin und Gesundheit.



Jahre der brennenden Leidenschaft 



In diesen Leidenschaftlichen Jahren wurde das medizinische Wunder, das von einfachen Arbeitern und medizinischem Personal geschaffen wurde, zu einer gesch?tzten Erinnerung an jene Zeit.

Am sp?ten Abend des 26. Mai 1958 ereignete sich in der Konverterwerkstatt des Stahlwerks Nr. 3in Shanghai ein schwerer Produktionsunfall. Oiu Caikang,der Heizer,wurde in das Shanghaier Guangci-Krankenhaus  das heutige Ruijin-Krankenhaus der Medizinischen Elochschule der Jiaotong-Universit?t Shanghai  eingeLiefert.

Aufgrund der damals r?ckst?ndigen Medizintechnik hatte Oiu Caikang kaum ?berlebenschancen. Das Guangci-Krankenhaus der Zweiten Medizinischen Universit?t Shanghai stellte rasch ein Rettungsteam zusammen, das mit mehr als 40 hochrangigen medizinischen Experten einen harten Kampf um das Leben des Arbeiters f?hrte.



Professor Zheti Cheng, Direktor der Abteilung f?r Gesundheitsgeisteswissenschaften, Fakult?t f?r Gesundheit und Geisteswissenschaften, Peking-Universit?t: 

Ein Brandopfer muss drei Phasen durchlaufen, um erfolgreich behandelt zu werden: Schock, Infektion und Hauttransplantation. Bei der Rettung von Qiu Caikang verlief jede Phase dank des gro?en Einsatzes des medizinischen und pflegerischen Personals reibungslos. Es war damals nahezu eine unm?gliche Aufgabe. Man kann sagen, dass nicht nur das GuangciKrankenhaus, sondern die gesamte Gesellschaft mobilisiert wurde, um die Behandlung zu erm?glichen.



In dieser ?ra materieller Entbehrungen und gro?er Aufbruchsstimmung verfolgte das Rettungsteam nur ein Ziel: das Leben des Arbeiters zu retten. Zu dieser Zeit gab es keine erfolgreichen Behandlungsf?lle solch schwerer Verbrennungen, auf die sich die Medizingeschichte h?tte st?tzen k?nnen.Die ?rzte sch?pften neue Ideen , wagten mutige Innovationen, forschten und setzten gezielte Therapien ein.








Oiu Caikang



Am 1.Juli 1958 ver?ffentlichte die Volkszeitung einen ausf?hrlichen Bericht ?ber dieses Ereignis. Oiu Caikang und die ?rzte, die ihn behandelten,bewegten ganz China. Sp?ter wurde die Geschichte von Oiu Caikang sogar verfilmt.








Oiu Caikang in seinen sp?teren Jahren (zweiter von iinks)








Seite sieben der Volkszeitung,l.Juli 1958



Oiu Caikang wurde dem Tod entrissen und Lebte anschlie?end weitere 55 Jahre bei guter Gesundheit. Diese erfolgreiche Rettung erregte gro?es Aufsehen in der internationalen medizinischen Gemeinschaft.Es war ein medizinisches Wunder, das durch die Anstrengungen des neuen China geschaffen wurde  und ein Meilenstein in der Geschichte der weltweiten Verbrennungsbehandlung.

Heute stellt sich vielleicht mancher die Frage: Wer hat die enormen Behandlungskosten f?r Oiu Caikang bezahlt?



Wang Hufeng, Direktor des Zentrums f?r Gesundheitsreform und Entwicklung der Renmin-Universit?t: 

Der Staatsrat unseres Landes hat die fr?heren Arbeitsversicherungsvorschriften der Volksrepublik China erlassen, die als Fundament des medizinischen Absicherungssystems gelten k?nnen. Damals wurde festgelegt, dass Regierungsbeh?rden und ?ffentliche Einrichtungen kostenlose medizinische Versorgung genie?en und staatliche sowie kollektive Betriebe mitmehr als 100 Mitarbeitenden verpflichtet sind, Kranken und Arbeitsversicherungen abzuschlie?en. Im Rahmen der Arbeitsversicherung wurde die Krankenversicherung de facto von den Unternehmen f?r ihre Besch?ftigtengetragen  einschlie?lich einer anteiligen Erstattung der medizinischen Kosten f?r Familienangeh?rige. 



L?ndliches kooperatives medizinisches System 

Inl?ndlichen Gebieten wurde die medizinische Versorgung durch das genossenschaftliche Gesundheitssystem sichergestellt. Mit der raschen Entwicklung der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbewegung wurden ab 1955 Gemeindekrankenh?user eingerichtet. Es entstand ein genossenschaftliches medizinisches System, das auf der kollektiven Wirtschaft und der gemeinschaftlichen Finanzierung durch die Bauern beruhte und zugleich die Funktion einer Krankenversicherung ?bernahm.

Eine wichtige Voraussetzung f?r das Funktionieren dieses Systems waren staatliche Subventionen f?r medizinische Einrichtungen und eine strenge Kontrolle der Arzneimittelpreise. In der ?ra der Planwirtschaft waren die Arzneimittelpreise sehr niedrig, und der Staat senkte sie kontinuierlich. So konnten die Menschen eine grundlegende Gesundheitsversorgung erhaLten, ohne viel GeLd auszugeben.



Wang Hufeng, Direktor des Zentrums f?r Gesundheitsreform undEntwicklung der Renmin-Universit?t: 

Mit der gesellschaftlichen Entwicklung traten gewisse Probleme in der Funktionsweise des Systems zutage. Besonders auff?llig war das ?berm? ?ige Wachstum der ?ffentlichen Gesundheitsausgaben, das die wirtschaftliche Tragf?higkeit ?berstieg. In Bezug auf die Arbeitsversicherung wurde es f?r Unternehmen zunehmend schwierig, die Gesundheitskosten der gro?en Zahl an Ruhest?ndlern zu tragen.











