Australien – New South Wales mit Sydney Barbara Barkhausen Australien gilt als Traumziel für viele. Wer zum ersten Mal nach Down Under reist, der hakt oftmals die typischen Touristenziele ab: Sydney, die Blue Mountains, den Uluru, die Great Ocean Road und das Great Barrier Reef. Doch Australien hat noch weitaus mehr zu bieten. Allein der Bundesstaat New South Wales, in dem Sydney liegt, ist mit über 800.000 Quadratkilometern mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Trotzdem leben keine acht Millionen Menschen in der Region, die neben der internationalen Metropole Sydney mit herrlichen Küstenlandschaften, klassischem Outback, Bergregionen, Inseln und Regenwäldern aufwartet.
Dieses Buch stellt 50 Tipps in der Stadt, in Nationalparks, im Outback und auf dem Land vor, darunter Wanderungen, Strände, Gärten, Höhlen, Inseln, Erlebnisse und vieles mehr. Die Kapitel handeln nicht unbedingt die Mainstream-Ziele wie die Oper oder den Bondi Beach ab, sondern präsentieren eher Perlen für Individualisten: kleine Juwele, typisch, authentisch und garantiert abseits ausgetretener Pfade. IMPRESSUM Australien – New South Wales mit Sydney 50 Highlights abseits der ausgetretenen Pfade Barbara Barkhausen Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über portal.dnb.de (http://portal.dnb.de) abrufbar. © 2019 360° medien gbr mettmann | Marie-Curie-Straße 31 | 40822 Mettmann www.360grad-medien.de (http://www.360grad-medien.de) Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. 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Während ich dies tippe, feiern wir gerade den Start unseres 17. Jahres hier down under. Nirgendwo könnten die Gegensätze größer sein – zwischen dem brütendheißen Outback im Zentrum, den tropischen Regionen im Norden und den spektakulären Küsten, die sich nicht zuletzt auch im Bundesstaat New South Wales befinden. Genau um diesen Bundesstaat geht es in diesem Reiseführer, in dem ich nicht an erster Stelle die typischen Sehenswürdigkeiten abhandeln möchte, sondern versuchen möchte, Sie auch mal abseits der abgetretenen Pfade zu führen. Nur New South Wales, mögen Sie sich jetzt fragen? Ist das nicht ein wenig zu wenig für einen Reiseführer? Doch vergessen Sie dabei nicht, dass in Australien völlig andere Dimensionen herrschen als in Europa: Australien mag mit seiner Fläche von rund 7,69 Millionen Quadratkilometern der kleinste Kontinent sein, doch der Inselstaat ist rund 21 Mal größer als Deutschland, 91 Mal größer als Österreich und 186 Mal größer als die Schweiz. Der im Osten gelegene Bundesstaat New South Wales, der ein mildes Klima hat und ganzjährig ein schönes Reiseziel ist, ist dabei immer noch mehr als zweimal so groß wie Deutschland. Hier befindet sich mit Sydney nicht nur die älteste europäische Siedlung des Landes, hier drängen sich mit fast acht Millionen auch die meisten Menschen zusammen. Der Name New South Wales stammt übrigens aus Aufzeichnungen von Kapitän James Cook, der 1770 die Ostküste Australiens entlang segelte und die Region in seinem Tagebuch zunächst „New Wales“ und später „New South Wales“ nannte. Offiziell starteten die Briten hier die australische Kolonie mit der Ankunft der Ersten Flotte 1788 in Sydney. Damals umfasste New South Wales noch mehr als die Hälfte des australischen Festlandes sowie Neuseeland, Lord Howe Island und Norfolk Island. Im 19. Jahrhundert wurden große Gebiete getrennt, um die britischen Kolonien von Tasmania, South Australia, Victoria, Queensland und Neuseeland zu bilden. Heute grenzt der Staat im Norden an den Bundesstaat Queensland, im Westen an South Australia und im Süden an Victoria. Das Australian Capital Territory (ACT), in dem die australische Hauptstadt Canberra liegt, liegt mitten in New South Wales. Neben Sydney sind Newcastle und Wollongong die wichtigsten Städte. Der Reiseführer hat eine Menge Geheimtipps parat, die nicht nur einen ersten Aufenthalt im Land „aufregender“ gestalten können, sondern hoffentlich auch viele Anregungen für „Wiederholungstäter“ geben, die sich außer einem Besuch am berühmten Bondi Beach vielleicht auch die Zeit nehmen wollen für das Outback, für Gärten, Höhlen oder versteckte Buchten. Mein eigenes Zuhause liegt übrigens auch in New South Wales. Ich nenne Sydney seit 17 Jahren meine Heimat und ich wohne unweit des beliebten Strandvorortes Manly, der natürlich auch in diesem Buch nicht fehlen darf. Wer den Spit-to-Manly-Wanderweg geht, der kommt fast an meinem Haus vorbei ... und sollte dabei einiges zu sehen bekommen, was ich an Australien so besonders liebe: Die freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die immer zum Plaudern bereit sind, die Tierwelt mit Wasseragamen, bunten Regenbogenloris, lachenden Kookaburras und frechen Kakadus, und die zahlreichen idyllischen Strände und Buchten, die Sydney zu einer der schönsten Städte machen. Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Dann würde ich mich freuen, Sie auf eine Reise in mein geliebtes Australien und in meine Heimat New South Wales mitnehmen zu dürfen. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Urlaub in einem der schönsten Länder der Welt. Ihre Barbara BarkhausenFebruar 2019 Inhaltsverzeichnis Sydney (#ulink_7296bd3e-bc27-5d2a-8289-d20d291a742c) 1. Von Bondi nach Coogee: Ultimative Klippenwanderung (#ulink_38739c8a-bb69-5383-8bb1-d3fc163e9371) 2. Sydney: Auf den Spuren berühmter Architekten (#ulink_32fea14b-896d-5068-aade-e3a0a80c2678) 3. Cremorne Point: Idyllische Halbinsel gegenüber der Sydney Opera (#ulink_5f1804d8-3d49-5350-a00a-57c5f2ac55cb) 4. Spit to Manly Walk: Natur mitten in der Stadt (#ulink_1456bb97-f4f9-577e-9c15-22739aea6afc) 5. Ku-ring-gai Chase National Park: Der America Bay Track (#ulink_23649020-8620-58f7-ae6c-dd3efa892dab) 6. Der Norden Sydneys: Wanderung zum Barrenjoey Lighthouse (#ulink_32e4d2cb-0bb5-54d8-b42e-a4e2eec09295) Umgebung von Sydney (#ulink_3d34f905-2dc0-5e67-bfd3-b942e3db8642) 7. Hunter Region: Abseits der Touristen (#ulink_4787ed60-7deb-5514-b1ea-444a2c437979) 8. Killcare: Die Seele baumeln lassen (#ulink_c72b9912-8153-59cc-978b-1069abda19c8) 9. Pearl Beach: Verstecktes Schmuckkästchen (#ulink_2c3b82ef-1214-5b8e-adc6-22db3382d3d2) 10. Mit dem Fluss-Postboten am Hawkesbury River entlang (#ulink_019d9773-76a2-52c1-8bab-09d979c779d1) 11. Blue Mountains: Abtauchen in den Canyon (#ulink_cab9a23e-89a1-5fc8-92cc-6497423fb08c) 12. Blue Mountains: Wasserfälle und gigantische Ausblicke (#ulink_f0269b5c-33df-5e5b-a932-0bc890934a6b) 13. Gartentour in und um die Blue Mountains (#ulink_e4831828-77c3-59b6-953a-949d2fcf6998) 14. Royal National Park: Unterwegs im ältesten Nationalpark Australiens (#ulink_98beddaf-3965-58df-9f91-6ef29384dacb) 15. Sea Cliff Bridge: Australiens spektakulärste Brücke (#ulink_6968b53c-aa67-534a-912a-ca14b79362ad) 16. Höhlenabenteuer: Jenolan Caves, Wombeyan Caves und Yarrangobilly Caves (#ulink_eb43561a-f03b-5b90-84ca-a70f2fd0120d) Südliches New South Wales 17. Berrima: Georgianisches Dorf in den Highlands (#ulink_12a3d7b9-1880-5baa-9998-0853457b7077) 18. Southern Highlands: Wasserfall-Tour mit Ausblick (#ulink_0a5585c7-6a0f-5a85-aaaf-73d2ada0b484) 19. Bundanoon: Glühwürmchen und Radtouren (#ulink_0df4e05f-5733-5ff3-a7e4-915f3598ada0) 20. Kiamas Naturphänomene: Blowhole und Regenwald (#ulink_65e3c5eb-42e2-5293-b0f7-3974ef53a082) 21. Jervis Bay: Zum weißesten Sand der Welt (#ulink_feb42984-84ca-55ad-8649-f1706aa1e70c) 22. Milton: Kunsthandwerk, Meeresfrüchte und Kängurus am Strand (#ulink_10226301-9ee9-507f-b142-a5807793796c) 23. Bermagui: Angeln auf hoher See (#ulink_a56eb114-c104-5211-93ac-aa53768fb06f) 24. Eden: Wal-Hauptstadt Australiens – Besuch bei Old Tom (#ulink_914439d2-1e18-50a0-a029-0ca306744cfc) Nördliches New South Wales 25. Wollumbin National Park: Mount Warning zum Sonnenauf- oder untergang (#ulink_ee19d5d7-4e59-5c57-a532-a07218802cf1) 26. Die geheimen Strände von Byron Bay (#ulink_1edbaeb9-f317-5807-be46-d2eef5abc7f2) 27. Zur Jacaranda-Blüte nach Grafton (#ulink_0d747cff-466d-530a-b496-efd3593acc68) 28. Dorrigo National Park: Uralte Bäume im Gondwana-Regenwald (#ulink_63401279-c0fe-57e7-9585-bfa0e21d61db) 29. Armidale: Zum zweithöchsten Wasserfall Australiens (#ulink_4834f659-29f2-5319-86a3-e6cb36fa8ed7) 30. Surfen am Nambucca Heads (#ulink_6f7d3d24-f769-56af-80bb-9947e34c8151) 31. Tamworth: Als Jackeroo oder Jillaroo auf die Farm (#ulink_34ef7e7c-124c-547b-b121-dd73902cad49) 