Wie Andi Brehme meine Liebe zerstört hat
Olaf Nett


Kann Arne Seeligers Liebesleben nur dann erfolgreich sein, wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft gewinnt? Oder ist es andersherum: Nur wenn Arne die Liebe seines Lebens, Bea, zurückgewinnt, kann Deutschland 2014 Weltmeister werden?

Seit Arne denken kann, ist sein Leben auf tragische Weise mit Erfolg und Misserfolg der Nationalelf verknüpft. Das fing schon 1974 an, als sich seine Eltern nach Müllers Drehschuss zum Zwei zu Eins gegen die Holländer zum ersten Mal in die Arme fielen und Arne darauf im Frühjahr 1975 das Licht der Welt erblickte. Und als sich sein Vater ein Jahr später von seiner Mutter getrennt hat, schoss Uli Hoeneß fast zeitgleich seinen Elfmeter in den Belgrader Nachthimmel.

Dabei macht sich Arne lange Zeit gar nichts aus Fußball. Bis zum Sommer 1990, als er Bea kennenlernt. Bea, die Tochter des Fußballtrainers der örtlichen A-Jugend. Weil Arne sich in kürzester Zeit zum Fußball-Experten aufschwingt und lernt, wann und wo man Sprüche anbringt wie: «Zu viel Klein-Klein im Mittelfeld» und «Ich glaube, da war Ilgner noch mit den Handschuhkuppen dran», wird der Weltmeister-Sommer 1990 für Arne zum Sommer der ersten Liebe.

Bis zum Europameisterschafts-Endspiel 1992 gegen die Dänen …

&quot;Wie Andi Brehme meine Liebe zerstört hat" ist eine Liebesgeschichte und Fußball-Zeitreise von den 90ern bis zum WM-Titelgewinn 2014 und eine Kulturgeschichte des Rudelguckens. Wir erleben bekannte Höhepunkte und Missgeschicke deutscher Fußballkunst und wie sich diese auf das Liebesleben eines jungen, etwas abergläubischen Mannes auswirken – oder ist es sogar umgekehrt?.








Olaf Nett




Wie Andi Brehme meine Liebe zerstört hat


Oder warum Deutschland 2014

wirklich Weltmeister wurde







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Layout, Satz und Umschlaggestaltung: Composizione Katrin Rampp, Kempten

Druck und Verarbeitung: CPI, Leck

ISBN 978-3-96423-060-7

ISBN E-Book 978-3-96423-061-4




Inhaltsverzeichnis


Prolog (#u42d99d74-37ee-5320-812a-bb4c5cf0b32c)

1990/92: One Love (#u4b64f6c2-5988-558b-87d8-5779f6a8d58e)

1996: Wembley (#ub984dc68-020e-518a-a215-523de0fdc2dc)

2002: Ein Missgeschick (#u65c852d5-b2ee-51dd-a4b1-8a7cf19839c8)

2006/08/10/12: Vier Theorien und zwei Todesfälle (#uaf4001ab-587e-5087-a383-fecff252c83f)

2014: Finale (#u817cad9f-4c60-5fe2-bd5f-090f4c0c94e6)




Prolog


Mein Name ist Arne Liebermann und ich bin der Grund, warum Deutschland 2014 Fußballweltmeister wurde. Ich weiß, dass Sie mir das zunächst einmal nicht glauben werden, und ich mache Ihnen da auch überhaupt keinen Vorwurf, ich habe es ja lange Zeit selbst nicht geglaubt.

Dennoch: Nur weil ich es nach all den Jahren endlich geschafft habe, die Liebe meines Lebens zurückzugewinnen, konnte unser Nationalteam den Pokal nach Hause holen.