L?ndliches genossenschaftliches medizinisches System














L?ndliches genossenschaftliches medizinisches System



Das Problem des chronischen Mangels an medizinischer Versorgung und Medikamenten auf dem Land blieb Lange Zeit ungeL?st  bis es schlie?lich die Aufmerksamkeit Mao Zedongs auf sich zog. Am 26.Juni 1965 h?rte Mao einen Arbeitsbericht von Oian Xinzhong, dem damaligen Gesundheitsminister. Damals gab es in China ?ber 1 ,4 MiLLionen Gesundheitstechniker. 70 % von ihnen arbeiteten in Gro?st?dten, nur 10 % auf dem Land. 80 % der leitenden medizinischen Fachkr?fte waren in St?dten t?tig. Nur 25 % der gesamten Gesundheitsausgaben entfielen aufl?ndliche Regionen, w?hrend 75 % in St?dten aufgewendet wurden.








um den Menschen zu helfen.



Medizinische Ressourcen konzentrierten sich auf die St?dte. Dieses Ungleichgewicht war Ausdruck einer B?rokratie, bei der medizinisches Personal zunehmend den Kontakt zu den Massen verlor. Nach dem Bericht sagte Mao Zedong mit ernster Miene:Wir m?ssen den Schwerpunkt der medizinischen und gesundheitlichen Arbeit auf das Land verlagern! Wir m?ssen eine gro?e Anzahl von ?rzten ausbilden , die auf dem Land gebraucht werden und dort auch bezahlbar sind, um den Bauern zu dienen.

Diese Rede ging als die ber?hmte 26.Juni-Richtlinie in die Geschichte der Gesundheitsentwicklung ein. In der Folge wurden zahlreiche gualifizierte Freiwillige und FachLeute in L?ndliche Gebiete entsandt, um dort medizinische Dienste zu leisten und gleichzeitig Schulungen und praktische Ausbildung f?r das Lokale Gesundheitspersonal anzubieten.

Im Sommer 1968 ver?ffentlichte die Shanghaier Zeitung Wenhui Bao einen Artikel ?ber Wang Guizhen, eine Besch?ftigte des ?ffentlichen Gesundheitswesens ,die den Bauern mit ganzer Hingabe diente. Nach der Lekt?re des Artikels sagte Mao Zedong: Barfu??rzte sind gut.








Bild 1: Barfu?arzt Wang Guizhen 

Bild 2: Titelseite der Volkszeitung, 14.September 1968



Professor Li Ling, Nationales Entwicklungsinstitut, Universit?t Peking 

Der Kern der ,26. Juni -Richtlinie von Mao Zedong bestand darin, den Schwerpunkt der medizinischen und gesundheitlichen Versorgung auf die l?ndlichen Regionen zu verlagern. Das System der ,Barfu??rzte' war eine chinesische Innovation f?r die Landbev?lkerung. Es erm?glichte es, grundlegendegesundheitliche Probleme mit geringsten Mitteln  mit einer Nadel oder einer Handvoll Kr?uter  zu l?sen. Das Entscheidende war: Die Barfu??rzte behandelten nicht nur Krankheiten, sie f?rderten auch ein gesundes Leben. Damit l?sten sie das Problem, dass sich Bauern keine medizinischeBehandlung oder Medikamente leisten konnten. Der Begriff ,Barfu?arzt' wurde zum Synonym f?r ?rzte vom Land, die zugleich Bauern waren. Wang Guizhen wurde als ,erste Barfu??rztin bekannt  und l?ste eine landesweite Bewegung zum Lernen von ihr und den Barfu??rzten aus.



Barfu??rzte

















WangGuizhen, Barfu?arzt aus der ProvinzChuansha, Stadt Shanghai: 

Damals trugen wir unsere Medikamentenk?sten auf dem R?cken undgingen von T?r zu T?r.Wir fragten: ,Onkel,geht es dir besser? Tante, wie gehtes dir? Oma, brauchst du Hilfe? Ich habe jedes Haus besucht. Die Leute vertrauten mir, weil ich Arzt war. Wenn wir auf den Feldern arbeiteten, stellten wir die Medikamentenkiste auf einen H?gel. Wenn jemand Kopfschmerzenhatte, gaben wir ihm etwas Aspirin. Und wenn jemand Zahnschmerzenhatte, halfen wir auch dort  wir waren die medizinische Gruppe. 



1974wurde Wang Guizhen als Vertreterin der Barfu??rzte zur 27. Weltgesundheitsversammlung eingeladen und hielt zwei Reden. Die Barfu??rzte Chinas wurden weltweit bekannt.

Heute ist Wang Guizhen, die viele H?hen und Tiefen erlebt hat, im Ruhestand. Ihr Name ist jedoch untrennbar mit einer ganzen ?ra verbunden.








Bild 1: In den 1950er Jahrenf?hrte Lin Oiaozhi,eine ber?hmte klinische ?rztin, eine gro? angelegte Abstrichuntersuchung am Geb?rmutterhals bei Frauen in China durch 

Bild 2: Wang Guizhen (zweiter von rechts) nahm an der 27. Weltgesundheitsversammlung teil



Obwohl das nationale Medizin- und Gesundheitssystem nach Ausbruch der Kulturrevolution stark beeintr?chtigt wurde, breitete sich das genossenschaftliche Gesundheitssystem chinesischer Pr?- gung in L?ndLichen Regionen weiter aus. Ende der 1970er Jahre erreichte dessen Abdeckung ?ber 90 % der Landbev?lkerung.

Im Herbst 1970 besuchte Edgar Snow, der viele Jahre in China gearbeitet hatte, erneut das Land. Besonders faszinierte ihn eine f?r westLiche Augen geradezu magische Behandlungsmethode: die Akupunkturan?sthesie. In Begleitung von Dr. Lin Oiaozhi vom Pekinger Union-Krankenhaus wurde Snow Zeuge einer schmerzfreien Abtreibung unter Akupunktur-Narkose.Damals interessierte sich fast jeder ausl?ndische Besucher f?r diese Methode  ein Zeichen f?r die BL?te und Weiterentwicklung der traditionellen chinesischen Medizin in der Volksrepublik China.








Bild 1: Die lange Revolution von Edgar Snow 

Bild 2: Professorin Lin Oiaozhi trifft Edgar Snow 1964 in einem Krankenhaus 

Bild 3: An?sthesie durch Akupunktur



Bereits 1958 hatte Mao Zedong betont, dass die traditionelle chinesische Medizin ein gro?er Schatz ist, der erforscht und weiterentwickelt werden sollte.

Im Oktober 2015 erhieLt Tu Youyou als erste chinesische Wissenschaftlerin den Nobelpreis f?r Physiologie oder Medizin f?r ihre Entdeckung von Artemisinin und Dihydroartemisinin  Substanzen, die Millionen Menschenleben gerettet haben, insbesondere in Entwicklungsl?ndern.