32. Besuch im Koala-Krankenhaus in Port Macquarie (#ulink_e1e67a69-f841-5290-9de3-578db76c579a) 33. Barrington Tops: Reise in die Urzeit (#ulink_2a0bb0c2-89cb-5ca7-8c3a-67e77ff28d3e) 34. Surfen an den Seal Rocks (#ulink_f7a20e4a-5bb5-5efc-8b15-7525fd63f837) 35. Myall Lakes: Urlaub wie in der Kindheit (#ulink_7c09d293-e325-537f-bfa7-e97c7092e286) 36. Port Stephens: Dünenspaß (#ulink_3ba8f5c4-75f8-5af6-8d53-0526b1079b31) 37. Newcastle: Hippe Hafenstadt mit Flair (#ulink_ec3af080-8bb9-5a14-a94c-80be047e08fb) Im Inland von New South Wales 38. Lightning Ridge: Heimat des schwarzen Opals (#ulink_3db5f4fe-3953-5756-967d-79bd1cae408b) 39. Kunst und Kulissen in Broken Hill (#ulink_53c4ee62-1713-5851-accb-c665c72bc3b0) 40. Outback-Safari in Dubbo (#ulink_8ee70cef-ab22-5286-87a6-f60ee02b8152) 41. Kulinarische Reise durch Mudgee (#ulink_368fb9cb-2210-56d6-8de8-cdf1b0473fc9) 42. Zum Elvis-Festival nach Parkes (#ulink_656c00cd-2a30-53c4-91c4-bd7c92704c26) 43. Mungo National Park: Besuch auf dem „Mond“ (#ulink_26bf7c0c-e4fd-581a-b8d0-902b9ddc0250) 44. Millthorpe: Historisches Juwel in der Farmlandschaft (#ulink_c7351b79-d97d-5829-9a04-4fc09f9770e7) 45. Canowindra: Ab in die Luft (#ulink_9b153e3d-6e31-5619-81de-9191ac3ff7d2) 46. Snowy Mountains: Den höchsten Berg Australiens erklettern (#ulink_fbd3cfbb-6445-589c-bd46-b40da40a6a70) Inseln 47. Aussteiger-Feeling auf Scotland Island (#ulink_808a3d30-1130-5e1d-960f-655a650eeb14) 48. Montague Island: Tiersafari auf der Felseninsel (#ulink_689e7daa-d71a-56df-a4d7-db8dddcfdae7) 49. Lord Howe Island: Südseetraum (#ulink_26f52cf3-1db0-525e-8956-7a21802de994) 50. Norfolk Island: Weit weg im Pazifik (#ulink_c5ae45d0-ddc8-5bb1-a851-0636c133d6f3) Sydney Kunstwerk auf dem Sculptures by the Sea Trail 1.Von Bondi nach Coogee: Ultimative Klippenwanderung (#ulink_38739c8a-bb69-5383-8bb1-d3fc163e9371) 2.Sydney: Auf den Spuren berühmter Architekten (#ulink_32fea14b-896d-5068-aade-e3a0a80c2678) 3.Cremorne Point: Idyllische Halbinsel gegenüber der Sydney Opera (#ulink_5f1804d8-3d49-5350-a00a-57c5f2ac55cb) 4.Spit to Manly Walk: Natur mitten in der Stadt (#ulink_1456bb97-f4f9-577e-9c15-22739aea6afc) 5.Ku-ring-gai Chase National Park: Der America Bay Track (#ulink_23649020-8620-58f7-ae6c-dd3efa892dab) 6.Der Norden Sydneys: Wanderung zum Barrenjoey Lighthouse (#ulink_32e4d2cb-0bb5-54d8-b42e-a4e2eec09295) 1. Von Bondi nach Coogee: Ultimative ­Klippenwanderung Mit dem Bus ist man in 45 Minuten von der Innenstadt Sydneys am berühmten Bondi Beach. Wer die Massen am Strand meiden möchte, der sollte an den turmhohen Klippen entlang bis nach Coogee wandern. Der sechs Kilometer lange Weg zeigt Sydneys raue und doch so wunderschöne Seite. Bondi ist ein Aborigine-Wort – eine Onomatopoesie, die das Geräusch der Wellen imitieren soll, wenn diese an die Klippen schlagen und dann wieder in die Tiefe des Pazifiks zurückrollen. Je wilder das Meer, umso imposantere Wellen schlagen an die Klippen, auf denen ein Wanderweg von Bondi bis zum Coogee Beach führt. Herrliche Blicke aufs Meer und die Küstenlandschaft, aber auch tropische Vegetation und Wildblumen bieten eine Menge Abwechslung auf der Wanderung. Bondi Beach Sculptures by the Sea Surfer am Bondi Beach Gute zwei Stunden sollte man für die Wanderung einplanen, die hinter dem wohl berühmtesten Meerwasser-Schwimmbad Sydneys, dem Icebergs Pool, startet. Es lohnt, einige Minuten zu stoppen und das Getummel der Einheimischen zu bestaunen, die bei fast jedem Wind und Wetter ihr Training absolvieren und manchmal von großen Wellen, die in den Pool schlagen, geduscht werden. Von Bondi geht es in Richtung Tamarama Beach – vorbei an raffinierten Felsüberhängen und mit spektakulären Blicken auf die wilde Pazifikküste. Auf diesem ersten Stück des Wanderweges findet jedes Jahr im Oktober/November eine Ausstellung internationaler Bildhauerkunst statt: Die „Sculpture by the Sea“ ist absolut lohnenswert, doch der Wanderweg ist währenddessen dementsprechend gut besucht. Während der Ausstellung lohnt es, Wochenenden zu meiden und auch während der Woche lieber ganz früh am Morgen oder am frühen Abend zu marschieren. Etwa 100 Meter nördlich des Surfclubs von Tamarama liegt der kleine, nur 50 Meter lange und von Felsen eingebettete MacKenzies Beach, der bei Hochwasser auch mal überspült ist. Nächster Stopp ist danach Bronte mit einem kleinen Kiosk, netten Cafés und einem Meerwasserpool. Vom Strand aus muss man hier einige Stufen hoch und ein kleines Stück der Straße entlang folgen, bis man zum berühmten Waverley Cemetery abbiegen kann. Ein erhöhter, über 500 Meter langer boardwalk führt an dem Friedhof aus dem Jahr 1877 und seinen vielen Gräbern aus der viktorianischen und edwardianischen Epoche vorbei, eine irgendwie skurrile und dabei doch irreal schöne Kulisse. Einige berühmte Australier wie die Dichter Henry Kendall und Henry Lawson haben auf dem Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ein kleiner Geheimtipp ist der idyllische Clovelly Beach, eine ruhige Bucht, in der man ähnlich wie in der Gordons Bay gleich nebenan bei warmem Wetter baden oder schnorcheln kann. In der Gordons Bay gibt es beispielsweise einen Underwater Nature Trail, einen etwa einen halben Kilometer langen Unterwasser-Pfad, bei dem im Meer gespannte Ketten den Weg weisen. Von der Gordons Bay ist es dann nicht mehr weit bis zum Endpunkt der Wanderung – dem Coogee Beach, der ähnlich wie Bondi eine Promenade mit einigen historischen Gebäuden, Cafés und Modeboutiquen hat. Die nur wenige hundert Meter vom Strand entfernte Wedding Cake Island (die angeblich an eine Hochzeitstorte erinnern soll) ist einst in einem Lied der australischen Rockband Midnight Oil berühmt geworden. Vom Coogee Beach aus kann man einfach mit dem Bus wieder in die Innenstadt fahren. Waverly Cemetery Info Lage: Der Wanderweg ist südöstlich von Sydney gelegen, rund 45 Min. mit dem Bus oder 30 Min. mit dem Auto von der Innenstadt entfernt. Eine Wanderkarte findet sich unter: www.bonditocoogeewalk.com/bondi-coogee-walk-map.html (http://www.bonditocoogeewalk.com/bondi-coogee-walk-map.html) Anfahrt: Der Weg kann von Bondi aus bestritten werden oder anders herum von Coogee aus. Beide Orte sind leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Innenstadt aus erreichbar. •Mit dem Bus von der Innenstadt: Busse gehen vom städtischen Fähranleger Circular Quay (Alfred Street). Mögliche Busverbindungen zum Bondi Beach sind die Nummern 333, 380 und 389 (North Bondi). Von Coogee zurück kann man die Nummern 372, 373 und 374 nehmen. Aktuelle Verbindungen unter transportnsw.info (http://www.transportnsw.info) Öffnungszeiten: täglich rund um die Uhr Eintritt: Gratis Achtung: Der Weg ist nicht schwierig, aber gute Wanderschuhe, Wasser und Sonnenschutz (Sonnencreme und Hut) sind Pflicht. Mehrere Strände laden zum Baden oder Surfen ein, doch die Gefahr von Strömungen sollte nicht unterschätzt werden: Bitte stets nur zwischen den Flaggen schwimmen und auf Warnschilder achten! Wer kein sicherer Schwimmer ist, kann in den Meerwasserpools schwimmen, die es an vielen Stränden gibt. Aktivitäten: •Bondi Beach ist für seine Rettungsschwimmer bekannt, die bei einer beliebten Realityshow im Fernsehen mitmachen. Den Damen und Herren in ihrem Häuschen am Strand einen Besuch abzustatten, mit ihnen zu plaudern und ein Foto zu machen – gehört zu einem Strandbesuch unbedingt dazu. Mutige können sich auch in die Wellen stürzen und surfen – wer allerdings nicht genug Erfahrung hat, sollte sich eine Surfstunde gönnen. Let's go surfing, Surfschule, 128 Ramsgate Avenue, Bondi Beach, NSW 2026, Tel: +61 2 9365 1800, letsgosurfing.com.au (http://www.letsgosurfing.com.au) •Bondis Skulpturenausstellung findet jeden Oktober/November statt: Sculpture by the Sea, Bondi to Tamarama Coastal Walk, Tel: +61 2 8399 0233, www.sculpturebythesea.com (http://www.sculpturebythesea.com) Unterkünfte: In Bondi: •Bondi Beach House, kleines Gästehaus in Strandnähe. 