Mein Liebesglück steht in direktem Zusammenhang mit dem Abschneiden unseres Teams bei großen Turnieren. Je mehr ich in meiner eigenen Vergangenheit gewühlt habe, desto klarer wurde mir dieser unglaubliche Zusammenhang; der im Übrigen schon seit meiner Zeugung besteht:

1974 nämlich haben sich meine Eltern kennengelernt. Und zwar beim Weltmeisterschafts-Endspiel Deutschland – Holland. Auf einer Feier bei Freunden, wo man sich zusammen um den Schwarz-Weiß-Fernseher versammelt hatte. Als Gerd Müller mit dieser unnachahmlichen Drehung den Ball an Jongbloed vorbei ins linke Eck schoss, war es passiert: Im Moment einmaliger Euphorie gaben sich die beiden ihren ersten Kuss. Wir waren Weltmeister und drei Monate später standen meine Eltern vor dem Standesbeamten. Nach sechs weiteren Monaten kam ich zur Welt. Und ich hätte bestimmt eine glückliche Kindheit vor mir gehabt, wenn mein Vater uns nicht 1976, just an dem Tag, als Deutschland im Endspiel gegen die CSSR stand, für irgendein blödes Flittchen für immer verlassen hätte. Kein Wunder also, dass Uli Hoeneß den fünften Elfmeter gegen die Tschechen in den Belgrader Nachthimmel gezimmert hatte.

So wuchs ich ohne Vater auf und vielleicht war dies der Grund, warum ich in den ersten fünfzehn Jahren meines Daseins keinen rechten Bezug zum Fußballsport fand. Meine große Liebe galt zwei ganz anderen Dingen. Meiner E-Gitarre, einer echten Fender Telecaster, die mir im Alter von zwölf Jahren mein Cousin Andi überlassen hatte, bevor er nach Australien ausgewandert war, und meiner Klassenkameradin Bea.

Bea war mir schon gleich bei der Einschulung aufgefallen und in meinen Augen war sie das schönste Mädchen der Stadt mit ihrem braunen, lockigen Haar und ihrem immer aufmerksamen, frechen Blick. Leider saß ich zwei Reihen hinter ihr und musste mich immer ganz nach rechts lehnen, um zumindest ihren Hinterkopf zu sehen. Denn direkt vor mir saß der eigentlich zierliche, aber dennoch sperrige AKW-Bernd, der damals noch einfach nur Bernd hieß, doch dazu später mehr.

Zwei Wochen vor den Ferien 1982 kam dann mein großer Moment, als plötzlich der Platz neben Bea frei wurde, weil Dagmar Vorbringer nach Stuttgart gezogen war. Und als unsere Lehrerin fragte, wer sich denn „opfern“ wolle, damit Bea jetzt nicht so allein da sitzen müsse, nutzte ich die Chance, gab mich der Lehrerin gegenüber ganz selbstlos und setze mich innerlich strahlend neben Bea.

Wir tendieren ja dazu, unsere Kindheit romantisch zu verklären, aber diese Tage des Sommers 1982 zusammen mit Bea auf einer Schulbank sind die einzige und gleichzeitig wundervollste Erinnerung, die ich an mein erstes Jahr in der Schule habe. Eine Zeit, in der ich jeden Tag schon zehn Minuten zu früh vor dem Klassenraum wartete und aufgeregt den Acht-Uhr-Schulgong herbeisehnte. Da saß sie dann direkt neben mir und roch gut. Ich hatte vorher noch nie den Geruch eines anderen Menschen wahrgenommen, aber Bea hatte so einen wundervollen Duft der Frische, der mich die Welt um uns herum vergessen ließ.