Dieses neue Malariamittel, das in der Mao-Zedong-?ra auf Basis der Theorie der traditionellen chinesischen Medizin entwickelt wurde , erlangte internationales Ansehen.








2011 wurde Tu Youyou, lebenslange Forscherin an der Chinesischen Akademief?r Traditionelle Chinesische Medizin, mit dem Albert-LaskerPreisf?r klinisch-medizinische Forschung in den USA ausgezeichnet



Damals waren traditionelle chinesische Behandlungsmethoden und Heilkr?uter die wichtigsten Instrumente der Barfu??rzte, um Krankheiten zu heilen und Menschen zu retten. Diese einfachen Mittel und die engagierten ?rzte auf dem Land konnten Epidemien wirksam eind?mmen und das Leben und die Gesundheit der Bev?lkerung sch?tzen.

1978 empfahl die Weltgesundheitsorganisation auf der Internationalen Konferenz f?r Prim?rgesundheitsversorgung in ALma-Ata (Kasachstan) das chinesische Modell der Gesundheitsentwicklung als Vorbild f?r die ganze Welt.



Zhang Yanling, Pr?sident der Chinesischen ?rztevereinigung: 

Empfohlen wurde das chinesische Modell, weil es gelungen ist, mit minimalem Mitteleinsatz die Gesundheitsprobleme eines bev?lkerungsreichen Landes zu l?sen. Die Konferenz von Alma-Ata, deren zentrales Thema die Darstellung der chinesischen Erfahrungen war, war ein bedeutender Meilenstein in der internationalen Gesundheitsgeschichte.














Plakate f?r die Barfu??rzte








Plakatef?r die Barfu??rzte



Am Vorabend der Reform- und ?ffnungspoLitik war die durchschnittliche Lebenserwartung der Chinesen von 35 Jahren im Jahr 1949 auf 68 Jahre gestiegen  ein Niveau, das dem von m??ig entwickelten L?ndern entsprach.

Das Jahr 1978 markierte einen wichtigen historischen Wendepunkt in der Entwicklung Chinas.Es Leitete eine neue ?ra der Reform, ?ffnung und Modernisierung ein.

Ein starkes sozialistisches China , das sich an den Erfordernissen der Modernisierung, den Herausforderungen der Welt und den Bed?rfnissen der Zukunft orientiert, wird auch im Bereich der Medizin und des Gesundheitswesens weiterhin gro?e Fortschritte erzielen.








Am 18. Dezember 1978fand in Peking die dritte Plenartagung des Elften Zentralkomitees statt, die den Beginn der Reform und ?ffnungspolitik Chinas markierte




















Kapitel III. Weg der Reform



Bei einem Treffen mit dem japanischen Premierminister ?hira Masayoshi wies Deng Xiaoping am 6. Dezember 1979 darauf hin, dass das Ziel der Modernisierung Chinas sei, das Pro-Kopf-BIP auf 800 US-Dollar zu vervierfachen und bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts eine Gesellschaft mit m??igem Wohlstand in China aufzubauen.

Im September 1982 schlug der XII. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas offiziell vor, dass bis zum Ende des 20. Jahrhunderts der Lebensunterhalt der Menschen ein m??iges Wohlstandsniveau erreichen wird. Seitdem ist die m??ig wohlhabende Gesellschaft zum Hauptziel der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Chinas geworden, und der Traum von der gro?en Wiedergeburt der chinesischen Nation ist in Gang gesetzt worden.

Anfang der 1980er Jahre war China gerade in die neue ?ra der Reform und ?ffnung eingetreten. Das ganze Land musste revitalisiert werden, und es war eine Phase der umfassenden Neubelebung der Gesellschaft. Seit der Gr?ndung der Volksrepublik China hatte das Gesundheitswesen infoLge des raschen Bev?lkerungswachstums und der relativ begrenzten staatlichen Investitionen eine erhebliche historische Verschuldung angeh?uft. In den 1980er Jahren bildete der Widerspruch zwischen dieser historischen Belastung und den begrenzten wirtschaftlichen M?glichkeiten des Staates einen deutlichen Kontrast. Mit der kontinuierlichen Vertiefung der Reformen und der ?ffnung sowie mit der allm?hlichen Verbesserung des Lebensstandards der Bev?lkerung stieg auch die Nachfrage nach medizinischer Versorgung und gesundheitlicher Absicherung. Der Widerspruch zwischen dieser zunehmenden Nachfrage und dem begrenzten Angebot an medizinischen Ressourcen wurde von Tag zu Tag deutlicher.

Welchen Weg w?rde das chinesische Volk also in der neuen historischen Phase der Reform und ?ffnung im Bereich des Gesundheitswesens beschreiten?

Im Jahr 1983 wurde ein Film ver?ffentlicht , der auf dem gleichnamigen Roman von Chen Rong basiert. Der Titel Der Mann in den mittleren Jahren wurde zum beliebtesten inl?ndischen Spielfilm des Jahres. Die Selbstlosigkeit der Hauptfigur des Films, der Augen?rztin Lu Wenting, und ihre schwierige Lebenssituation fanden bei zahlreichen Zuschauern gro?en Anklang.Im Film erlitt Lu Wenting einen pl?tzlichen Herzinfarkt, der jederzeit Lebensbedrohlich war.Der Dialog zwischen Sun, dem Direktor der Augenabteilung, und Zhao, dem Krankenhausdirektor , pr?gte sich den Menschen tief ein.



Krankenhausdirektor Zhao: Das ist ein ernstes Zeichen. Die Gesundheit der ?rzte mittleren Alters verschlechtert sich Jahr f?r Jahr. Sie stehen unter erheblichem Druck  sowohl im Arbeitsleben als auch im Privatleben. Wie hoch ist das Gehalt von Lu Wenting?

Abteilungsleiter Sun: Sechsundfiinfzig-einhalb Yuan.

Zhao: Kein Wunder, dass die Leute sagen: Es ist besser, einen Rasierer zu haben als ein Skalpell. Warum hat sie im letzten Jahr keine Gehaltserh? hung bekommen? 