28 Sir Thomas Mitchell Road, Bondi Beach, NSW 2026, Tel: +61 2 9300 0369, E-Mail: mail@bondibeachhouse.com.au (mailto:mail@bondibeachhouse.com.au), www.bondibeachhouse.com.au (http://www.bondibeachhouse.com.au) Auf dem Weg nach Bondi: •Arts Hotel, 21 Oxford Street, Paddington, NSW 2021, Tel: +61 2 9361 0211, E-Mail: res@artshotel.com.au (mailto:res@artshotel.com.au), artshotel.com.au (http://artshotel.com.au) 2. Sydney: Auf den Spuren berühmter Architekten Eine Stadterkundung der anderen Art: Wer die historischen Gebäude in den Rocks, der Macquarie Street und der George Street in Sydney abgehakt hat, der kann sich einige Stunden moderner Architektur gönnen: Von Utzons Opera House über Seidlers MLC Centre und Ingenhovens 1 Bligh Street, bis hin zu Gehrys „Papiertüte“ und Nouvels One Central Park. Obwohl Sydney eine junge Metropole ist, hat sie ausreichend historische Gebäude zu bieten. Im Schatten der imposanten Harbour Bridge liegt das historische Viertel der Rocks, wo sich einst die Sträflinge der ersten Flotte ansiedelten. In der Macquarie Street reihen sich Government House, das Sydney Conservatorium of Music, die Staatsbibliothek, das Parlament von New South Wales, das Sydney Hospital, die Mint (das älteste öffentliche Gebäude), die Hyde Park Barracks (ein Museum für Sozialgeschichte) und die St James’ Church aneinander. Auch die St Mary’s Cathedral – Ende des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil erbaut – lohnt einen Besuch wie auch das Rathaus, die St Andrew’s Cathedral und das berühmte Queen Victoria Building in der George Street. Vor allem für Letzteres sollte man mindestens eine Stunde einplanen. Denn neben edlen Geschäften besticht das Kaufhaus aus dem späten 19. Jahrhundert mit Buntglasfenstern, überdimensionalen historischen Uhren, Dioramen und Glockenspielen. Government House Buntglasfenster im Queen Victoria Building Nicht nur die historischen Gebäude sind beim Stadtrundgang jedoch einen Blick wert. Gegenüber der Harbour Bridge befindet sich das markanteste Gebäude Sydneys: die Oper. Sie ist eines der berühmtesten und meist fotografierten Bauwerke der Neuzeit. Ihr Architekt, der Däne Jørn Utzon, hat es beim Bau selbst nicht immer einfach gehabt. Kritiker verglichen die Oper, deren Dächer an die Segel einer Jacht auf dem Hafen erinnern sollen, einst mit einer „Gruppe französischer Nonnen beim Fußballspiel“ und Utzon warf das Handtuch noch vor der offiziellen Eröffnung 1973. Verschwendung und zu viele Verzögerungen hatte ihm die damalige australische Regierung vorgeworfen und seine Kündigung gerne angenommen. Utzon selbst hat die Oper in vollendetem Zustand nur auf Bildern gesehen und nie in echt. Aber auch wer tiefer in die Stadt und damit zu den Glas- und Stahlfassaden der Skyline vordringt, findet interessante Architektur. Dazu gehören der Australia Square Tower (264 George Street) sowie das MLC Centre (19 Martin Place), Hochhäuser, die der berühmte österreichisch-stämmige Architekt Harry Seidler, der in seinen Bauten unter anderem von Walter Gropius beeinflusst war, in Sydney gebaut hat. Ein weiteres kontemporäres Meisterwerk ist Nummer 1 Bligh Street – ein Büroturm, der sich komplett den Prinzipien der Nachhaltigkeit verpflichtet. Der Düsseldorfer Architekt Christoph Ingenhoven gilt als Hoffnungsträger der modernen Architektur. Er hat mit dem elliptisch geformten Hochhaus, einer neuartigen doppelten Fassade, die Sonnen- und Blendschutz zugleich bietet, mit großen Dachterrassen und einem grünen Sky-Garten ein Vorbild nachhaltiger Architektur geschaffen. One Bligh Street Ein weiteres sehenswertes Hochhaus ist das One Central Park (28 Broadway, Chippendale) in Sydney, das der französische Architekt Jean Nouvel gebaut hat. Das Luxus-Hochhaus will mit Wohnkomfort, Design und Energieeffizienz das Wohnen des 21. Jahrhunderts verkörpern. Das Apartmenthaus besteht aus zwei Türmen, die über einen Block mit Geschäften und Restaurants verbunden sind. Aus der Ferne betrachtet wirkt das One Central zunächst grotesk. Ein wenig erinnert die Silhouette an die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon, denn neben unzähligen Balkonen und einer vertikal begrünten Hochhaus-Wand bricht aus dem höheren Turm eine monumentale Auskragung heraus, an der ein Lichtspiel des französischen Künstlers Yann Kersale integriert ist, das den Komplex nachts farbig beleuchtet. Die hängenden Gärten von One Central Park Ebenfalls am südlichen Ende von Sydneys Innenstadt befindet sich Frank Gehrys schönste, zusammengeknautschte „Papiertüte“ der Welt, wie die Australier das Gebäude nennen, in dem heute ein Teil der Technischen Universität (UTS) ist (14-28 Ultimo Road, Ultimo). Ein wenig scheint es, als habe Gehry – der wohl berühmteste lebende Architekt der Welt – die Regeln der Statik missachtet, wallende Wände knicken plötzlich ein, um sich an anderer Stelle wieder aufzurichten. 320.000 Ziegelsteine mussten per Hand verlegt werden, um den gewünschten, abgerundeten Effekt zu erreichen. Frank Gehrys „Papiertüte“ Info Lage: Alle genannten Gebäude befinden sich in der Innenstadt von Sydney oder an ihrem südlichen Rand in den Stadtteilen Ultimo und Chippendale. Anfahrt: Die genannten historischen Gebäude, die Oper, der Australia Square Tower, das MLC Centre und auch Number 1 Bligh Street lassen sich alle zu Fuß vom Circular Quay aus erreichen. Das One Central Park und auch das UTS-Gebäude kann man per Bus oder Zug von der Innenstadt erreichen (Bus 412 von der Strand-Arcade, eine weitere sehenswerte historische Mall/Einkaufszentrum an der George Street) oder auch per Zug (Central Station). Öffnungszeiten: Für die meisten Gebäude lohnt ein Besuch während des Tages, doch die Oper und auch One Central Park sind auch am Abend eindrucksvoll. Eintritt: Gratis. In der Oper wird aber auch eine geführte Tour angeboten. Diese lohnenswerte, einstündige Führung kostet ab 40 AUD pro Person. Aktivitäten: An der Oper bietet sich am Abend ein Besuch der beliebten Opera Bar (Macquarie Street, direkt unterhalb der Oper am Meer) an, während die Spice Alley in der Kensington Street in Chippendale direkt hinter dem One Central Park tagsüber wie auch am Abend einen Besuch wert ist. In der Spice Alley gibt es eine bunte Auswahl asiatischer Gerichte – von Ständen, die ein wenig an asiatisches Streetfood erinnern (Vorsicht, hier kann man nur mit Kreditkarte zahlen, kein Bargeld). Unterkünfte: •In der Nähe der Oper: InterContinental Sydney, elegantes Hotel in bester Lage, 117 Macquarie Street, Sydney, NSW 2000, Tel: + 61 2 9253 9000, E-Mail: sydney@interconsydney.com (mailto:sydney@interconsydney.com), www.icsydney.com.au (http://www.icsydney.com.au) •Im historischen Viertel der Rocks: The Rendezvous Hotel, in guter Lage im historischen Viertel der Rocks, Zimmer mit Blick auf die Oper, 75 Harrington Street, Sydney, NSW 2000, Tel: +61 2 9251 6711, E-Mail: reservations. sydneytr@rendezvoushotels.com.au (mailto:sydneytr@rendezvoushotels.com.au), www.rendezvoushotels.com (http://www.rendezvoushotels.com) •In der Nähe des One Central Park: The Old Clare Hotel, historisches Hotel mit modernem Charme, ideal für Architekturfans, 1 Kensington Street, Chippendale, NSW 2008, Tel: +61 2 8277 8277, E-Mail: email@theoldclarehotel.com.au (mailto:email@theoldclarehotel.com.au), www.theoldclarehotel.com.au (http://www.theoldclarehotel.com.au) 3. Cremorne Point: Idyllische Halbinsel gegenüber der Sydney Opera Schräg gegenüber der Oper, nur eine zehnminütige Fährfahrt vom Circular Quay entfernt, befindet sich die Halbinsel Cremorne Point. Auf einem etwa drei Kilometer langen Spazierweg können Besucher den schönen Hafen Sydneys mit seinen Buchten erkunden und haben dabei einen der besten Blicke auf die Skyline der Stadt. Die Fähre legt an. Wer Sydney besucht, der sollte unbedingt mit den altmodischen Fähren den Hafen erkunden und sich die Stadt von der Wasserseite aus anschauen. Die Fähren bringen Besucher auch auf die Nordseite der Stadt, die Lower North Shore, wo sich nicht nur der berühmte Taronga Zoo, sondern auch der teure Stadtteil Mosman mit seinen vielen edlen Villen befindet. Direkt nebenan bietet sich vor allem die Halbinsel Cremorne Point mit ihren vielen historischen Häusern und einer idyllischen Parklandschaft am Meer für einen etwa zweistündigen Besuch an. Cremorne Point ist nur sechs Kilometer von der Innenstadt entfernt. Seinen Namen erhielt der Stadtteil von den Cremorne Gardens, einem einstigen Vergnügungspark im 19. Jahrhundert. Cremorne Point ist eine zehnminütige Fährfahrt vom Circular Quay entfernt – der erste Stopp der Mosman-Fähre. Auf der Halbinsel, die wie ein ausgestreckter Finger in den Hafen hineinragt, führt ein etwa drei Kilometer langer Spazierweg den Besucher auf der Stadtseite – mit herrlichen Ausblicken auf die Stadt und vor allem auf die Oper und die kleine Festungsinsel