Vor sich auf den Schultisch setzte sie jeden Morgen ihren Monchhichi, dem sie täglich ein neues Kostüm anzog und schon am zweiten Tag bat ich meine Mutter, mir doch bitte auch ganz dringend so ein kleines, extrem teures Plüschäffchen zu kaufen, was ziemlich uncool für einen Jungen war, aber das kratzte mich überhaupt nicht. Denn so hätten wir etwas gemeinsam gehabt, die beiden Tierchen hätten sich anfreunden können und Bea und ich irgendwann vielleicht auch …

Fünf Tage später jedoch, es war ein Montagmorgen, meinte Frau Beermann, dass sie uns nun doch wieder auseinander setzen müsse, weil sie den Eindruck habe, dass ich dem Unterricht nur noch marginal folgen würde. Im Nachhinein ist die Geschichte meiner Jugend ohne Vater vielleicht als schlimmer zu bewerten, der Moment jedoch, in dem mich unsere Klassenlehrerin völlig unvorbereitet aus der vollkommenen Glückseligkeit riss, von der ich dachte, dass sie für immer anhalten würde, hat eine viel tiefere Narbe hinterlassen. Und als meine Mutter mir an diesem Nachmittag ganz stolz einen seidig glänzenden Monchhichi überreichte, fing ich laut an zu heulen.

Komischerweise – ich habe es genau nachgeprüft – passierte das alles genau einen Tag, nachdem Deutschland am Sonntag das Endspiel gegen Italien verloren hatte. Sicherlich, so richtig überzeugend klingt das nicht, ich weiß.

Und auch das Ereignis vier Jahre später, als Deutschland diesmal gegen Argentinien das WM-Endspiel verlor, kann man als rein zufällig werten: Wir waren in der fünften Klasse. Bea, ihre Freundin Doro, AKW-Bernd und ich spielten im Partykeller von Michael Stender Flaschendrehen. Ich war es, der Bea einen Kuss auf die Wange geben musste (fürs Protokoll: Es war der Tag, an dem Deutschland das Halbfinale mit 2:0 gewann). Ich schwebte im siebten Himmel und am nächsten Morgen bekam ich während des Matheunterrichts ein rosa Briefchen überreicht. Heimlich öffnete ich es und las die magischen Worte:

„Hallo, Arne. Willst du mit mir gehen? Kreuz an, ja___ nein____. Deine Bea“

Meine Hände fingen an zu schwitzen, ich lief rot an und wagte es nicht, zu Bea hinzusehen, die in unserer 5c zusammen mit Doro am anderen Ende der Klasse saß. Bemüht cool kreuzte ich schnell „ja“ an, hätte es aber am liebsten in die ganze Welt hinaus gebrüllt. Dann gab ich den Brief an meinen Sitznachbarn, der ihn weiterreichte. Leider hatten wir nach dieser letzten Stunde am Freitag sofort Sportunterricht und Bea ging danach noch zum Chor, sodass ich sie trotz ihres Liebesgeständnisses gar nicht mehr sehen konnte. Auf diese Weise verbrachte ich das Wochenende zwischen glückseligem Verlangen und schlimmster Nervosität. Klar, ich hätte sie auch einfach anrufen können, aber ich war elf und hatte Angst, dass ihre Mutter, ihr Vater oder eine ihrer Schwestern das Telefon abnahmen. Am Montag dann, dem ersten Julitag, war ich der einzige Junge, der freudig erregt zur Schule ging. Alle anderen hatten noch daran zu knabbern, dass – wie ich heute weiß – am Vortag Maradona den Steilpass seines Lebens gespielt hatte, Burruchaga Briegel entwischt war und mit seinem späten Tor zum 3:2 alle deutschen Weltmeisterträume zunichte gemacht hatte.

Vor der Schule wartete bereits Doro auf mich und hielt mir ein zerknülltes rosa Zettelchen entgegen. Sie lächelte mich an, und wenn ich versuche, mich heute daran zu erinnern, so war es ganz sicher das Lachen eines Teufels: „Haha, Arne, du Hirni. Reingelegt! Du weißt ja nicht einmal, welche Handschrift Bea hat.“

Für Doro war das damals bestimmt nur ein Gag unter vielen, aber für mich brach in diesem Moment wieder eine Welt zusammen. Und das war mir wohl auch anzusehen. Ich weiß noch, wie unser Klassenlehrer zu allem Überfluss zu mir meinte: „Na, Arne, lass den Kopf nicht hängen, aller guten Dinge sind drei, nächstes Mal werden wir Weltmeister. Garantiert!“