Sun: Es gibt viele M?nche, aber nur wenig Brei



Dieser FiLm mit seinem realistischen Stil und seinem klaren ,thematisch gewichtigen Inhalt erregte auch die Aufmerksamkeit der f?hrenden Partei- und Staatsm?nner. Deng Xiaoping sagte sp?ter: Der Film Der Mann in den mittleren Jahren ist sehenswert. Er ist vor allem eine Erziehung f?r unsere alten Genossen. Deng forderte in der Folge,die Politik gegen?ber den IntelLektueLLen energisch umzusetzen und ihre Lebensbedingungen effektiv zu verbessern. Am 14. Mai 1987 schrieb Deng Xiaoping anl?sslich der MiLit?rmedizinischen Wissenschaftskonferenz:Respektiert Wissen, respektiert Talente!











Filmszenen aus Der Mann in den mittleren Jahren








Respekt vor Wissen und Respekt vor Talenten  Deng Xiaoping, Mai 1987



Die Situation von Lu Wenting im Film spiegelte das Arbeits- und Lebensumfeld der breiten Masse des medizinischen Personals jener Zeit wider. Es zeigte deutlich die langfristig unzureichende Investition des Staates in das Gesundheitswesen. Trotz MateriaLknappheit und finanzieller Not trugen die ?rztinnen und ?rzte unter enormer Arbeitslast das System auf ihren Schultern,oft auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit.

In der Erinnerung der Menschen war der MangeL an medizinischen Ressourcen nach der Kulturrevolution noch frisch. Es war schwer, einen Arzt zu finden, schwer, ins Krankenhaus zu gelangen, schwer ,ein Kind zur Welt zu bringen.Gleichzeitig war Chinas Bev?lkerung unbemerkt auf ?ber eine Milliarde Menschen angewachsen. In den 1980er Jahren lebten viele Stadtbewohner in beengten Verh?ltnissen und unter psychischer Belastung. Angesichts der zunehmenden Bev?lkerungszahl empfanden viele Menschen Angst und Ohnmacht. Der Druck durch Menschenmengen war an nahezu alLen ?ffentlichen Orten sp?rbar.

Am 15. August 1981 berichtete die Volkszeitung auf ihrer Titelseite ?ber einen Vorfall im Tianjin-Krankenhaus: Das Parteikomitee beschloss, die Verwaltungsabteilungen in den Keller zu verLegen,um dort 106 zus?tzliche Betten aufzustellen  eine Ma?nahme gegen den akuten Bettenmangel.








Titelseite der Volkszeitung vom 15.August 1981



Kangliang Yu, damaliger Direktor des Tianjin-Krankenhauses: Der Widerspruch bestand darin, dass es mehr Patienten und zu wenigBetten gab  das Angebot konnte die Nachfrage nicht decken. So musstenwir Zusehen, wie sich der Zustand der Patienten, die unter starken Schmerzen litten, von Tag zu Tag verschlechterte. Krankenh?user waren jedoch nicht die einzigen Orte, die unter dem Druck der ?berbev?lkerung litten.Der Druck wirkte sich auf alle Lebensbereiche aus. In dieser Situation, in der das medizinische Sicherheitsbed?rfnis von ?ber einer Milliarde Menschen dringend geworden war ,stand China vor einem akuten Mangel an medizinischen Ressourcen und Gesundheitsdienstleistungen. Wie sollte man im Zeitalter der Reformen aus dieser Blockade herauskommen?

Am Neujahrstag 1979 erkl?rte der damalige Leiter des Gesundheitsministeriums in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua, dass auch das Gesundheitswesen den wirtschaftlichen Gesetzm??igkeiten folgen und medizinische und gesundheitliche Projekte mit wirtschaftlichen Mitteln verwalten m?sse.

Dieser Satz markierte den Ausgangspunkt f?r die Reformen des chinesischen Gesundheitswesens. Seither tastete man sich Schritt f?r Schritt voran  wie beim ?bergueren eines Flusses, indem man nach Steinen f?hlt. Niemand h?tte sich damals vorstellen k?nnen, dass dies ein schwieriger, langwieriger und m?hseliger Prozess sein w?rde.

Hinter dem Satz Auch Gesundheitsverwaltungen sollten nach den wirtschaftlichen Gesetzen handeLn verbarg sich eine ernste Realit?t: Die Geb?hren,die Krankenh?user f?r ihre Leistungen erhoben, lagen deutlich unter den tats?chlichen Kosten.Je mehr Patienten ein Krankenhaus behandelte, desto h?her wurden die Verluste.

Nach dem Dritten Plenum des XL Zentralkomitees der KPCh wurden die staatlichen Mittel f?r das Gesundheitswesen im Durchschnitt j?hrlich um etwa 10 % erh?ht.Doch angesichts der stark gestiegenen Preise f?r medizinische Ger?te und VerbrauchsmateriaLien reichten diese Mittel bei Weitem nicht aus,um die Entwicklung des Gesundheitswesens zu sichern.








Bild 1: Dritte Seite der Volkszeitung vom 25. Januar 1985








Bild 1: Dokument des Generatb?ros des Staotsrotes 

Bild 2: Dokument des Gesundheitsministeriums, des Finanzministeriums und des Staatlichen Arbeitsministeriums



Seitdem verabschiedete sich der Begriff Barfu??rzte, ein Ausdruck mit starkem Zeitstempel, von der B?hne der Geschichte. Was sich hinter dem Wandel der Barfu??rzte verbarg, war in Wirklichkeit die tiefgreifende Ver?nderung des genossenschaftlichen Gesundheitssystems auf dem Land.

Im Jahr 1978 Unterzeichneten 18 Bauern aus dem Dorf Xiaogang im Kreis Fengyang in der Provinz Anhui den ersten Vertrag zur ?bernahme landwirtschaftlicher Verantwortung durch Haushalte.Seither verbreitete sich das System der haushaltsbasierten Verantwortlichkeit , dessen Kern die Produktion auf Haushaltsbasis und die Vertragsbindung an Haushalte war,rasch im ganzen Land. Damit wurde der Auftakt zur umfassendenl?ndlichen Reform in China eingeleitet.

Am 18. Juni 1980 war die Kommune Xiangyang in der Gemeinde Guanghan in der Provinz Sichuan die erste, die die Bezeichnung Volkskommune offiziell abschaffte. Im Juni 1985 endete die Geschichte der Volkskommune als politische Organisationsform auf dem Land.Mit dem Wandel der l?ndlichen Gesellschaft war das bisherige genossenschaftliche Gesundheitssystem nicht mehr tragf?- hig.