Fort Denison – sowie an der Mosman Bay entlang. An der Bucht von Mosman ist der Weg besonders idyllisch, mit exotischen Blüten und Bäumen und Ausblicken auf Segelboote, die in der geschützten Bucht ankern. Insgesamt sollte man für den Weg etwa 90 Minuten einrechnen. Wanderer können über die schattigen Straßen (Hodgson und Bogota Avenues) am Ende der Halbinsel von einer Seite zur anderen durchstechen und den Weg damit zu einem Rundweg machen oder auch am Wasser entlang zurückgehen. In Mosman sowie in Old Cremorne an der Mosman Bay hält auch die Fähre und bringt einen zurück in die Stadt. Auf der Stadtseite ist der Weg breiter, Grasflächen laden zum Picknicken ein, und an Silvester zelten Besucher hier oft schon die Nacht zuvor, um den besten Spot für das berühmte Feuerwerk in Sydney zu ergattern. Auf der Stadtseite befindet sich auch eines der schönsten Schwimmbäder der Stadt, der Meerwasserpool MacCallum, von dem aus man seine Bahnen (33 m) mit Blick auf die Oper und die Skyline der Stadt ziehen kann. Ursprünglich wurde der Pool von dem olympischen Schwimmer Fred Lane Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, doch er wurde schließlich nach dem Anwohner Hugh MacCallum benannt, der sich über Jahre um das Schwimmbad gekümmert hat, das von jedermann gratis benutzt werden kann. Mosman Bay Der kleine Leuchtturm an der Halbinsel DPicknick in Cremorne Point Direkt an der Spitze der Halbinsel und ganz in der Nähe des Fähranlegers befindet sich das Robertsons Point Lighthouse (auf diesem kleinen Abstecher sind auch eine Trinkstation, ein Toilettenhäuschen sowie ein Kinderspielplatz). Direkt über dem Leuchtturm erklärt ein Schild die einzelnen Punkte des Hafens und erinnert an die Anfänge der britischen Kolonisierung. Denn auch als Kapitän James Cook mit seinem Schiff Endeavour im April 1770 zum ersten Mal durch den Hafen segelte, nachdem er zunächst an der Botany Bay angelegt hatte, kam er an der Halbinsel Cremorne Point vorbei. Das Robertsons Point Lighthouse ist nach einem europäischen Siedler benannt, der Anfang des 19. Jahrhunderts als einer der ersten dort Land besaß. James war der Vater von John Robertson, dem fünften Premier des Bundesstaates New South Wales. Abenteuerliche können bis zum Leuchtturm hinunterklettern, doch die Stufen sind eng und uneben – Vorsicht ist also geboten. Blühende Weihnachtssterne Direkt am Fähranleger, der neu gebaut wurde, nachdem ein schwerer Sturm den alten 2007 teilweise versenkt hatte, befindet sich ein kleines Café, Sophie’s Place, das nach seiner ursprünglichen französischen Besitzerin benannt ist, die in den 1990er-Jahren anfing, in Cremorne Point Kaffee zu verkaufen. Als sie 2008 nach schwerer Krankheit starb, wurde das Café ihr zu Ehren Sophie’s Place genannt. Info Lage: Cremorne Point ist nur 6 km oder 10 Min. Fährfahrt von der Innenstadt Sydneys entfernt. Die Mosman Ferry ist ein regelmäßiger Fährservice, doch ein Besuch der Halbinsel bietet sich eher am Vormittag oder frühen Nachmittag an, wenn das kleine Café an der Fähre noch geöffnet hat. Anfahrt: •Mit der Mosman Ferry: Cremorne Point ist die erste Haltestelle nach dem Circular Quay. •Mit dem Auto: In Cremorne Point kann man kostenlos 2 bis 4 Std. parken, in den etwas weiter vom Fähranleger gelegenen Straßen sogar ohne zeitliche Begrenzung. •Von der Haltestelle Wynyard in der Stadt fahren auch die Busse 180 und 225 nach Cremorne Point. Doch die Fährfahrt ist dem definitiv vorzuziehen. Öffnungszeiten: Immer. Der Pool schließt jedoch in regelmäßigen Abständen zur Reinigung. Wer Silvester wegen des guten Ausblicks auf das Feuerwerk dort verbringen möchte, der sollte gut vorausplanen. Für Autos ist die Halbinsel am 31.12. gesperrt, doch per Fähre ist sie gut erreichbar. Eintritt: Gratis. Die Fährfahrt kostet pro Fahrt rund 6 AUD, der Eintritt zum Pool ist kostenlos. An Sonntagen kann man kostengünstig für 2,50 AUD Fähre fahren. Aktivitäten: Der im Text erwähnte Meerwasserpool lädt zum Schwimmen ein und im Café am Anleger kann man auf einen Kaffee, ein kaltes Getränk oder einen Snack stoppen. Auf dem Weg sind immer wieder Bänke, in Richtung Leuchtturm an der Spitze ist linker Hand ein netter kleiner Spielplatz. Auf dem Weg lohnt es sich, die Augen nach Papageien, Kookaburras, Eulenschwalmen und Eidechsen aufzuhalten. Unterkünfte: Wer gerne ein wenig abseits des Getümmels der Stadt wohnen will, für den bietet sich die kleine Pension Cremorne Point Manor an, die ruhig gelegen ist und dabei doch nur 10 Min. von der Stadt entfernt liegt. Die Fähre geht bis in den Abend hinein regelmäßig. Auch Busse bringen einen zu den Geschäftsstraßen der Stadtteile Cremorne und Mosman oder bis in die Stadt (siehe oben). Direkt in Cremorne Point gibt es jedoch außer dem genannten Café kein Restaurant oder Geschäft. •Cremorne Point Manor, hübsche Frühstückspension, 5 Min. zu Fuß vom Fähranleger entfernt, direkt am idyllischen Cremorne Point Reserve, 6 Cremorne Road, Cremorne Point, NSW 2090, Tel: +61 2 9953 7899, E-Mail: stay@cremornepointmanor.com.au (mailto:stay@cremornepointmanor.com.au), www.cremornepointmanor.com.au (http://www.cremornepointmanor.com.au) 4. Spit to Manly-Walk: Natur mitten in der Stadt Besucher trauen oftmals ihren Augen nicht: Nationalparks mitten in der Stadt! Dies ist eines der schönsten Merkmale Sydneys. Eine der lohnenswertesten Wanderungen führt in etwa drei bis vier Stunden von der Spit Bridge im Nobelvorort Mosman zum beliebten Badeort Manly. Der Wanderweg von der Spit-Brücke im Stadtteil Mosman bis nach Manly ist ähnlich schön wie die Klippenwanderung von Bondi nach Maroubra, doch weitaus weniger bekannt. Der etwa neun Kilometer lange Wanderweg führt am herrlichen Hafen Sydneys entlang, mal gemächlich durch schön angelegte Uferlandschaften, mal etwas rauer durch Buschland, mal an imposanten Klippen entlang. Die Ausblicke auf das blaue Meer, Fähren und Boote, Klippen, blühende Bäume und Büsche machen die Strapazen der Wanderung wett. Mitten in Sydney und doch mitten in der Natur ... Papageien und Kookaburras, Wasseragamen und vielleicht sogar mal eine Schlange lassen sich auf dem Spaziergang beobachten. Der Wanderweg startet am Ende der Spit Bridge, die den Stadtteil Mosman mit Seaforth und Clontarf verbindet. Diese ist leicht mit einem Bus erreichbar. Vom Ende der Brücke geht es die meiste Zeit direkt am Wasser entlang. Am North Harbour Reserve bietet ein kleines Café Erfrischungen, und am Endpunkt der Wanderung, in Manly, erwarten den Wanderer zahlreiche Cafés und Restaurants. Von Manly aus – dem Ort, dem gerne nachgesagt wird, dass er sieben Meilen von der Stadt entfernt ist, aber 1000 Meilen von allen Sorgen – kann man die Fähre zurück in die Stadt nehmen. Die Fahrt ist ein Erlebnis für sich und bester Ersatz für eine Hafenrundfahrt. Obwohl man mitten in der Stadt ist, empfiehlt es sich, ausreichend Wasser, Verpflegung und Sonnencreme mitzunehmen. Ein Kookaburra oder auf Deutsch ein lachender Hans Wasseragame auf dem Weg Von der Spit Bridge, die einfach mit dem Bus von der Innenstadt aus zu erreichen ist, geht es immer an den Buchten am Nordufer entlang. Zwischen Fisher und Sandy Bay können aufmerksame Wanderer einen sogenannten aboriginal shell midden sehen. Ein midden ist quasi eine Muschelmüllhalde – ein Ort, an dem Aborigines – in diesem Fall der Cammeraygal-Clan – Muscheln gegessen und die leeren Schalen nach ihrem Mahl weggeworfen haben. Nur wenige Schritte sind es von der Sandy Bay bis nach Clontarf, einem der exquisiten Vororte Sydneys. Der Wanderweg führt direkt über ­Clontarfs kleinen, beschaulichen Strand, der einst in die ­Geschichtsbücher eingegangen ist. 1868 wurde hier Prinz Alfred, der Sohn von Königin Victoria, von dem Iren Henry James O'Farrell angeschossen. Er hatte Glück im Unglück, da die Kugel ihn genau im Kreuz seiner Hosenträger traf und somit abprallte. Der Prinz blieb unverletzt. Ein Fischer am Forty Basket Beach – noch hat er keine 40 Körbe gefüllt. Clontarf selbst lädt auch zu einem ersten Bad ein, denn hier ist ein Stück des Hafens als Schwimmbad abgegrenzt und somit haisicher. Die Angst vor Haien im Middle Harbour ist durchaus berechtigt, nicht nur weil die Schauspielerin Marcia Hathaway 1963 dort von einem Hai getötet wurde. Das dunkle Wasser und die vielen verzweigten Meeresarme sind ein wirklicher Anziehungspunkt für einige gefährliche Haiarten wie den Stierhai, und Clontarf