Vielleicht auch wegen dieses blöden Spruchs blieb ich dem Fußball weiterhin konsequent fern, obwohl meine engsten Freunde und sogar Bea bei unserem kleinen Stadtteilverein kickten. Bea war die Tochter des Trainers, die jüngste von drei Mädchen, und in Ermangelung eines Sohnes brachte ihr Vater sie in seiner Jungsmannschaft unter. Mit dabei meine beiden besten Kumpel – heute würde man wohl Homies dazu sagen –, Beas Cousin Michael Stender und Bernd Klawitter (den ich im Folgenden immer mal wieder AKW-Bernd nennen werde, weil ihn mittlerweile alle unter diesem Namen kennen). Im Gegensatz zum schmächtigen Bernie war Stender ein stämmiges Kraftpaket, dessen hervorstechendstes Merkmal war, dass er beim Sprechen den Mund nicht aufmachte, aus Angst, dass man die riesige Zahnlücke zwischen seinen Schneidezähnen sehen könnte. Ab dem Alter von zehn Jahren war er mit einer Vielzahl von Zahnklammern ausgestattet worden, die er zum Leidwesen seiner Eltern und deren Krankenkasse immer wieder erfolgreich „verloren“ hatte. Stender war in seinen Interessen ein – nett ausgedrückt – sehr eng fokussierter Teenager. Neben Fußball gab es bei ihm gerade noch einen Funken von Leidenschaft für den Videorecorder seiner Eltern, auf dem er uns immer mal wieder Zombiefilme vorführte. Dann und wann gab er sich zudem kleineren Sprengstoffexperimenten hin. Jedes Jahr nach Silvester sammelte er nichtgezündete Böller in Massen ein und mixte aus dem Schwarzpulver neue, „extrem gefährliche“ Feuerwerkskörper, mit denen er dann Schiffs- und Automodelle in die Luft jagte.

Die Modelle stammten meist aus der Fabrikation von AKW-Bernd. Sein Zimmer roch grundsätzlich nach Plastikkleber, weil er viele Nachmittage damit verbrachte, Airfix- und Revellmodelle zusammenzukleben, die er vorher akribisch mit Modellfarben bemalt hatte. Abwechslung verschafften ihm dabei nur ein Fischer-Technik-Kasten und ein Lötkolben, mit dem er nebenher die ein oder andere Platine für sein Eigenbau-Radio fertigstellte. Angefangen hatte er damit, weil sein Vater ihm gesagt hatte, dass ihm das später mal einen guten Job einbringen werde. Auch Fußball spielte er nur, weil seine Mutter es nicht mehr mit ansehen konnte, wie Bernd den ganzen Tag nur in seinem Zimmer herumhing. Also meldete sie ihren eigentlich eher amotorischen Sohn beim örtlichen Fußballverein an und die treue Seele, die Bernie nun einmal war, spielte fortan als Linksverteidiger brav seinen Stiefel runter und ließ sich von Mannschaftskapitän Johannes Altersleben anbrüllen, der irgendwann mal im Fernsehen gesehen hatte, dass Mannschaftskapitäne das nun mal so machten, das sei gar nicht bös gemeint.

Und dazwischen Bea, die durch ihr neues Hobby noch unerreichbarer für mich geworden war. Und gleichzeitig noch anziehender, denn der Fußballsport gab ihr etwas Wildes, Ungezähmtes und ungeheuer Selbstbewusstes, das zu ihrer ansonsten zwar auch kecken, aber vor allem freundlichen Ausstrahlung in einer betörenden Spannung stand. Wann immer ich Stender oder AKW-Bernd vom Training abholte, wurde mein Blick scheu und ich beneidete die ganzen Fußballjungs, unter denen ich mich irgendwie minderwertig fühlte, um den ständigen Kontakt zu Bea.