Jiatig Yu, Forschungsstipendiat am Entwicklungsforschungszentrumdes Staatsrats: 

Nach der Aufl?sung der Volkskommune verlor das genossenschaftliche Sanit?tssystem sowohl seine wirtschaftliche Grundlage als auch seine organisatorische Struktur. Lange Zeit nach Einf?hrung des haushaltsbezogenen Verantwortungssystems wurden keine neuen Richtlinien zur Kl?rung der Rolle und Zukunft des genossenschaftlichen Gesundheitssystems herausgegeben. Infolgedessen sank die Abdeckungsrate der genossenschaftlichen medizinischen Versorgung von ?ber 90 Prozent im Jahr 1976 auf unter 10 Prozent im Jahr 1985.



Zu dieser Zeit verf?gte China nicht ?ber ausreichende finanzielle Ressourcen , um ein fl?chendeckendes Krankenversicherungssystem f?r den l?ndlichen Raum aufzubauen. Landwirte, die sich auf dem Weg zum Wohlstand befanden, mussten die medizinische Versorgung f?r sich und ihre Angeh?rigen aus eigener Tasche bezahlen.

Im Jahr 1984 , nach mehreren Jahren reicher Ernten, brachte das chinesische Volk anl?sslich der Milit?rparade zum 35. Jahrestag der Gr?ndung der Volksrepublik seine Anerkennung f?r die gro?en Errungenschaften der Reform- und ?ffnungspolitik mit enthusiastischen Slogans zum Ausdruck.

Die l?ndlichen Reformen erzielten bemerkenswerte Erfolge, und auch die Reformen in den St?dten wurden umfassend eingeleitet. Im Oktober 1984 verabschiedete das Dritte Plenum des XII. Zentralkomitees der KPCh den Beschluss ?ber die ?nderung der Verfassung der Volksrepublik China. Damit begann die Reform des st?dtischen Wirtschaftssystems. In diesem Kontext wurde auch die Reform des medizinischen Systems Chinas in Angriff genommen.

Im April 1985 genehmigte der Staatsrat den Bericht des Gesundheitsministeriums zu mehreren politischen Fragen im Zusammenhang mit der Reform des Gesundheitswesens. Der Bericht stellte klar: Wir m?ssen Reformen durchf?hren, die politischen Fesseln Lockern, die Verwaltung dezentralisieren, MitteL ?ber verschiedene Kan?le mobilisieren und den Entwicklungspfad des Gesundheitswesens verbreitern.

Wie bei der Reform der Staatsunternehmen lautete das Grundprinzip auch im Gesundheitswesen: Politik geben, aber kein Geld. Beeinflusst vom Erfolg der l?ndlichen Reform glaubte man,dass das Vertragsmodell ein wirksames Mittel zur Reform der St?dte sei. Parolen wie Ein Vertrag gen?gt und Contracting ist das Beste wurden zu Leits?tzen der Reformen.








Titelseite der Volkszeitung vom 21. Oktober 1984








Dokument des Generatb?ros des Staotsrotes



Doch die Reformen in den St?dten waren weitaus komplexer als die auf dem Land. In den 1980er Jahren suchte die st?dtische Gesundheitsreform noch nach einer klaren Richtung und einem praktikablen Weg. Im internationalen Vergleich war die durchschnittliche Zahl der Krankenhausbetten in China im Jahr 1985 mit nur zwei Betten pro 1.000 Einwohner ?u?erst gering. Viele dieser Betten verf?gten nicht einmal ?ber grundlegende medizinische Ausr?stung.

Ein tragischer Vorfall, der sich am 14.Juni 1986 in Harbin ereignete , ersch?tterte das ganze Land. Huang Oingyue, ein Angestellter der ?rtlichen Eier- und Gefl?gelhandeLsabteiLung, st?rzte bei Reparaturarbeiten in einem K?hlhaus vom zweiten Stockwerk in den Keller und zog sich schwere Verletzungen im unteren R?ckenbereich zu. Mehrere Krankenh?user Lehnten seine Aufnahme aus verschiedenen Gr?nden ab.Schlie?lich verstarb er aufgrund fehlender rechtzeitiger Behandlung.

Der Fall erregte Landesweit gro?e Aufmerksamkeit.Die VoLkszeitung kommentierte auf ihrer Titelseite:Dieser Vorfall ist Laut genug, um das medizinische System und das gesellschaftliche Gewissen aufzur?tteLn. Es wird gro?e Anstrengung und Entschlossenheit erfordern,um Krankheiten im System und in der Moral der Beteiligten zu heiLen.



WangHufeng, Direktor des Zentrums f?r Gesundheitsreform, Renmin-Universit?t China: 

Einerseits haben diese Reformen gewisse Erfolge erzielt  durch Finanzierung aus verschiedenen Quellen konnten Probleme wie veraltete Ausr?stung, unzureichende Investitionen und geringe Motivation der Einrichtungen, insbesondere das Problem der ,gro?en Reist?pfe, gel?st werden. Andererseits haben sie auch die Saat f?r versteckte Gefahren gelegt: f?r den k?nftig teuren Zugang zu medizinischen Leistungen.

Aus diesem Anlass hielt das Gesundheitsministerium eine spezielle Telefonkonferenz ab und forderte alle Krankenh?user im ganzen Land auf, intensive Aufkl?rungsma?nahmen zur F?rderung aufrichtiger Diensthaltung und zur Korrektur der medizinischen Berufsethik durchzuf?hren  mit dem Ziel, die Qualit?t der medizinischen Versorgung deutlich zu verbessern. 



Yu Zonghe, ehemaliger Generaldirektor der medizinischen Abteilung des Gesundheitsministeriums: 

Der Hauptgrund f?r den Zwischenfall um Huang Qingyue war meines Erachtens der akute Mangel an Krankenhausbetten. Nach dem Eintreffen der Patienten standen zeitweise keine freien Betten mehr zur Verf?gung.

Zweitens bestehen weiterhin Defizite im Krankenhausmanagement, insbesondere bei der Organisation von Notaufnahmen und Notfallma?- nahmen. In einigen Einrichtungen kam es zu Unklarheiten oder Widerspr?chen bei der Frage, ob zun?chst die Geb?hren erhoben oder zun?chst Menschenleben gerettet werden sollten.