gilt nicht umsonst unter Fischersleuten als Hotspot für Haie. Ab Clontarf wird der Wanderweg deutlich einsamer. Es geht durch Buschland, über Felsen und auf Klippen hinauf. Der kurze Abstecher hinunter zum Castle Rock Beach lohnt und nach der Abzweigung zum Grotto Point Lighthouse sollte man eine Reihe Aborigine-Felsgravierungen nicht verpassen. Ebenfalls ein Muss ist etwas später ein Schlenker hoch zum Tania Park und dem Aussichtspunkt Arabanoo, von wo aus man einen herrlichen Blick auf den Hafen bzw. auf Manly hat. Der Aussichtspunkt ist nach dem Aborigine Arabanoo benannt, der am 31. Dezember 1788 auf Befehl von Gouverneur Arthur Phillip in Manly gefangen genommen wurde, damit die britischen Siedler mehr über die Ureinwohner lernen konnten. Zurück am Wanderweg sind weitere Höhepunkte der Reef Beach, der früher einmal beliebter Treffpunkt der Nudisten und Naturalisten war, und der Forty Baskets Beach, wo Toilettenhäuschen und ein Gratis-Grill zu einem Picknick einladen. Am Forty Baskets Beach befindet sich auch ein eingezäuntes Stück Hafen zum Schwimmen. Der Forty Baskets Beach erhielt seinen Namen 1885, als Fischer nach einem erfolgreichen Fang 40 Körbe mit Fisch füllten. Diese wurden an australische Truppen ­geschickt, die nach ihrer Rückkehr aus dem Kriegsgebiet im Sudan in der Quarantänestation am North Head über Manly ausharren mussten, damit sie keine Epidemien ins Land einschleppten. Nicht weit vom Forty Baskets Beach entfernt (jetzt geht es kurz auf der Straße weiter und über eine abenteuerliche Brücke) ist das North Harbour Reserve, bis das letzte Stück bis Manly dann mehr Spazier- als Wanderweg ist und vorbei an hübschen Villen des Stadtteils Fairlight führt. In Manly selbst endet der Wanderweg am Fähranleger, von wo aus es zurück in die Stadt geht – doch wunde Füße hin oder her – hier muss der Weg noch einmal quer über die Halbinsel und durch die nette Fußgängerzone des Strandvorortes bis zum Hauptstrand Manlys führen. Denn der kilometerlange Sandstrand mit seinen berühmten Norfolk-Kiefern ist ein Blick, den jeder Besucher in Sydney gesehen haben muss. Blick auf den Manly Beach und seine Norfolk-Kiefern Der Castle Rock Beach Info Lage: Der Wanderweg ist im Norden Sydneys gelegen, rund 20 Min. Autofahrt von der Innenstadt entfernt. Eine Wanderkarte findet sich unter: www.manlyguide.com/wp-content/uploads/2009/12/scenicwalk.pdf (http://www.manlyguide.com/wp-content/uploads/2009/12/scenicwalk.pdf) Anfahrt: Der Weg kann von Manly aus bestritten werden oder andersherum (wie im Text beschrieben) von der Spit Bridge aus. Beide Orte sind leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Innenstadt aus erreichbar. •Mit dem Bus von der Innenstadt: z. B. Wynyard Station zur Spit Bridge, Mosman: Bus 180 nach Manly von Wynyard Station, Carrington Street, www.sydneybuses.info (http://www.sydneybuses.info) •Zurück mit der Fähre von Manly zum Circular Quay: alle 30 Min., unbedingt die alte „gemütliche“ Fähre nehmen und nicht das Schnellboot, damit sich die herrliche Küstenlandschaft nochmal in aller Ruhe vom Wasser aus anschauen lässt!, transportnsw.info (http://www.transportnsw.info) Öffnungszeiten: Grundsätzlich immer – doch nach einem Sturm oder starkem Regen sollte man vorsichtig sein und vor allem bis zu 3 Tage danach nicht im Meer schwimmen (wegen potenziell aufgewirbelter Schadstoffe). Eintritt: Gratis. Achtung: Der Weg ist nicht schwierig, aber gute Wanderschuhe, Wasser und Sonnenschutz (Sonnencreme und Hut) sind Pflicht. Wer unterwegs schwimmen möchte – aufgrund der Haigefahr im inneren Hafen bitte nur in den abgezäunten Bereichen. Aktivitäten: An der Spit Bridge, in Clontarf, am North Harbour Reserve und in Manly gibt es Cafés und vor allem in Manly auch viele schöne Restaurants. Wer in Manly noch Ausdauer hat, kann sich eine Surfstunde am berühmten Strand von Manly gönnen. Manly Surf School, 93-95 North Steyne, Manly, NSW 2095, Tel: +61 2 9932 7000, E-Mail: bookings@manlysurfschool.com (mailto:bookings@manlysurfschool.com), manlysurfschool.com (http://manlysurfschool.com) Unterkünfte: •In Manly: The Sebel Manly Beach, nettes Standardhotel direkt am Strand, 8-13 South Steyne, Manly, NSW 2095, Tel: +61 2 9977 8866, E-Mail: res.sebelmanly@accorvacationclub.com.au (mailto:res.sebelmanly@accorvacationclub.com.au), www.thesebelmanlybeach.com.au (http://www.thesebelmanlybeach.com.au) •In der Stadt in der Nähe des Fähranlegers Circular Quay: The Rendezvous Hotel, in guter Lage im historischen Viertel der Rocks, 75 Harrington Street, Sydney, NSW 2000, Tel: +61 2 9251 6711, E-Mail: reservations.sydneytr@rendezvoushotels.com.au (mailto:reservations.sydneytr@rendezvoushotels.com.au), www.rendezvoushotels.com (http://www.rendezvoushotels.com) 5. Ku-ring-gai Chase National Park: Der America Bay Track Sydneys natürliche Grenze im Norden ist der wunderschöne Ku-ring-gai Chase National Park. Der Ku-ring-gai ist ein beliebtes Ausflugsziel für Heerscharen an Radfahrern. Der Park bietet aber auch vielfältige Wanderungen, Panoramablicke und versteckte Buchten und Strände. Der Ku-ring-gai Chase ist Australiens zweitältester Nationalpark. Die etwa eine Stunde nördlich von Sydney gelegene Region ist eine beliebte Ausflugsgegend für die Städter, die gerne Rad oder Boot fahren und wandern. Wasserstraßen (Hawkesbury und Pittwater) ziehen sich durch den Park und kreieren versteckte Buchten und einsame Strände, die man sich oftmals nur mit Wasseragamen und anderen riesigen Echsen wie den Goannas teilt. Für einen Tagesausflug empfiehlt sich ein Stopp am sogenannten Basin Track (immer den Schildern Richtung West Head folgen), der gleich am Anfang interessante Aborigine-Gravuren präsentiert. Der Weg selbst führt zum Basin und ist eine einfache, etwas über fünf Kilometer lange Wanderstrecke (etwa 2,5 Std. hin und zurück). Am Basin kann man baden und die hübsche Bucht erkunden und gegebenenfalls die Fähre zurück nach Palm Beach nehmen (wer mit Freunden unterwegs ist, könnte ein Auto an der Fähre parken und eines an der Straße nach West Head). Am Basin ist auch ein Zeltplatz, doch Essen und Trinken müssen mitgebracht werden. Am Ende des Tracks belohnt diese Aussicht auf die America Bay. Eine kürzere, etwa einstündige und ebenfalls besonders schöne Wanderung führt von der West Head Road ab zur America Bay. Schilder am Wegesrand kündigen sämtliche Wanderungen im Nationalpark an – am Eingang des Parks erhält man zudem eine Karte, wenn man die Gebühr für den Park begleicht. Augen auf nach Tieren! Auch giftige Schlangen kann man mal antreffen. Der Pfad zur America Bay ist eng und uneben. Das heißt, gutes Schuhwerk und Trittfestigkeit sind vorausgesetzt. Doch der etwa ein Kilometer lange Weg bis zu einem Aussichtspunkt (kein Rundweg, etwa 1 bis 2 Std. einplanen!), der über die America Bay blickt, entlohnt für die Strapaze. Denn der Busch ist farbenfroh mit etlichen blühenden Büschen und intensiven Farben. Kleine Echsen, Wasseragamen und große Goannas sonnen sich an den zahlreichen Wasserstellen. Vorsicht ist jedoch geboten, da auch Schlangen die vielen netten Flecken zum Sonnen lieben. Wasseragamen sonnen sich an den Wasserstellen. Direkt am Aussichtspunkt (wer fit ist, kann von hier aus sogar weiter bis zur Bucht nach unten gehen, doch der Aufstieg zurück ist anstrengend) tummeln sich manchmal Wallabys. Nach ausreichendem Regen kann man in den entstandenen Frischwasserpools planschen. Auch ein Wasserfall bildet sich dann. Im trockenen Sommer ist dieser jedoch oftmals ausgetrocknet. Eine Felsplattform eignet sich für ein romantisches Picknick, und die einzigen anderen Geräusche, die man hier hört, sind die Grillen, die vor allem im Sommer lautstark zirpen. Obwohl man nur etwa eine Stunde von der Innenstadt Sydneys entfernt ist, glaubt man während Wanderungen wie dieser fern jeder Zivilisation zu sein. Gleich zu Beginn des Weges führt übrigens auch auf diesem Weg ein kleiner Seitenarm zu Aborigine-Gravuren. Vor allem im Sommer empfiehlt es sich, früh am Morgen im Park zu sein. Die Schranken in Richtung West Head öffnen ab 6 Uhr morgens und schließen im Sommer um 20:30 Uhr am Abend und ansonsten um 18 Uhr. Zurück am Auto sollte man unbedingt die fünf Minuten weiter bis zum West Head Lookout fahren. Von dort hat man einen der besten Ausblicke Australiens. Das Panorama, das sich vor einem öffnet, umschließt die Broken Bay linker Hand und Pittwater rechts