Trotzdem kam es für mich damals nie in Frage, dort auch mitzumischen. Nicht, dass ich unsportlich gewesen wäre. Aber wenn ich nach einem Training im November die matschverschmierten Trikots und die aufgeweichten Stollenschuhe meiner Freunde sah, war ich froh, dass ich stattdessen meine Gitarre hatte. Mit den vier bis fünf Akkorden, die ich rasch draufhatte, konnte ich nach der Schule wunderbar meinen Tagträumen nachgehen. Und wenn mich der Sportgeist doch mal packte, ging ich im Wald laufen. Das konnte ich über eine Stunde lang, ohne müde zu werden. Oder ich zog mir meine weiße Turnhose und mein ebenso weißes T-Shirt an und drosch mit einem schwarzen Plastikschläger einen kleinen, gelben Softball gegen die Wand im Hof. So wie damals Boris Becker und Michael Stich.

Spätestens mit dreizehn begann mir aber auch das keinen Spaß mehr zu machen. Stattdessen hatte ich von meiner Tante Andis alte verknüllte Zettel geschickt bekommen, auf denen mein Cousin die Akkorde und Texte von alten Bob Marley-Songs notiert hatte. So spielte ich bereits nach kurzer Zeit einen Reggae-Klassiker nach dem anderen und besorgte mir nach und nach Kassetten und Platten anderer anerkannter Reggae-Bands. Mir gefiel diese Mischung aus Niedergeschlagenheit auf der einen Seite und Marihuana preisender Feierlaune andererseits, eine Melange aus sozialer Rebellion und oftmals hoffnungsloser Liebe, wie sie bei Marley und UB40 zu finden war. Dazu kamen bei anderen Bands wie Steel Pulse und Black Uhuru noch Durchhalteparolen, patriarchalische Machofantasien und vertonte Bibeltexte, die man in ihrem anklagenden Fundamentalismus heutzutage eher den Taliban zutrauen würde als Hanf rauchenden Strickmützenträgern. Das war dann aber auch schon die gesamte Themenbandbreite von Reggae-Songs und insofern eine Art geschlossenes System. Auch musikalisch: Die Songs waren immer im Viervierteltakt, die Gitarrenakzente immer auf der Zwei und der Vier, der Rimshot auf der Drei und die Bassläufe irgendwo synkopisch dazwischen. Wenn man diesen Grundrhythmus einmal draufhatte, war es relativ einfach zu spielen.

Außerdem konnte ich, wenn man mal von Nirvana absah, mit der restlichen Musik der späten Achtziger, die mich eigentlich hätte prägen sollen, überhaupt nichts anfangen. Immer wenn ich heute irgendwo lese, dass mein Jahrgang zur Generation X gehören soll, denke ich, was die Musik angeht, wäre der Titel Generation niX irgendwie besser gewesen.

Während der Rest meiner kleinen Clique also dem Fußballspielen verfallen war, spielte ich „One Love/People get ready“ und träumte insgeheim davon, vielleicht einmal bei einem von Beas Fußballspielen mit meiner Gitarre aufzutreten. Ich würde ganz melancholisch „Waiting in Vain“ bringen und vielleicht würde Bea die Message verstehen und sich im gleichen Moment unsterblich in mich verlieben. Aber Bea stand natürlich mehr auf die ganzen Muskelvorzeiger und Sprücheklopfer aus ihrem Fußballteam. „Echte Jungs“ halt. Als verträumter Musiker hatte ich da wenig Chancen. Doch was sollte ich machen? Dieser blöde Balltreter- und Machosport interessierte mich halt einfach nicht. Nicht einmal das Sportstudio oder Ran, TV-Pflichtprogramm für Stender und AKW-Bernd, sagten mir irgendetwas. Bis zu meinem fünfzehnten Lebensjahr, als ich zum ersten Mal ein Fußballspiel im Fernsehen sah. Oder sehen musste. Und das kam so …



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