Ein Kommentar in der Volkszeitung nach dem Vorfall betonte, dass es neben der St?rkung der medizinischen Ethik vor allem institutioneller Reformen bed?rfe.

Wir m?ssen Denkblockaden ?berwinden, die Gleichmacherei beenden und die ,gro?en Reist?pfe durchbrechen. Es gilt, wirtschaftliche Anreize zu schaffen, um die Motivation der Krankenh?user und des medizinischen Personals zu f?rdern und einen dynamischen Mechanismus f?r ein funktionierendes Gesundheitssystem zu etablieren.








Die traditionelle Vorstellung,dass der Staat f?r die Gesundheitsversorgung zust?ndig ist, wurde infrage gestellt. Einige Fachleute pl?dierten f?r ein System der Mehrkanalfinanzierung.Das bedeutete, dass Krankenh?user Mittel aus unterschiedlichen Quellen erhalten und verschiedene Gesch?ftsmodeLLe verfolgen konnten  durch Investitionen des Staates, von Unternehmen oder sogar von Einzelpersonen.

Der Markt schien eine L?sung zu bieten.Doch die Marktwirtschaft war damals noch ein sensibler Bereich der Reform.

Auf dem XIV. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas im Jahr 1992 wurde das Ziel formuliert , ein sozialistisches Marktwirtschaftssystem aufzubauen. In der Folge beschleunigte sich die Gesundheitsreform. Aufgrund zahlreicher SteUungnahmen zur Vertiefung der Gesundheitsreform erhielten medizinische Einrichtungen das Recht, Arbeits- und PersonaLvereinbarungen selbstst?ndig treffen, Gesch?ftsentscheidungen zu f?llen, die Entwicklung zu planen sowie L?hne und Pr?mien eigenst?ndig festzulegen.

Die ?berwindung der Fesseln der Planwirtschaft und die Orientierung an den Gesetzen der sozialistischen Marktwirtschaft wurden zur Richtung der neuen Gesundheitsreform.








Dos Dokument des Gesundheitsministeriums











Dozhongsi Klinik



Spezialisierte Kliniken wie diese waren damals f?r die ?ffentlichkeit noch etwas Neues. Neben Expertensprechstunderf boten sie auch Operationen durch namentlich bekannte ?rzte" sowie sogenannte Spezialzimmer** oder Suiten" f?r zahlende Patienten an. Wer ?ber entsprechende finanzielle Mittel verf?gte,konnte sich eine qualitativ hochwertigere medizinische Behandlung Leisten.



Liu Guoen, Direktor des Gesundheits und Wirtschaftsforschungszentrums, Universit?t Peking: 

Zu jener Zeit f?hrte die Regierung die Politik ,Kein Geld, keine medizinische Behandlung ein. Krankenh?user mussten sich in die Selbstfinanzierung begeben und eigene Einnahmequellen erschlie?en. Um Defizite auszugleichen, begannen sie, vermehrt moderne Technologien, Medikamente, medizinische Ger?te und Verbrauchsmaterialien einzusetzen.

Fr?her galt: Je l?nger ein Krankenhaus arbeitete, desto ?rmer wurde es. Die marktorientierte Reform hat dieses strukturelle Problem ?berwunden. Die Ausstattung und Technologie verbesserten sich erheblich, die Qualit?t der Versorgung stieg sp?rbar, und die Entwicklung des Gesundheitswesens wurde beschleunigt.

Allerdings stiegen auch die Kosten.

W?hrend gro?e und kleine Krankenh?user aktiv neue wirtschaftliche Betriebsmodelle einf?hrten, gerieten viele staatliche und kollektive Unternehmen mit veralteter Ausr?stung und stagnierenden Produkten unter Druck. Unternehmen gingen bankrott, Arbeiter wurden entlassen.

Begriffe wie ,Entlassung1 und ,Wiedereinstellung' hielten Einzug ins Alltagsleben. 1993 verloren landesweit drei Millionen Menschen ihre Arbeit, 1997 ?berstieg die Zahl zehn Millionen. Mitte der 1990er Jahre wies ein Drittel der Staatsbetriebe explizit Verluste auf, ein weiteres Drittel verborgene  nur ein Drittel war profitabel. In diesem Zusammenhang konnten fr?here Leistungen wie Arbeits und Krankenversicherung f?r Besch?ftigte nicht l?nger aufrechterhalten werden. 



Doch die Frage blieb: Wer sollte die medizinische Grundversorgung garantieren?

Im Jahr 1994 beschloss der Staatsrat, in den St?dten Zhenjiang (Provinz Jiangsu) und Jiujiang (Provinz Jiangxi) eine Pilotreform der st?dtischen Krankenversicherung durchzuf?hren.Dieses sogenannte Liangjiang-Pilotprogramm (Zwei-Fl?sse-Pilotprogramm) wurde sobenannt , weil in beiden St?dtenamen das chinesische Schriftzeichenf?r Fluss (jiang) vorkommt.








Bild 1: Stadt Jiujiang, Provinz Jiangxi 

Bild 2: Stadt Zhenjiang, Provinz Jiangsu



Yu Zonghe, ehemaliger Direktor der Abteilung f?r medizinische Verwaltung des Gesundheitsministeriums: 

Damals legte der Staatsrat gro?en Wert auf den Aufbau eines Krankenversicherungssystems. Nach intensiven Studien zur singapurischen Praxis, bei der individuelle Konten mit sozialer Risikoteilung kombiniert werden, wurde in den beiden Pilotst?dten im Rahmen des ,Zwei-Fl?sse -Projekts ein Modellversuch durchgef?hrt. Dieser gilt als Grundlage und Beginn des modernen chinesischen Krankenversicherungssystems  ein innovativer Schritt mit Weichenstellung.



Nach der erfolgreichen PiLotphase beschloss der Staatsrat im Jahr 1998, ein grundlegendes Krankenversicherungssystem f?r st?dtische Arbeitnehmer einzuf?hren. In diesem Jahr befand sich auch die Reform der Staatsunternehmen in einer entscheidenden Phase. Das neue Krankenversicherungsnetz wurde zu einem wichtigen Fundament, um diese Reformen sozial abzusichern und den ?bergang zur Marktwirtschaft zu erleichtern.