und lässt einen frontal auf das Barrenjoey Headland und seinen Leuchtturm blicken. Über Pittwater schrieb schon der erste Gouverneur Arthur Phillip im März 1788: „The finest piece of water I ever saw.” („Das schönste Stück Wasser, das ich je gesehen habe“). Zu seiner Begeisterung trug sicher auch der freundliche Empfang der lokalen Guringai bei, die sich selbst durch die Begegnung mit den Briten jedoch mit Pocken infizierten und einen großen Teil ihrer Bevölkerung verloren. Außerdem sieht man vom West Head über den Hawkesbury River und auf Lion Island sowie bis hoch zu den Stränden der nördlich von Sydney gelegenen Central Coast wie zum Beispiel Patonga und Umina Beach. Lion Island, wahrscheinlich so benannt, weil sein Namensgeber fand, die Form der Insel ähnele einer Sphinx, ist ein Naturreservat ohne Füchse und Katzen. Zutritt ist verboten. Blick von West Head nach Lion Island Auf dem Rückweg könnte man an der Resolute Picnic Area stoppen und an den fest installierten Barbecues grillen. Ein weiterer lohnenswerter Stopp sind die Upper Gledhill Falls, die auf dem Rückweg von der West Head Road ein Stück rechts ab in die McCarrs Creek Road liegen und ganz in der Nähe der Straße sind. Im Sommer kann man hier in einem Pool unter einem Wasserfall schwimmen. Blühender Busch am Wegesrand Info Lage: Der Ku-ring-gai Chase National Park bildet die nördliche Grenze Sydneys und ist in etwa 1 Std. mit dem Auto von der Innenstadt erreichbar. Anfahrt: Für den Besuch im Nationalpark lohnt ein Auto. Von Sydney aus über die Harbour Bridge in Richtung Manly fahren. Immer der Military und später der Spit und Manly Road folgen, die automatisch ineinander übergehen. Bei der Abbiegung nach Manly diese rechts liegen lassen und auf der Burnt Bridge Creek Deviation, die später in die Condamine Street übergeht, weiter in Richtung Norden fahren. Ab dem Stadtteil Brookvale geht diese Straße wieder automatisch in die Pittwater Road über, die einen durch die Stadtteile Dee Why, Narrabeen und Mona Vale führt. Von dort geht es schließlich links ab (gleich nach der Mona Vale Road). Der Straßenname Pittwater Road bleibt erhalten. Von hier aus führt einen die Straße (später McCarrs Creek Road) am Wasser entlang bis in den Nationalpark. Im Park selbst dann den Schildern Richtung West Head folgen (zweimal rechts abbiegen). Öffnungszeiten: Die Schranken in Richtung West Head öffnen ab ­6 Uhr morgens und schließen im Sommer um 20:30 Uhr am Abend und ansonsten um 18 Uhr. Eintritt: 12 AUD Achtung: Bei allen Nationalparks gilt: Wettervorhersage und Buschfeuergefahr beachten. Bei Wanderungen immer auf ausreichend Sonnenschutz achten und Wasser mitnehmen. Festes Schuhwerk und lange Hosen schützen vor möglichen Schlangenbissen. Unterkünfte: •The Basin Campground, einsam gelegener Zeltplatz im Ku-ringgai Chase National Park, zu Fuß über den Basin Track von der West Head Road aus erreichbar oder per Fähre oder Wassertaxi von Palm Beach aus (Fantasea Cruising, www.fantasea.com.au (http://www.fantasea.com.au)). Unbedingt vorab buchen! Tel: +61 13000 72757, www.nationalparks.nsw.gov.au/camping-and-accommodation/campgrounds/the-basin-campground (http://www.nationalparks.nsw.gov.au/camping-and-accommodation/campgrounds/the-basin-campground) •Jonah’s, romantisches Hotel am Whale Beach in den Hügeln über dem Strand mit schönem Panoramablick, ca. 30 Min. vom Nationalpark entfernt, 69 Bynya Road, Whale Beach, Sydney, NSW 2107, Tel: +61 2 9974 5599, E-Mail: enquiries@jonahs.com.au (mailto:enquiries@jonahs.com.au), www.jonahs.com.au (http://www.jonahs.com.au) •Cottage Point Inn, im Nationalpark gelegenes Hotel mit 2 Apartments (keine Kinder zugelassen) sowie einem exklusiven Restaurant, 2 Anderson Place, Cottage Point, NSW 2084, Tel: +61 2 9456 1011, E-Mail: info@cottagepointinn.com.au (mailto:info@cottagepointinn.com.au), www.cottagepointinn.com.au (http://www.cottagepointinn.com.au) Das Cottage Point Inn ist wie ein weiteres berühmtes Restaurant im Park (Berowra Waters Inn, www.berowrawatersinn.com (http://www.berowrawatersinn.com)) auch per Boot oder noch exklusiver per Wasserflugzeug erreichbar: sydneybyseaplane.com (http://sydneybyseaplane.com) 6. Der Norden Sydneys: Wanderung zum Barrenjoey Lighthouse Der „letzte Zipfel Sydneys” im Norden ist der Vorort Palm Beach. Danach kommen nur noch Meer und Nationalpark. In Palm Beach herrscht nicht nur eine relaxte Strandatmosphäre, es lässt sich hier auch schön wandern, schlemmen und übernachten. Die kurze Wanderung zum Barrenjoey Lighthouse ist anstrengend, der Blick von hier aus aber einer der besten, die Sydney zu bieten hat. Viele reiche Sydneysider haben nicht umsonst ein Wochenenddomizil in Palm Beach. Rund eine Stunde Autofahrt von der Innenstadt entfernt (knapp 45 km) und gut per Bus erreichbar (in rund 1,5 Std. mit L 88 oder 90 vom Hauptbahnhof, Rathaus oder Wynyard) ist der Stadtteil ein schönes Ausflugsziel. Wer kann, sollte lieber während der Woche Palm Beach besuchen, da die Wochenenden doch oft viele Besucher anziehen und die Barrenjoey Road sich durchaus in eine lange Blechschlange verwandeln kann. Das aus Sandstein erbaute Gebäude des Leuchtturms wurde einst 1881 erbaut, doch noch heute thront der Turm majestätisch über der Halb­insel – dem Barrenjoey Headland. Barrenjoey ist ein Name, den bereits Arthur Phillip, der erste Gouverneur von New South Wales, dem Fleckchen Erde gegeben hat – nach dem Aborigine-Wort „Barrenjuee”, das soviel heißt wie „kleines/junges Känguru“. Blick auf das Barrenjoey Lighthouse Am besten parkt man unterhalb des Leuchtturms am gebührenpflichtigen Parkplatz nach dem Boathouse Palm Beach. Von hier aus geht es über den Strand (Seite Pittwater, nicht hin zum offenen Meer) zum Start der Wanderung am Fuße des kleinen Berges – dem eben erwähnten Barrenjoey Headland. Der Weg teilt sich nach etwa hundert Metern in zwei Wanderwege, die beide zum Leuchtturm führen. Es bietet sich beispielsweise an, einen nach oben und den anderen zurück zu nehmen. Insgesamt ist die Strecke nur etwas über zwei Kilometer lang, doch durch einige steile Stücke sollte man eineinhalb Stunden einplanen. Der kürzere, etwas anstrengendere Wanderweg ist der sogenannte Smugglers Track. Von hier aus hielten die Zollbeamten im 19. Jahrhundert nach Schmugglern Ausschau. Auf diesem Weg sind einige Treppenstufen, über die man die teilweise steileren Stücke überwindet. Der Weg ist nur etwa 400 Meter lang und führt in Teilen durch Buschland, doch wer ihn als Aufstieg plant, sollte ein gewisses Fitnesslevel mitbringen. Deutlich einfacher, dafür aber doppelt so lang, ist der zweite Weg, der sogenannte Access Trail. Seestern am Strand Die Halbinsel ist bei einem Buschfeuer 2013 stark in Mitleidenschaft gezogen worden, doch der Busch erholt sich langsam wieder. Der Leuchtturm selbst blieb vom Feuer verschont. Von hier aus hat man einen der besten Ausblicke Sydneys: Man kann nicht nur zum weiteren lohnenswerten Ausblick West Head im Ku-ring-gai Chase National Park blicken, sondern auch aufs offene Meer hinaus und die Küste entlang nach Norden und Süden. Zwischen Mai und September lassen sich mit etwas Glück von hier aus sogar Wale beobachten. Außer dem Leuchtturm gibt es am Berg keine weiteren Angebote – weder ein Café noch eine öffentliche Toilette. Für beides muss man wieder absteigen – doch Palm Beach selbst liefert dann, was während der Wanderung abgeht. Neben dem bereits erwähnten Boathouse Palm Beach (Governor Phillip Park, Palm Beach, www.theboathousepb.com.au (http://www.theboathousepb.com.au)) gibt es auch das Dunes Restaurant & Kiosk Palm Beach (1193 Barrenjoey Road, Palm Beach, www.dunespalmbeach.com.au (http://www.dunespalmbeach.com.au)), wo ein deutscher Eigentümer echte Strandkörbe von Europa nach Australien gebracht hat. Hoch oben steht der Leuchtturm. Info Lage: Palm Beach ist der nördlichste am Meer gelegene Stadtteil Sydneys. Pittwater sowie der Ku-ring-gai Chase National Park bilden ab hier eine natürliche Begrenzung der Stadt. Ähnlich wie der Nationalpark ist Palm Beach in etwa 1 Std. mit dem Auto von der Innenstadt erreichbar. Anfahrt: •Mit dem Auto gilt die gleiche Anfahrt wie zum Ku-ring-gai Chase National Park, doch anstatt in Mona Vale links abzubiegen und der Pittwater Road weiter zu folgen, fährt man nach Palm Beach geradeaus weiter und folgt immer der Barrenjoey Road bis man am Ende die Halbinsel und den Leuchtturm