Dokumente des Generolomtes des Stootsrates



Dennoch konnten zu dieser Zeit viele Stadtbewohner ,Selbstst?ndige sowie die gro?e Mehrheit der Landbev?lkerung  insgesamt mehr als die H?lfte der chinesischen Bev?lkerung  keine grundlegende medizinische Absicherung genie?en wie die st?dtischen Angestellten.

Im Zuge der Reform der Staatsunternehmen wurde der Aufbau eines modernen institutionellen Systems mit klaren Eigentumsverh?ltnissen zum Ziel. Auch in der medizinischen und gesundheitlichen Gemeinschaft sorgte dieser Reformpfad f?r Aufmerksamkeit.








Bild 1: Votkskrankenhaus von Suqion 

Bild 2: Untersuchungsbericht zur Gesundheitsreform in der Stadt Suqian in der Provinz Jiangsu



Im Jahr 2000 geriet die Stadt Suqian in der Provinz Jiangsu in den Fokus der ?ffentlichkeit: In diesem Jahr wurde dort die Politik eingef?hrt, aUe Arten von SoziaLkapitaLinvestitionen zur F?hrung medizinischer Einrichtungen zuzuLassen.Innerhalb von nur drei Jahren wurden alle ?ffentlichen medizinischen Einrichtungen der Stadt privatisiert. Suqian wurde damit zur einzigen Stadt in China ohne ?ffentliche Krankenh?user. Diese Reform wurde von den Medien aLs ausverkaufte Reform bezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt betrugen die HaushaLtseinnahmen von Suqian Lediglich eine Milliarde Yuan, w?hrend die Ausgaben 1,4 Milliarden Yuan erreichten. Angesichts dieser finanziellen Schieflage entschied sich die Stadt, Krankenh?user zu verkaufen , um Mittel f?r ihre Entwicklung zu generieren. So wurde Suqian zu einem Experimentierfeld f?r die Privatisierung und Umstrukturierung ?ffentlicher Gesundheitseinrichtungen.








Fenster zur Abrechnung der Krankenversicherung



Im Juni 2006 kam ein Untersuchungsbericht der PekingUniversit?t zu dem Schluss, dass die umfassende marktorientierte Reform des Gesundheitswesens in Suqian gescheitert sei. Das Problem der teuren medizinischen Behandlung wurde nicht geL?st  im Gegenteil: Die Belastung f?r die Bev?lkerung nahm zu, und potenzielle Gesundheitsrisiken wurden noch deutlicher. Fenster zur Abrechnung der Krankenversicherung 



Li Ling, Professorin am Nationalen Entwicklungsinstitut der Universit?t Peking: 

Unser allgemeiner Markt besteht aus Verbraucher und Produzent, esist ein Austausch auf Augenh?he. Doch im medizinischen Bereich geht einPatient ins Krankenhaus, um sich einem Arzt anzuvertrauen  seine Bed?rfnisse werden vom Arzt definiert. Das Arzt-Patienten-Verh?ltnis ist also strukturell ungleich.



Wenn wir blindlings marktwirtschaftliche Prinzipien anwenden, werden Kranke wie L?mmer zur Schlachtbank gef?hrt.

Das Wichtigste im Verh?ltnis zwischen Arzt und Patient ist Vertrauen  ich lege mein Leben in Ihre H?nde. Wenn ich dem Arzt nicht glaube, wenn ich denke, dass er nur auf Gewinn aus ist, wird sich der Konflikt zwischenArzt und Patient versch?rfen.

Die Reform in Suqian war nur ein Mikrokosmos der damaligen Reformder Eigentumsverh?ltnisse von Krankenh?usern. Damals begann man landesweit, Sozialkapital zuzulassen, Krankenh?user zu privatisieren undmarktwirtschaftlich zu organisieren.



Die Reformen des Gesundheitswesens in den 1990er Jahren trugen zwar zur Behebung Langj?hriger Probleme wie unzureichender Investitionen und schlechter Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals bei. Es entstand ein neues Modell des Krankenhausbetriebs unter ?ffentlich-dominierter Tr?gerschaft mit vielf?ltigen Finanzierungswegen. Die Zahl der medizinischen Leistungen stieg insgesamt deutlich an.

Doch die hohen Behandlungskosten und die zunehmende finanzielle Belastung des Einzelnen wurden zu einem aLLgemeinen gesellschaftlichen Problem. Die Frage, wie man das Volk von dieser Last befreien k?nne, wurde zu einem komplexen Thema, dem sich die weitere Reform des Gesundheitswesens stellen musste.



Ein Leben in bescheidenem Wohlstand 

Im Jahr 2000 ?berschritt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas erstmals die Schwelle von einer Billion US-Dollar. Das Ziel der Vervierfachung war mit einem Pro-Kopf-BIP von 856 US-Dollar erf?lLt. Das bedeutete, dass der allgemeine Lebensstandard der Chinesen ein Niveau des bescheidenen Wohlstands erreicht hatte. Der Traum fr?herer Generationen , in bescheidenem Wohlstand zu Leben, war damit verwirklicht  ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte der chinesischen Nation.

Wenn Essen und Kleidung kein Thema mehr sind, r?ckt das Streben nach Gesundheit ganz nat?rlich in den Mittelpunkt des Lebens der Menschen.

Im Jahr 2001 wurde ein Untersuchungsbericht direkt an das B?ro von Generalsekret?r Jiang Zemin weitergeleitet. Der Bericht zeigte: 90 % der ?lteren Menschen in l?ndlichen Gebieten gingen bei Krankheit nicht ins Krankenhaus. 50 % der Geburten erfolgten ohne ?rztLiche Betreuung. Die S?uglingssterblichkeit war gestiegen. Krankenhausaufenthalte f?hrten bei armen Familien zu einer schweren finanziellen Belastung.Die medizinische Krise auf dem Land war bereits still im Entstehen begriffen.

Mitte der 1990er Jahre hatten das Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation ein Pilotprojekt f?r kooperative medizinische Versorgung in 14 Landkreisen initiiert. Ende 1996 lag die Abdeckungsrate des Systems in den Verwaltungsd?rfern bei 17 ,59 %.

Im Dezember 1996 sagte Jiang Zemin auf der Nationalen Gesundheitsarbeitskonferenz: Die kooperative medizinische Versorgung werde von der Bev?lkerung gut aufgenommen  sie sei ein Volksprojekt und Ausdruck einer politik der Barmherzigkeit. Der entscheidende Schl?ssel zur St?rkung der l?ndlichen medizinischen Arbeit sei es daher, diese Versorgung weiter auszubauen und zu verbessern.