sieht. Auch die Stadtteile Newport und Avalon lohnen für einen kurzen Stopp und haben selbst wunderschöne Strände und viele nette Cafés und Geschäfte. •Per Bus dauert es etwa 1,5 Std. Der L 88 oder 90 führen vom Hauptbahnhof, Rathaus oder Wynyard in rund 1,5 Std. in den Norden. Achtung: Wie bei allen Wanderungen durch Buschland gilt: Bitte auf die Wettervorhersage und Buschfeuergefahr achten, ausreichend Sonnenschutz auftragen und Wasser mitnehmen. Festes Schuhwerk und lange Hosen schützen vor möglichen Schlangenbissen. Eintritt: Gratis, doch der Parkplatz kostet eine Gebühr. Unterkünfte: •The Basin Campground, einsam gelegener Zeltplatz im Ku-ring-gai Chase National Park, per Fähre oder Wassertaxi von Palm Beach aus (Fantasea Cruising, www.fantasea.com.au (http://www.fantasea.com.au)). Unbedingt vorab buchen! Tel: +61 13000 72757, www.nationalparks.nsw.gov.au/camping-and-accommodation/campgrounds/the-basin-campground (http://www.nationalparks.nsw.gov.au/camping-and-accommodation/campgrounds/the-basin-campground) •Jonah’s, romantisches Hotel am Whale Beach in den Hügeln über dem Strand mit schönem Panoramablick, ca. 30 Min. vom Nationalpark entfernt, 69 Bynya Road, Whale Beach, Sydney, NSW 2107, Tel: +61 2 9974 5599, E-Mail: enquiries@jonahs.com.au (mailto:enquiries@jonahs.com.au), www.jonahs.com.au (http://www.jonahs.com.au) Umgebung von Sydney Idyllisches Pearl Beach 7.Hunter Region: Abseits der Touristen (#ulink_4787ed60-7deb-5514-b1ea-444a2c437979) 8.Killcare: Die Seele baumeln lassen (#ulink_c72b9912-8153-59cc-978b-1069abda19c8) 9.Pearl Beach: Verstecktes Schmuckkästchen (#ulink_2c3b82ef-1214-5b8e-adc6-22db3382d3d2) 10.Mit dem Fluss-Postboten am Hawkesbury River entlang (#ulink_019d9773-76a2-52c1-8bab-09d979c779d1) 11.Blue Mountains: Abtauchen in den Canyon (#ulink_cab9a23e-89a1-5fc8-92cc-6497423fb08c) 12.Blue Mountains: Wasserfälle und gigantische Ausblicke (#ulink_f0269b5c-33df-5e5b-a932-0bc890934a6b) 13.Gartentour in und um die Blue Mountains (#ulink_e4831828-77c3-59b6-953a-949d2fcf6998) 14.Royal National Park: Unterwegs im ältesten Nationalpark Australiens (#ulink_98beddaf-3965-58df-9f91-6ef29384dacb) 15.Sea Cliff Bridge: Australiens spektakulärste Brücke (#ulink_6968b53c-aa67-534a-912a-ca14b79362ad) 16.Höhlenabenteuer: Jenolan Caves, Wombeyan Caves und Yarrangobilly Caves (#ulink_eb43561a-f03b-5b90-84ca-a70f2fd0120d) 7. Hunter Region: Abseits der Touristen Weite Täler mit Eukalyptuswäldern, Kängurus und guter Wein gepaart mit exzellentem Essen: Rund zweieinhalb Stunden Fahrt von Sydney entfernt ist die Hunter Region – deutlich weniger touristisch als das bekanntere Lower Hunter Valley. Hier ist man noch verhältnismäßig unter sich und kann trotzdem Weinkellereien, Lavendel- und Olivenfarmen besuchen. Eigentlich ist das Lower Hunter Valley das bekannte Ausflugsziel – die Weinregion, in die sich Sydneysider für ein luxuriöses Wochenende und zur Weinprobe flüchten. Hier liegt das bekannte Pokolbin mit seinen Hunter Valley Gardens. Doch hier stapeln sich vor allem am Wochenende auch Heerscharen an Besuchern und Urlaubern. Inzwischen ist dieses weltberühmte Lower Hunter Valley so touristisch, dass ich es in diesem Reiseführer nicht einmal mehr empfehlen möchte. Noch eher ein Geheimtipp ist dagegen die etwas weiter nördlich gelegene Region. Manche nennen sie die Hunter Region, andere sagen, es sei bereits das Upper Hunter Valley. Die ersten Ausläufer dieser deutlich ruhigeren Region beginnen um das kleine historische Dorf Paterson, das sich für einen kurzen Kaffeestopp und Spaziergang anbietet. Weinreben Idylle pur findet man dann aber neun Kilometer weiter, in dem kleinen Örtchen Vacy. Vacy entstand um 1828 als eine private Gemeinde, gegründet von der Familie Cory, britischen Einwanderern. Viel scheint sich bis heute nicht getan zu haben, noch heute gruppieren sich nur einige wenige Häuser zu einem kleinen Weiler. Doch von hier aus geht es zum erhöht gelegenen Eaglereach Wilderness Resort, einer Ansammlung privater Hütten mitten im Busch, die man anmieten kann. Von den meisten Hütten aus hat man einen spektakulären Blick ins Tal und auf die Eukalyptuswälder. Kängurus grasen friedlich am Straßenrand, in den Teichen tummeln sich Yabby-Krebse und Schildkröten. Bunte Papageien, freche Gänse und gut getarnte Echsen bevölkern Wasserstellen, Wege und den Busch. Kängurus dösen im Gras. Vom Resort aus lohnen Ausflüge zum österreichischen Auswanderer Gunter Hager, der in Vacy das Restaurant The Flying Duck (802 Gresford Road, Vacy, Hunter Valley, www.flyingduckcafe.com.au (http://www.flyingduckcafe.com.au)) eröffnet hat und neben gutem Essen auch immer für einen netten Schwatz zu haben ist. Nicht weit entfernt sind aber auch Weinkellereien wie Camyr Allyn Wines (www.camyrallynwines.com.au (http://www.camyrallynwines.com.au)) sowie eine Lavendel- und eine Olivenfarm, wo man hochwertige lokale Produkte und nette Mitbringsel kaufen kann. Die größte Attraktion der Region sind aber die Ruhe der Natur, die herrlichen Ausblicke und die Nähe zur Tierwelt. Wer Kängurus auf Tuchfühlung begegnen möchte, der wird hier gar nicht genug kriegen. Info Lage: Vacy in der Hunter Region ist etwa 195 km oder 2,5 Std. Autofahrt nördlich von Sydney gelegen. Für die Anreise empfiehlt sich ein Mietauto. Anfahrt: Von Sydney aus kommend geht es auf dem Pacific Highway in Richtung Norden bis zur Autobahnauffahrt M1. Dieser Autobahn immer in Richtung Norden bis zum Ort Hexham kurz vor Maitland folgen. Dort geht es dann links ab auf den New England Highway in Richtung Maitland. In Maitland immer den Schildern nach Paterson folgen, das etwa 18 km entfernt ist. Nach Paterson ist der nächste Ort dann bereits Vacy. Um zum im Text erwähnten Eaglereach Wilderness Resort zu kommen, muss man in Vacy die Brücke überqueren und danach die erste Linksabbiegung nehmen. Dieser Straße, der Summer Hill Road, folgt man für weitere 5 km, bis man zum Resorteingang auf der linken Seite kommt. Aktivitäten: •Camelot Lavender Gardens, Lavendelgarten, 1312 Dungog Road, Wallarobba, NSW 2420, Tel: +61 2 4995 6166, www.camelotlavender.com.au (http://www.camelotlavender.com.au) •Bunna Bunoo Olive Grove, Olivenhain und -produktion, 237 Fishers Hill Road, Vacy, NSW 2421, Tel: +61 2 4938 8086, www.bunnabunooolives.com.au (http://www.bunnabunooolives.com.au) Unterkünfte: •Eaglereach Wilderness Resort, mitten im Busch gelegene Hütten in unterschiedlichen Preisklassen, Summerhill Road Vacy, Hunter Region, NSW 2421, Tel: +61 2 4938 8233, E-Mail: enquiry@eaglereach.com.au (mailto:enquiry@eaglereach.com.au), www.eaglereach.com.au (http://www.eaglereach.com.au) 8.Killcare: Die Seele baumeln lassen Der Name sagt es bereits – „Kill care” oder locker übersetzt – „Weg mit allen Sorgen“. In dem kleinen Ort direkt am Meer, nur 90 Minuten Fahrt von Sydney entfernt, kann man die Seele baumeln lassen. Der Bouddi National Park, der direkt an den Ort anschließt, wartet mit idyllischen Stränden und schönen Wanderwegen auf. Farbenfrohe Felsen im Bouddi National Park Pretty Beach House: Hier stieg schon Bill Gates ab. Etwa 90 Kilometer oder 90 Autominuten nördlich von Sydney gelegen ist der kleine Ort Killcare. Er ist einer der Orte auf der Bouddi Peninsula neben Hardys Bay, Pretty Beach und Wagstaff, die alle irgendwie ineinander überzugehen scheinen. Das Dorf selbst, das eines von vielen kleinen Orten an der sogenannten Central Coast ist, gibt auf den ersten Blick außer ein paar Cafés und Restaurants nicht viel her. Doch der entspannte Lebensstil, das Flair des einstigen Fischerdorfes, Strände und die Schönheit des Bouddi National Park, der das Dorf gemeinsam mit dem offenen Meer umschließt, stellt sicher, dass ein Wochenende tatsächlich alle Alltagssorgen auslöscht. Versteckt in den Hügeln des Ortes sind zudem zwei der schönsten Unterkünfte des Bundesstaates New South Wales: Das Bells at Killcare sowie das Pretty Beach House, wo selbst Bill Gates schon mit seiner Familie abgestiegen ist. Neben den Luxusunterkünften bietet die Region aber auch Häuser, die sich gut von Familien mieten lassen, und einige schöne Zeltplätze wie zum Beispiel Putty Beach. Der Bouddi National Park besticht durch seine braunroten Felsformationen und die schönen, teils wilden, teils geschützten Strände. Der Bouddi Coastal Walk ist eine etwa vierstündige Wanderung, während der mehrere dieser Strände erwandert werden. Der Weg startet am Putty Beach und führt bis zum Macmasters Beach. Auf dem acht Kilometer langen Pfad kommt man an der Maitland Bay, wo noch heute einige Überreste des Schiffswracks der PS Maitland liegen, und dem Little Beach vorbei. Eine weitere empfehlenswerte und deutlich kürzere Wanderung (30 Min. einfache Strecke, jedoch mit steilem Auf- und Abstieg) startet im Ort Pretty Beach. Sie führt von der High View Road durch den Bouddi National Park und über einen Hügel hinweg zu dem einsam gelegenen Lobster Beach, der nur per Boot oder über den Wanderweg erreichbar ist. Am seichten Lobster Beach kann man herrlich planschen und Muscheln sammeln. Ein weiterer lohnenswerter Ausflug führt am Ende des Putty Beach zu einer kleinen Landzunge, deren Felsenbett wie mit einer Gabel zerfurcht ist. In den zahlreichen, mit Meerwasser gefüllten Felsspalten tummeln sich kleine Fische, Seeigel, Austern, Seeanemonen und Krebse, die sich einfach beobachten lassen. Vorsicht ist jedoch angesagt, wenn sich auch ein kleiner, handgroßer Oktopus zeigt. Das ist die hübsche, aber hochgiftige Blauringkrake. Diese auf gar keinen Fall anfassen! Ein Biss kann tödlich sein, denn ein Gegengift gibt es bisher nicht. Weg zum Lobster Beach Schöne Aussichtspunkte gibt es zur Genüge, einer ist beispielsweise der Umweltschützerin und Anwältin Marie Byles gewidmet und liegt an der Straße mit dem passenden Namen The Scenic Road, kurz nach der Abzweigung zum Hotel Bells at Killcare. Info Lage: Killcare liegt etwa 90 km oder 90 Min. mit dem Auto nördlich von Sydney direkt am Meer und umgeben vom Bouddi National Park. Anfahrt: Von Sydney geht es Richtung Norden auf die Autobahn M1 in Richtung Newcastle. Die Ausfahrt Gosford nehmen und an der 4. Ampel (Kariong Hill) rechts in die Woy Woy Road einbiegen. Dieser etwa 12 km folgen – bis über die Eisenbahnlinie – und am Ende (Rawson Road und später Allfield Road) rechts in die Blackwall Road einbieten. Diese heißt später Memorial Avenue und bringt einen zu einem Kreisverkehr, an dem es nach links auf den Maitland Bay Drive abgeht. Nach weiteren etwa 8 km geht es nach einer Tankstelle rechts ab in Richtung Wagstaff und Killcare. Öffnungszeiten: Der Ort ist bei ausländischen Urlaubern wenig bekannt, gilt aber bei Sydneysidern durchaus als beliebtes Wochenendziel und ist somit oftmals gut ausgebucht. Vor allem die Zeltplätze muss man teils Monate zuvor buchen. Aktivitäten: Bei dem Vermieter BoatBikePaddle kann man wie der Name schon verrät Boote, Fahrräder und Kanus ausleihen. •BoatBikePaddle, 39 Araluen Drive, Killcare, NSW 2257, Tel: +61 2 4360 2958, E-Mail: info@bbphcc.com.au (mailto:info@bbphcc.com.au), www.bbphcc.com.au (http://www.bbphcc.com.au) Unterkünfte: •Putty Beach Campground, schöner Zeltplatz, direkt am Strand und im Nationalpark gelegen, Tel: +61 2 4320 4200, www.nationalparks.nsw.gov.au/camping-and-accommodation/campgrounds/putty-beach-campground (http://www.nationalparks.nsw.gov.au/camping-and-accommodation/campgrounds/putty-beach-campground) •Pretty Beach House, hier stieg schon Bill Gates ab, Luxus pur in sehr gehobener Preisklasse, 83 High View Road, Pretty Beach, NSW 2257, Tel: +61 2 4360 1933, E-Mail: stay@prettybeachhouse.com (mailto:stay@prettybeachhouse.com), prettybeachhouse.com (http://prettybeachhouse.com) •Bells at Killcare, edles Hotel mit renommiertem italienischen Restaurant, 107 The Scenic Road, Killcare Heights, NSW 2257, Tel: +61 2 4349 7000, E-Mail: reservations@bellsatkillcare.com.au (mailto:reservations@bellsatkillcare.com.au), www.bellsatkillcare.com.au (http://www.bellsatkillcare.com.au) 9. Pearl Beach: Verstecktes Schmuckkästchen Pearl Beach ist ein eher unbekanntes Fleckchen Paradies, rund eineinhalb Stunden nördlich von Sydney gelegen. Ausspannen, Schwimmen und Wandern sind die drei Hauptaktivitäten, warum viele teils berühmte Sydneysider Ruhe und Erholung in Pearl Beach suchen. Nur wenige Touristen kommen nach Pearl Beach, das in „Mainstream“-Reiseführern meist nicht auftaucht. Dabei ist der Name Pearl Beach ein Hinweis darauf, was der kleine Ort ist – ein kleines, verstecktes Schmuckstück an der ansonsten recht zersiedelten und teils sehr touristischen Central Coast. Pearl Beach soll übrigens bereits 1792 von Gouverneur Arthur Phillip vom Wasser aus entdeckt worden sein, wobei er angeblich nicht an Land kam. Denn am Ufer zeigte sich wohl eine große Gruppe Aborigines, die zwar auf den ersten Blick freundlich erschienen, dem Gouverneur aber trotzdem ein wenig Angst einflößten. Blick auf Palm Beach Heute schmiegen sich viele kleine Strandhäuschen (rund 600) fast unauffällig in den Brisbane Water National Park ein und dominieren nicht die Landschaft. Keine großen Hotels oder Campingplätze haben sich angesiedelt, stattdessen kann man die Wochenendhäuser und Apartments reicher Sydneysider mieten, die vor allem während der Woche meist leerstehen. Pearl Beach, dessen Straßen auch nach wertvollen Steinen (Jade Place, Emerald Avenue, Diamond Road, Amethyst Avenue etc.) benannt sind, lohnt vor allem zum Ausruhen. Der idyllische Strand, ein Café und Restaurant und ein Meerwasserpool, in dem man seine Bahnen ziehen kann, laden zum Ausspannen und Seele baumeln lassen ein. Am Nature Pearl Beach Direkt vor Pearl Beach sollte man am Mount Ettalong Lookout stoppen. Von einem kleinen Parkplatz aus führt ein Weg durch den Busch zu den Klippen (auf kleine Kinder achten!). Die Aussicht über die gesamte Bucht, die Broken Bay, nach Pearl Beach und über Brisbane Water gehört zu den besten in der Region. In Pearl Beach lohnt ein Spaziergang zum Crommelin Native Arboretum am Ende der Crystal Avenue, wo auch der Wanderweg nach Patonga mit etlichen weiteren schönen Aussichtspunkten startet. Das 4,5 Hektar große Gelände besteht aus Rasenflächen, sumpfigen Regionen und gemäßigtem Regenwald gemischt mit Buschland. Früh im Jahr findet hier auch ein Opernfestival statt, für das man allerdings rechtzeitig Tickets erwerben muss. Ein ähnliches nettes Reservat befindet sich am Green Point in Pearl Beach: Das Paul Landa Reserve wartet mit einem weiteren schönen Spaziergang auf, der wiederum zu einem Aussichtspunkt über die Bucht führt. Auf der Wanderung nach Patonga Info Lage: Pearl Beach ist mit dem Auto etwa 1,5 Std. oder knapp 100 km von Sydney entfernt. Der kleine Ort liegt nördlich von Sydney direkt an der Küste und ist umgeben vom Brisbane Water National Park. Anfahrt: Über die Autobahn M1 geht es Richtung Gosford. Kurz nach dem Australian Reptile Park (ein sehenswerter Zoo, in dem die berüchtigten, hochgiftigen Trichternetzspinnen „gemolken“ werden, um ihr Gift für die Gegengiftproduktion zu gewinnen, Lot 69 Pacific Highway, Somersby, NSW 2250, reptilepark.com.au (http://reptilepark.com.au)) geht es rechts ab auf die A49 in Richtung Woy Woy. In Woy Woy rechts abbiegen in die Ocean Beach Road und danach der Beschilderung in Richtung Pearl Beach folgen. Achtung: Die Strände sind nicht patrouilliert. Wie überall in Australien gilt Vorsicht beim Schwimmen, da starke Strömungen einen leicht ins Meer ziehen können. Eintritt: Wer den Nationalpark weiter erkunden möchte, zahlt pro Auto 8 AUD. Aktivitäten: •Neben dem idyllischen Strand mit einer kleinen Lagune lohnt sich die Wanderung nach Patonga. Sie startet im Ortsinneren von Pearl Beach am Ende der Chrystal Avenue und dauert 1,5 bis 2 Std. (einfacher Weg). Unterwegs bieten sich einige schöne Aussichtspunkte für ein Picknick an. Vorsicht: Nicht alle Aussichtspunkte sind mit Geländern abgesichert. Der Abstieg nach Patonga ist steil und der Wanderweg wird ein wenig zum Abenteuer (auf gutes Schuhwerk achten!) bis man mitten am Strand des beschaulichen Ortes Patonga landet. •Früh im Jahr wird im Crommelin Native Arboretum eine Oper aufgeführt, für die es meist ab November Tickets gibt. Siehe: www.opera.pearl-beach.com (http://www.opera.pearl-beach.com) Unterkünfte: In Pearl Beach gibt es zwar ein Restaurant (Pearls on the Beach) und ein Café (Pearl Beach Cafe & General Store) mit kleinem Lädchen daneben, jedoch kein größeres Hotel, keinen Zeltplatz und keine Pensionen. Auch das macht den Charme des eher versteckten kleinen Strandörtchens aus. Übernachten kann man trotzdem und zwar in Privatunterkünften (Apartments und Häuser), die sich über stayz.com.au (http://stayz.com.au) oder airbnb.com.au (http://airbnb.com.au) finden lassen. 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