Jiang Yu, Forschungsstipendiat am Entwicklungsforschungszentrumdes Staatsrats: 

Nach dem Zerfall des alten genossenschaftlichen Gesundheitssystems haben wir ?ber zwanzig Jahre lang kein neues System sozialer Absicherung aufgebaut. ?ber 80 Prozent der Landwirte mussten medizinische Leistungen aus eigener Tasche bezahlen.

Dies war auch den damaligen Rahmenbedingungen geschuldet: Auf dem Land hatte es weder Steuerreform noch Geb?hrenreform gegeben. F?r ?ffentliche Aufgaben wie Bildung mussten Bauern selbst aufkommen, was zu erheblicher finanzieller Belastung f?hrte.

Erst als die Zentralregierung die Devise ausgab, in l?ndlichen Gebieten ,mehr zu geben und weniger zu nehmen, zeichnete sich eine Entlastung ab.



Im Januar 2003 ver?ffentlichte das B?ro des Staatsrats eine Mitteilung ?ber die Einf?hrung eines neuen kooperativen Gesundheitssystems auf dem Land,die gemeinsam vom Gesundheitsministerium und anderen zust?ndigen Beh?rden herausgegeben worden war. In der Mitteilung wurde klar festgelegt, dass die entsprechenden Ma?- nahmen ab 2003 landesweit umgesetzt und schrittweise ausgeweitet werden sollten. Das neue System sollte bis 2010 die gesamte Landbev?lkerung abdecken.



Jiang Yu, Forschungsstipendiat am Entwicklungsforschungszentrumdes Staatsrats: 

Untersuchungen in verschiedenen Regionen zeigten, dass die Einf?hrung der neuen genossenschaftlichen Krankenversicherung, insbesondere in Zentral und Westchina sowie in Grenz und Minderheitengebieten, einen wichtigen Beitrag zur Stabilit?t auf dem Land geleistet hat.

Als gro?es Agrarland muss China das Gesundheitswesen auf dem Land stets im Fokus behalten. Von Wohlstand kann keine Rede sein, wenn die Bauern weiter in Armut leben. Und eine Gesellschaft kann nicht wohlhabend sein, wenn ihre Bauern k?rperlich geschw?cht bleiben.

Zum ersten Mal investierte die chinesische Regierung gro?fl?chig in die L?sung grundlegender Gesundheitsprobleme der Landbev?lkerung  ein Ausdruck staatlicher Verantwortung f?r die Gesundheit des Volkes.

Die Einf?hrung der neuen genossenschaftlichen Krankenversicherungauf dem Land, ebenso wie die Abschaffung der Agrarsteuer, ist eine bedeutende Errungenschaft  ein Symbol f?r das Wohlwollen der Regierung.

Unverkennbar sp?rten die Menschen: Die Richtung der Gesundheitsreform kehrt zum Gemeinwohl zur?ck.



Bereits im November 2002 hatte der XVI. Parteitag der KPCh den Vorschlag unterbreitet, dass in den ersten 20 Jahren des 21. Jahrhunderts die Bem?hungen auf den umfassenden Aufbau einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand zu konzentrieren seien  zugunsten von mehr als einer Milliarde Menschen.Ziel dieses Aufbaus sei die umfassende Entwicklung des Menschen, einschlie?lich des Aufbaus eines Sozialversicherungssystems, eines nationalen Bildungssystems, der F?rderung der Volksgesundheit sowie des medizinischen und gesundheitlichen Systems.

Seit Beginn des neuen Jahrhunderts befindet sich China in einer neuen historischen Entwicklungsphase  mit dem klaren Ziel, eine Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand in umfassender Weise aufzubauen.































Kapitel IV. Gesundheit f?r alle



Im fr?hen Winter 2014 schien die Sonne auf die Erde. Die Pflanzen waren noch immer ?ppig und voller Vitalit?t.

Xi Jinping, der Generalsekret?r des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, besuchte die Provinz Jiangsu. Seine erste Station war das Gesundheitszentrum Shiye im Bezirk Dantu der Stadt Zhenjiang  eine gew?hnliche prim?re ?ffentliche medizinische Einrichtung auf dem Land.

W?hrend der Untersuchung wies Xi Jinping darauf hin, dass es ohne die Gesundheit des Volkes keine Gesellschaft mit bescheidenem WohLstand geben k?nne. Medizinische und Gesundheitsdienste h?tten direkten Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.Man m?sse der Bev?lkerung sichere,wirksame, bequeme und kosteng?nstige ?ffentliche Gesundheitsversorgung sowie grundlegende medizinische Dienste bieten und das Problem der schwierigen und teuren medizinischen Behandlung wirklich l?sen. Die Gesundheit der Menschen sei ein wichtiger Bestandteil des umfassenden Aufbaus der Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand und eine zentrale Grundlage f?r das pers?nliche Wachstum und ein gl?ckliches Leben.

Das Streben nach der Gesundheit aller Menschen wurde zu einer neuen Fu?note im Zusammenhang mit der Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand.

Im November 2013 erregte eine Meldung der Nachrichtenagentur Xinhua gro?e Aufmerksamkeit: Nach langj?hriger Forschung entdeckte ein Team des Wuhaner Forschungsinstituts der Chinesischen Akademie der Wissenschaften den urspr?nglichen Erreger des SARSVirus  eine wilde Fledermaus namens Chinesische Chrysanthemenfledermaus (Batra chrysanthema).

Mehr als zehn Jahre zuvor, im Jahr 2003, hatte das bis dahin der ?ffentlichkeit unbekannte SARS-Virus weltweit gro?e Ersch?tterung ausgeL?st.

Nach dem Fr?hlingsfest 2003 traf diese Katastrophe eine unvorbereitete Bev?lkerung: Eine hoch ansteckende Atemwegserkrankung,bekannt als atypische Lungenentz?ndung,begann sich von der Provinz Guangdong aus ?ber das ganze Land auszubreiten.Innerhalb von nur drei Monaten erreichte sie 24 Provinzen , autonome Regionen und regierungsunmittelbare St?dte.




  .


   .

   ,     (https://www.litres.ru/pages/biblio_book/?art=72462160)  .

      Visa, MasterCard, Maestro,    ,   ,     ,  PayPal, WebMoney, ., QIWI ,       .


